Diplomarbeit, 2001
199 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Vorbemerkungen
1.2 Problemstellung
1.3 Vorgehensweise
2 Konzeptioneller Rahmen zur Bestimmung ahnlicher Regionen
2.1 Die Auswahl von Analyseregionen
2.2 Bestimmung von ahnlichen Regionen anhand ihres Standortpotentials
3 Statistische Verfahren der Raumtypisierung
3.1 Datenstruktur
3.2 Clusteranalyse
3.2.1 Hierarchische Verfahren
3.2.2 Partionierungsmethoden
3.2.2.1 Hartigan’s k-means Algorithmus
3.2.2.2 Partitioning Around Medoids
4 Klassifikation von Raumordnungsregionen anhand ihres Standortpotentials
4.1 Datenauswahl - Korrelationsanalyse
4.2 Die Klassifikationsverfahren und ihre Ergebnisse
4.2.1 Hierarchisches agglomeratives Clustering
4.2.2 Hierarchisches agglomerativesClustering mit vorgeschalteter Fak torenanalyse
4.2.3 Partionierung mit Hartigans k-means
4.2.4 Partionierung mit PAM
4.3 Vergleich der Ergebnisse der Klassifikationsverfahren
5 Konzeptioneller Rahmen zur Beurteilung der Standortqualitat von Regionen
5.1 Indikatoren in der Regionalforschung
5.2 Bildung eines Indikatorenkatalogs
5.2.1 Lage und Erreichbarkeit
5.2.2 Bevolkerung und Siedlungsstruktur
5.2.3 Wirtschaft
5.2.4 Arbeitsmarktbedingungen
5.2.5 Bildung und Qualifikation
5.2.6 Innovation
5.2.7 Lebensqualitat
5.3 Zusammenfassung und Kritik
6 Regionaler Vergleich der wirtschaftlichen Leistungsfahigkeit
6.1 Auswahl der zur Verfugung stehenden Indikatoren
6.2 Bildung von Standortfaktoren
6.3 Ranking der Standortqualitat
6.3.1 Gesamtranking
6.3.2 Ranking der einzelnen Standortfaktoren
6.3.2.1 Wirtschaft
6.3.2.2 Arbeitsmarkt
6.3.2.3 Zukunftspotential
6.3.2.4 Lebensqualitat
7 Vergleich der Standortfaktoren auf der Basis des Standortpotentials
7.1 Die Standortfaktoren zwischen den Clustern
7.2 Ost-West-Vergleich der Standortfaktoren innerhalb der Cluster
7.3 Die Standortfaktoren in den Verdichtungsregionen
8 Vergleich des Standortpotentials mit der Wirtschaftsstruktur
8.1 Darstellung der Ergebnisse zwischen den Clustern
8.2 Ost-West Vergleich innerhalb der Cluster
8.3 Die Wirtschaftstruktur der Verdichtungsregionen
9 Schlußbemerkung
C Bildung und ausfuhrliches Ranking der Standortfaktoren
C.1 Vollstandige Ergebnisse der Hauptkomponetenanylse bei der Bildung der Standortfaktoren
C.2 Ausfuhrliches Ranking der Standortfaktoren
D Zusatzliche Tabellen
D.1 Beispiel Kapitel 2: Bruttowertschopfung je Einwohner auf Kreisebene
D.2 Raumordnugnsregionen und ihre Bevolkerungs- und Siedlungsvariablen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Standortqualität von Regionen zur Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, indem sie komplexe multivariate statistische Verfahren zur Raumtypisierung anwendet. Das primäre Ziel besteht darin, durch die Identifikation vergleichbarer Regionen basierend auf ihrem Standortpotential eine fundiertere und objektivierte Basis für Regionalvergleiche zu schaffen und darauf aufbauend die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen differenziert herauszuarbeiten.
Die Auswahl von Analyseregionen
„Während man früher der Auffassung war, daß Regionen quasi natürliche, vorgegebene Einheiten seien, die es aufzufinden und zu identifizieren gilt, hat sich heute die Meinung durchgesetzt, daß Raumgliederungen immer zweckbestimmt sind.“
Will man Teilräume einer Volkswirtschaft analysieren, müssen solche Teilräume zunächst definiert werden. Es gibt praktisch unendlich viele Möglichkeiten, kleinste räumliche Bausteine, wie etwa Gemeinden, zu Wirtschaftsräumen zusammenzufassen. Regionen sind also keine natürlich vorgegebene Raumeinheiten, sondern die Einteilung in Regionen soll immer dem Zwecke einer wissenschaftlichen Untersuchung untergeordnet sein. Die thematische Einteilung in Regionen „dient zunächst vor allem der Übersichtlichkeit, der Informationsverdichtung und damit der leichteren Orientierung in der räumlichen Umwelt“.
