Diplomarbeit, 1993
161 Seiten, Note: 1,2
Die Diplomarbeit von Hartmut Häfele beschäftigt sich mit der Erklärung von Umlernvorgängen, die beim Tragen einer Umkehrbrille auftreten, mithilfe neuronaler Netzwerke und Matrixspeichern. Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das das Verhalten des menschlichen visuellen Systems bei der Anpassung an veränderte Umweltbedingungen simuliert und erklärt.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Fokus auf die Bedeutung von Umlernvorgängen während des Tragens einer Umkehrbrille legt und die Notwendigkeit eines neuronalen Erklärungsmodells hervorhebt.
Kapitel 1 beleuchtet die Kohler'schen Versuche mit Umkehrbrillen und deren Bedeutung für die moderne Wahrnehmungsforschung. Kapitel 2 widmet sich dem Aufbau und der Funktionsweise des visuellen Systems, wobei insbesondere die Plastizität und die Rolle von Objektrepräsentationen im Fokus stehen.
Kapitel 3 stellt computersimulierte neuronale Netzwerke als Modelle für menschliche Wahrnehmungssysteme vor. Es werden verschiedene Netzwerkarchitekturen und Lernregeln erläutert, wobei das Backpropagation-Netzwerk als relevantes Modell für die Umlernsimulation hervorgehoben wird.
Kapitel 4 beschreibt die Computersimulation des neuronalen Umlernvorgangs während des Tragens einer Umkehrbrille. Die Simulation erfolgt mithilfe eines musterassoziierenden Matrixspeichers und eines Backpropagation-Netzwerks. Die Ergebnisse beider Simulationen werden ausführlich analysiert und diskutiert.
Die Arbeit fokussiert auf die folgenden Schlüsselwörter: Umlernvorgänge, Umkehrbrille, neuronale Netzwerke, Matrixspeicher, visuelle Wahrnehmung, Objektrepräsentation, Plastizität, Computersimulation, Backpropagation, Assoziativer Speicher, Hirnrinde.
Die Arbeit untersucht, wie sich das menschliche Gehirn auf neuronaler Ebene an einen veränderten visuellen Input (z. B. eine auf dem Kopf stehende Welt) anpasst.
Computersimulierte neuronale Netzwerke dienen dazu, den menschlichen Umlernvorgang nachzubilden und die Veränderungen in den neuronalen Strukturen zu analysieren.
Matrixspeicher werden als Modelle für die Großhirnrinde genutzt, um die Zuordnung interner Repräsentationen zu Objekten der Außenwelt mathematisch zu beschreiben.
Dieses spezielle Netzwerkmodell wird verwendet, um den Lernprozess und die Anpassung der synaptischen Gewichtungen während des Tragens einer Umkehrbrille zu simulieren.
Die Arbeit bezieht sich maßgeblich auf die Kohler'schen Versuche, die eine lange Tradition in der Wahrnehmungsforschung haben.
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