Bachelorarbeit, 2019
57 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung Nachhaltigkeit
2.2 Problematik der konventionellen Bekleidungsindustrie
2.2.1 Fast Fashion
2.2.2 Slow Fashion
2.2.3 Ökologische Folgen
2.3 Einflüsse des Nachhaltigkeitstrends auf die Modebranche
2.3.1 Nachhaltigkeit in der Modeindustrie
2.3.2 Implementierung des Nachhaltigkeitsbegriffs in die Marketingstrategie von Modeunternehmen
2.3.3 Corporate Social Responsibility
3 Entwicklungen im Konsumentenverhalten im Zeitalter der Nachhaltigkeit
3.1 Konsumverhalten
3.1.1 Arten und Merkmale der Kaufentscheidungsprozesse von Konsumenten in der Modeindustrie
3.2 Bewusstsein für die Problematik der konventionellen Bekleidungsindustrie
3.2.1 Konsumverhalten und Bewusstsein
3.2.2 Attitude-Behaviour-Gap
3.2.3 Gründe für den Attitude-Behaviour-Gap
4 Empirische Untersuchung: Experteninterviews
4.1 Expertenauswahl
4.2 Erkenntnisse
4.3 Ergebnis
4.4 Schlussfolgerung
4.5 Bedingungen für zukünftig nachhaltigen Konsum
5 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Nachhaltigkeitstrends auf das Verhalten von Konsumenten und Anbietern in der Modebranche. Ziel ist es, das Bewusstsein der Konsumenten für ökologische und soziale Problematiken sowie die daraus resultierenden Implikationen für die Unternehmensstrategien im Modebereich zu analysieren.
2.2.1 Fast Fashion
„A business strategy which aims to reduce the processes involved in the buying cycle and lead times for getting new fashion product into stores, in order to satisfy consumer demand at its peak” - Barnes and Lea-Greenwood (2006, p. 259).
Die Modeindustrie hat sich in den letzten 25 Jahren stark gewandelt. Diese Veränderungen sind vor allem durch die Globalisierung geprägt worden. Eine der größten war die Auslagerung der Produktionsfabriken in Niedriglohnländer vorwiegend in Asien.
In der Vergangenheit lancierten Modeunternehmen zwei Kollektionen pro Jahr, die circa zwei Jahre im Voraus konzipiert wurden. Heute bieten Fast-Fashion-Anbieter jeden Monat neue Ware an, manche sogar wöchentlich. Sogar Luxusunternehmen wie zum Beispiel Chanel lancieren mehr als sechs Kollektionen jährlich. Neue Trends werden permanent geschaffen, sodass der Konsument ununterbrochen das Gefühl hat, dass er sich etwas Neues kaufen muss, um mit den Trends Schritt halten zu können. Das Motto „Here today, gone tomorrow“ (Bhardwaj & Fairhurst, 2012, S. 166) führt zu einer Vermehrung gekaufter Ware. Zudem fügen Fast-Fashion-Unternehmen ihrem Sortiment ständig neue Kleidungsstücke hinzu, sodass die Kunden, die in deren Geschäfte gehen, immer wieder Neues entdecken.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der modernen Modeindustrie ein, beleuchtet den Megatrend Nachhaltigkeit und definiert die Zielsetzung sowie Vorgehensweise der Bachelorthesis.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel liefert ein theoretisches Fundament zur Nachhaltigkeit, erklärt Fast- und Slow-Fashion-Strategien und analysiert die Implementierung von CSR-Maßnahmen in Modeunternehmen.
3 Entwicklungen im Konsumentenverhalten im Zeitalter der Nachhaltigkeit: Hier wird der Kaufentscheidungsprozess in der Modebranche untersucht, wobei der Fokus insbesondere auf dem Bewusstsein der Kunden und der Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten liegt.
4 Empirische Untersuchung: Experteninterviews: Dieser Teil präsentiert die qualitativen Ergebnisse aus Expertenbefragungen, die verschiedene Perspektiven auf Nachhaltigkeitspotenziale und Konsumverhalten in der Modebranche liefern.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont, dass Nachhaltigkeit ein langfristiger, notwendiger Transformationsprozess für die Modeindustrie ist.
Nachhaltigkeit, Modebranche, Fast Fashion, Slow Fashion, Konsumentenverhalten, Attitude-Behaviour-Gap, Corporate Social Responsibility, CSR, Experteninterviews, Nachhaltigkeitsmanagement, Wertschöpfungskette, Umweltverschmutzung, Kaufentscheidungsprozess, grüne Mode, nachhaltiger Konsum.
Die Arbeit analysiert den Einfluss des aktuellen Trends zur Nachhaltigkeit auf sowohl die Produktions- und Marketingstrategien der Modeanbieter als auch auf das Kauf- und Entscheidungsverhalten der Konsumenten.
Die zentralen Schwerpunkte sind das Nachhaltigkeitskonzept in der Bekleidungsindustrie, die Unterschiede zwischen Fast und Slow Fashion, das Konsumentenbewusstsein sowie die Rolle von Unternehmensverantwortung (CSR).
Das Hauptziel besteht darin, herauszufinden, ob und wie der Nachhaltigkeitstrend das Bewusstsein und das tatsächliche Verhalten von Konsumenten verändert und inwieweit Modeunternehmen ihre Strategien an diesen Wandel anpassen.
Neben einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse nutzt die Arbeit eine empirische Untersuchung in Form von Experteninterviews mit Branchenkennern, um praktische Einblicke zu gewinnen.
Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen (Modelle, Industrieproblematiken) als auch die empirischen Ergebnisse diskutiert, die aufzeigen, warum der "Attitude-Behaviour-Gap" existiert und wie Unternehmen auf diesen reagieren.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Modebranche, Nachhaltigkeit, Konsumentenverhalten, Fast Fashion, Attitude-Behaviour-Gap und Corporate Social Responsibility charakterisieren.
Der "Attitude-Behaviour-Gap" beschreibt die Diskrepanz zwischen der positiven Einstellung von Kunden gegenüber nachhaltiger Mode und ihrem tatsächlichen Kaufverhalten, das oft weiterhin von Preisen und Design dominiert wird.
Greenwashing wird oft als taktisches Marketinginstrument eingesetzt, um das Image zu verbessern und ökonomische Vorteile zu erlangen, ohne dass grundlegende Veränderungen in der Wertschöpfungskette stattfinden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass staatliche Regulierungen und einheitliche Standards notwendig sein könnten, da freiwilliges Handeln der Unternehmen aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks oft hinter ökonomischen Zielen zurückbleibt.
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