Diplomarbeit, 2008
95 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Theorie der Bankenregulierung
2.1 Allgemeine Grundlagen der Regulierung
2.1.1 Positive Theorie
2.1.2 Normative Theorie
2.2 Gründe für die Regulierung von Banken
2.2.1 Sicherung eines stabilen Bankensystems
2.2.2 Das Argument des Gläubigerschutzes
2.2.3 Aufrechterhaltung des öffentlichen Sicherheitsnetzes
2.2.4 Zusammenfassung
2.3 Ansätze der Bankenregulierung
2.3.1 Protektive und präventive Instrumente
2.3.2 Staatliche und private Regulierung
2.3.3 Diskretionäre oder regelgebundene Regulierung
2.3.3.1 Argument für einen diskretionären Entscheidungsspielraum
2.3.3.2 Fazit
2.3.3.3 Argument für eine Regelbindung
2.3.3.4 Fazit
3 Die Bankenregulierung in Deutschland und den USA
3.1 Historische Entwicklung der Bankenregulierung
3.1.1 Entstehung der Bankenregulierung in Deutschland
3.1.2 Historische Entwicklungen in den USA
3.1.3 Vergleich der historischen Entwicklungen
3.2 Aufsichtsrechtliche Vorschriften
3.2.1 Aufsichtsrechtliche Vorschriften in Deutschland
3.2.2 Aufsichtsrechtliche Vorschriften in den USA
3.2.3 Vergleich der Vorschriften beider Länder
3.3 Einlagensicherung und Anlegerschutz
3.3.1 Einlagensicherung und Anlegerschutz in Deutschland
3.3.2 Einlagensicherung in den USA
3.3.3 Vergleich der beiden Sicherungssysteme
3.4 Die Maßnahmen der Bankenaufsicht
3.4.1 Eingriffsmöglichkeiten der Bankenaufsicht in Deutschland
3.4.2 Maßnahmen der amerikanischen Bankenaufsicht
3.4.3 Vergleich der Maßnahmen
3.5 Harmonisierung der Bankenaufsicht durch Basel II
3.5.1 Die Umsetzung von Basel II in Deutschland
3.5.2 Basel II in den USA
3.5.3 Vergleich der Umsetzung von Basel II in Deutschland und den USA
3.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.7 Einordnung der Regulierungsaspekte in den theoretischen Kontext
4 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Systeme der Bankenregulierung in Deutschland und den USA, um die Mechanismen zur Sicherung der Bankenstabilität sowie des Gläubigerschutzes vor dem Hintergrund aktueller internationaler Entwicklungen, insbesondere der Einführung von Basel II, zu analysieren.
2.1.1 Positive Theorie
Unter den Oberbegriff der positiven Theorie fallen jene Ansätze, die auf die Entstehung und Entwicklung der zu regulierenden Bereiche abstellen und die Prozesse der Durchführung von Regulierungsmaßnahmen betrachten.3 Im Rahmen der positiven Theorie wird untersucht, an welcher Stelle der Staat in die Handlungs- und Vertragsfreiheit eingreift.4 Sie untersucht außerdem, aus welchen Gründen in einen Bereich regulierend eingegriffen wird.5 Für den Bereich der positiven Theorie werden die „Public Interest Theorie“, die „Interest Group Theorie“, die „Capture Theorie“ sowie die „Bürokratietheorie“ kurz angeführt.
Die Public Interest Theorie sieht in staatlichen Eingriffen eine Art „helfende Hand“, die dem öffentlichen Interesse dient. Sie beruht auf den zwei Annahmen, dass es zum einen auf unbeeinflussten Märkten oftmals zu einem Marktversagen kommt und dass der Staat zum anderen durch regulierende Eingriffe eine Korrektur ineffizienter Marktgeschehnisse vornehmen und ein Versagen der Märkte verhindern kann.6
Der Staat setzt Maßnahmen wie bspw. den Schutz der Gewerkschaften oder die Einführung von Mindestlöhnen zur Korrektur von Ineffizienzen und Ungleichheiten auf den Märkten ein, wobei Regulierung weitestgehend als kostenfreie Korrekturmöglichkeit angesehen wird.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit einer effektiven, international abgestimmten Bankenregulierung angesichts der Globalisierung und der Lehren aus der Subprime-Krise.
2 Theorie der Bankenregulierung: Dieses Kapitel erläutert allgemeine positive und normative Regulierungsansätze und begründet die Notwendigkeit spezieller Eingriffe im Bankensektor, wie etwa zur Sicherung der Stabilität und zum Gläubigerschutz.
3 Die Bankenregulierung in Deutschland und den USA: Hier erfolgt ein detaillierter, thematischer Vergleich der Aufsichtssysteme, der historischen Entwicklung, der aufsichtsrechtlichen Vorschriften, der Einlagensicherung sowie der Implementierung von Basel II in beiden Ländern.
4 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass das deutsche System aufgrund seiner Stabilität und der Ausrichtung an Basel II zukunftsfähig ist, während das US-System mit der Komplexität seines Multiple-Regulator-Ansatzes zu kämpfen hat.
Bankenregulierung, Bankenaufsicht, Deutschland, USA, Einlagensicherung, Basel II, Gläubigerschutz, Finanzmarktstabilität, Bank Run, Markteintritt, Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätssteuerung, Systemrisiko, Regulierungstheorie, Wettbewerb.
Die Diplomarbeit vergleicht die Systeme und Ansätze der Bankenregulierung in Deutschland und den USA unter Berücksichtigung theoretischer Hintergründe und praktischer Aufsichtsinstrumente.
Die zentralen Felder umfassen die Begründungen für Bankenregulierung (z.B. Stabilität, Gläubigerschutz), die historische Entwicklung der Aufsichtsstrukturen, die konkreten aufsichtsrechtlichen Vorschriften und die Harmonisierung durch Basel II.
Ziel ist es, die landesspezifischen Ausprägungen der Regulierung zu identifizieren, um zu verstehen, wie unterschiedliche Aufsichtssysteme auf internationale Marktanforderungen und Krisen reagieren.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die theoretische Modelle (z.B. positive/normative Theorien) auf die regulatorische Praxis in Deutschland und den USA anwendet.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze der Regulierung dargelegt als auch ein direkter Vergleich der Aufsichtssysteme, der Einlagensicherungssysteme und der Umsetzung von Basel II vollzogen.
Wichtige Begriffe sind Bankenregulierung, Einlagensicherung, Basel II, Bankenaufsicht, Systemstabilität und der Vergleich zwischen Deutschland und den USA.
Deutschland folgt dem Prinzip eines "Single Regulator" (BaFin), während in den USA ein System multipler Regulierungsbehörden (Multiple Regulator Ansatz) existiert.
Sie ist ein zentrales Instrument zur Vertrauensbildung und verhindert Bank Runs, wobei die Systeme in Deutschland (gesetzlich plus freiwillig) und den USA (staatlich durch FDIC) unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Es besteht die Befürchtung, dass der hohe Umsetzungsaufwand für Basel II die großen Banken gegenüber kleineren Instituten bevorteilt und dadurch die Übernahmeaktivitäten im US-Bankensektor verstärkt.
Angesichts der Globalisierung und international agierender Banken ist eine Harmonisierung notwendig, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und eine vergleichbare Sicherheit in einem vernetzten Bankensektor zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