Wie in dem Beispiel aus dem vorausgegangenen Abschnitt deutlich geworden ist, hat die Art der Abgrenzung der Aggregation von Teilräumen erheblichen Einfluss auf das endgültige Klassifikationsergebnis. Aus diesem Grund soll im folgenden beispielhaft auf verschiedene Abgrenzungsmöglichkeiten von Analyseregionen eingegangen werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung und Problematik von Regionalvergleichen sowie die Zielsetzung der Arbeit, statistische Verfahren zur Raumtypisierung wissenschaftlich zu evaluieren.
2 Konzeptioneller Rahmen zur Bestimmung ahnlicher Regionen: Es werden theoretische Grundlagen zur räumlichen Abgrenzung und zur Identifikation von Regionen mit ähnlichem Standortpotential erläutert.
3 Statistische Verfahren der Raumtypisierung: Das Kapitel bietet eine theoretische Darstellung sowie veranschaulichende Beispiele für verschiedene Clusteranalyse-Verfahren und Partitionierungsmethoden.
4 Klassifikation von Raumordnungsregionen anhand ihres Standortpotentials: Hier wird die praktische Anwendung der zuvor erläuterten statistischen Verfahren auf Raumordnungsregionen durchgeführt und kritisch ausgewertet.
5 Konzeptioneller Rahmen zur Beurteilung der Standortqualitat von Regionen: Dieser Abschnitt erarbeitet ein idealtypisches Modell, das die Standortqualität von Regionen mittels spezifischer Indikatorenkataloge operationalisiert.
6 Regionaler Vergleich der wirtschaftlichen Leistungsfahigkeit: Die Indikatoren werden zu Standortfaktoren verdichtet, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen vergleichbar in eine Rangordnung zu bringen.
7 Vergleich der Standortfaktoren auf der Basis des Standortpotentials: Es werden Unterschiede zwischen den typisierten Clustern hinsichtlich ihrer Standortfaktoren herausgearbeitet, um die Bedeutung der Ausgangssituation zu unterstreichen.
8 Vergleich des Standortpotentials mit der Wirtschaftsstruktur: Dieser Teil untersucht die sektorale Wirtschaftsstruktur der Regionen und vergleicht diese mit den zuvor ermittelten Standortpotentials-Ergebnissen.
9 Schlußbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die methodischen Herausforderungen und die Notwendigkeit einer differenzierten Analyse bei Regionalvergleichen.
Standortqualität, Regionalvergleich, Raumtypisierung, Clusteranalyse, Standortpotential, Wirtschaftsstruktur, Indikatoren, Multivariate Statistik, Raumordnungsregionen, Siedlungsstruktur, Leistungsfähigkeit, k-means, PAM, Strukturwandel, Shift-Share-Analyse
Die Arbeit beschäftigt sich mit der methodisch korrekten Durchführung von Regionalvergleichen, um eine objektive Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.
Die zentralen Themen umfassen die statistische Klassifikation von Regionen, die Entwicklung von Indikatorenmodellen für Standortqualität und die Analyse der Wirtschaftsstruktur.
Das Hauptziel ist es, komplexe statistische Verfahren zur Typisierung von Regionen auszuwählen und anzuwenden, um Regionen mit ähnlichem Standortpotential vergleichbar zu machen.
Es werden verschiedene multivariate statistische Verfahren eingesetzt, insbesondere hierarchische Clusteranalysen sowie Partitionierungsmethoden wie k-means und PAM.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Rahmenbedingungen geklärt, dann die statistischen Verfahren angewandt, Standortfaktoren definiert, Rankings erstellt und abschließend Vergleiche der Wirtschaftsstruktur durchgeführt.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Standortqualität, Raumtypisierung, Clusteranalyse, Standortpotential, Wirtschaftsstruktur und Regionalvergleich.
Das Regionalisierungsproblem ist entscheidend, da eine unsachgemäße Abgrenzung von Regionen die Ergebnisse von Rankings verzerren kann, wenn ungleichartige Regionen miteinander verglichen werden.
Die Faktorenanalyse zeigt im Rahmen der Arbeit, dass bei hoher Komplexität der Daten Informationsverluste auftreten und die Interpretation der Faktoren in der Praxis erschwert wird, weshalb sie für diese Fragestellung nur eingeschränkt geeignet ist.
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