Diplomarbeit, 2007
71 Seiten, Note: 2,1
1 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition des Leasings
2.2 Erscheinungsformen des Leasings
2.3 Vertragsarten des Leasings
2.3.1 Operate-Leasing
2.3.2 Finanzierungs-Leasing
2.3.2.1 Vollamortisations-Finanzierungsleasingverträge
2.3.2.2 Teilamortisations-Finanzierungsleasingverträge
2.4 Bilanzielle Zurechnung von Leasingobjekten
2.4.1 Bilanzierung bei Zurechnung zum Leasingnehmer
2.4.2 Bilanzierung bei Zurechnung zum Leasinggeber
2.5 Abgrenzung zur Kreditfinanzierung
3 Auswirkungen des Leasings gegenüber einem Kreditkauf
3.1 Quantitativer Vergleich
3.1.1 Die beiden Finanzierungsalternativen
3.1.2 Liquiditätswirkung des Leasings gegenüber der Kreditfinanzierung
3.1.2.1 Möglichkeiten der Liquiditätssicherung durch Leasing
3.1.2.1.1 Liquiditätsvergleichsrechung zwischen Kreditkauf und Leasing
3.1.2.1.1.1 Statische Liquidität
3.1.2.1.1.2 Dynamische Liquidität
3.1.2.1.2 Ausgaben bei der Leasingfinanzierung
3.1.2.1.3 Ausgaben beim kreditfinanzierten Kauf
3.1.2.1.4 Steuerlicher Be- und Entlastungsvergleich bei Leasingfinanzierung und Kreditkauf
3.1.2.1.5 Auswertung der Liquiditätsvergleichsrechung
3.1.2.2 Grenzen der Liquiditätssicherung durch Leasing
3.1.3 Auswirkung der beiden Finanzierungsalternativen auf die Bilanzkennzahlen
3.1.4 Steuerwirkungen der beiden Finanzierungsalternativen
3.1.4.1 Verkehrs- und Substanzsteuern
3.1.4.2 Ertragsteuerwirkungen
3.1.4.2.1 Gewerbesteuer
3.1.4.2.2 Körperschaftsteuer
3.1.4.2.3 Bestimmung des Nettokalkulationszinssatzes
3.1.4.3 Möglichkeiten der Abschreibungsgestaltung
3.1.4.4 Investitionszulagen und Investitionszuschüsse
3.1.5 Wertung des Vergleichs
3.2 Qualitativer Vergleich
4 Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert betriebswirtschaftlich die Leasingfinanzierung im Vergleich zum Kreditkauf für Produktionsanlagen, um Investoren eine Entscheidungshilfe bei der Wahl der Finanzierungsform zu bieten.
3.1.2 Liquiditätswirkung des Leasings gegenüber der Kreditfinanzierung
Liquidität bedeutet die Fähigkeit des Unternehmens den zu jedem Zeitpunkt zwingend fälligen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. Diese Liquidität zu sichern ist eines der Hauptziele des Finanzmanagements eines Unternehmens.21
Die Beschaffung eines Investitionsgutes hat unmittelbare Konsequenzen auf die Liquiditätssituation eines Unternehmens. Beim Kauf verschlechtert sich die Liquidität, so dass sie meist nur durch Aufnahme eines mittel- oder langfristigen Investitionskredites in der Größenordnung des Kaufpreises wieder ausgeglichen werden. Die Aufnahme eines Kredits belastet die Kreditlinie des Investors und beeinflusst dadurch indirekt die Liquidität. Dagegen bleibt der Liquiditätsstatus des Leasingnehmers bei einer Investition durch Leasing in der Beschaffungsphase unverändert, da zu dem Zeitpunkt meistens noch keine Ausgaben erfolgt sind.22
Im Regelfall besteht bei einer Kreditfinanzierung höhere Flexibilität hinsichtlich der zeitlichen Verteilung der Ausgaben als bei der Leasing-Finanzierung. Während bei Krediten häufig die Möglichkeit besteht tilgungsfreie Jahre, monatliche oder vierteljährliche Annuitätenzahlungen oder sonstige individuelle Rückzahlungsmodelle zu vereinbaren, sind bei Leasing über die gesamte Laufzeit gewöhnlich gleich hohe Monatsraten zu leisten.23
1 Ziel und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Investitionen für Unternehmen dar und definiert das Ziel, die Vor- und Nachteile von Leasing gegenüber dem Kreditkauf zu analysieren.
2 Grundlagen: Hier werden Definitionen, Erscheinungsformen und Vertragsarten des Leasings erläutert sowie die bilanzielle Zurechnung von Leasingobjekten und deren Abgrenzung zur Kreditfinanzierung beschrieben.
3 Auswirkungen des Leasings gegenüber einem Kreditkauf: Dieses Kapitel führt einen tiefgehenden quantitativen Vergleich durch, der die Liquiditätssituation, Bilanzkennzahlen sowie steuerliche Aspekte der beiden Finanzierungsarten beleuchtet, ergänzt um eine qualitative Betrachtung.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass keine allgemeingültige Finanzierungsentscheidung getroffen werden kann, da diese von den spezifischen Bedingungen des Einzelfalls abhängt.
Leasing, Kreditkauf, Finanzierung, Liquidität, Investition, Barwert, Abschreibung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Bilanzkennzahlen, Investitionszulagen, Cash Flow, Finanzmanagement, Anschaffungskosten, Rentabilität
Die Arbeit untersucht betriebswirtschaftliche Aspekte der Leasingfinanzierung im direkten Vergleich zum Kreditkauf, insbesondere am Beispiel einer Produktionsanlage.
Die zentralen Felder umfassen die Liquiditätswirkung, die bilanzielle Zurechnung, steuerliche Einflüsse sowie einen qualitativen Vergleich der Finanzierungsmodelle.
Das Ziel ist eine umfassende betriebswirtschaftliche Analyse, die dem Investor als Entscheidungshilfe dienen soll, ob für eine geplante Investition Leasing oder Kreditkauf vorteilhafter ist.
Es wird eine quantitative Analyse durchgeführt, die unter anderem auf der Kapitalwertmethode und dem Vergleich von Liquiditätsströmen basiert.
Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen auf Liquidität, Bilanzkennzahlen, Steuerlasten sowie qualitative Unterschiede hinsichtlich Risiko und Flexibilität.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Leasing, Kreditkauf, Liquidität, Investitionsfinanzierung, Steuerwirkung und Kapitalwertmethode.
Die Frage, wer das Leasingobjekt aktiviert, hat signifikante Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen und die Steuerlast, was die Vorteilhaftigkeit der Finanzierung stark beeinflussen kann.
Steuern wie Gewerbe- und Körperschaftsteuer sind entscheidend, da sie je nach Finanzierungsart die Bemessungsgrundlage unterschiedlich belasten oder entlasten.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine pauschale Antwort gibt und die Vorteilhaftigkeit stets von den individuellen Bedingungen des Einzelfalls abhängt.
Das Andienungsrecht ermöglicht dem Leasinggeber, den Leasingnehmer zum Erwerb des Leasingguts zum vereinbarten Restwert zu verpflichten, falls der Verkaufserlös bei Vertragsende niedriger ausfällt.
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