Examensarbeit, 2005
93 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Das Hörspiel
2.1 Geschichtlicher Exkurs
2.2 Zum Begriff „Hörspiel“
3. Didaktische und methodische Aspekte des Hörspiels
3.1 Didaktische Begründung und Lebensweltbezug
3.2 Lehrplanbezug
3.3 Methodische Überlegungen zur Arbeit mit Hörspielen
3.4 Möglichkeiten der Umsetzung im Unterricht
4. Handlungsorientierter Unterricht
4.1 Das Prinzip des handlungsorientierten Unterrichts
5. Medien in der Schule
5.1 Medienpädagogische Überlegungen
5.2 Zum Begriff „Medienkompetenz“
5.3 Medien im Fremdsprachenunterricht
6. Praktische Einheit
6.1 Lerngruppe
6.2 Begründung der Themenauswahl
6.3 Auswahl der Texte
6.4 Voraussetzungen
6.4.1 Technische Voraussetzungen
6.4.2 Pädagogische Voraussetzungen
6.5 Probleme
6.6 Lernziele und Schlüsselqualifikationen
6.6.1 Ziele im medienpädagogischen Bereich
6.6.2 Fachbezogene Ziele
6.6.3 Übergreifende Ziele
6.7 Planung des Hörspielprojektes
6.7.1 Planungsübersicht
6.8 Durchführung des Hörspielprojektes
6.8.1 Beschreibung der durchgeführten Stunden
7. Schlussbetrachtung
8. Reflection
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Hörspielproduktionen als handlungsorientierte Methode im Englischunterricht der Sekundarstufe I, um Kommunikationsfähigkeit, Hörverstehen und Medienkompetenz bei Schülern gezielt zu fördern.
2.1. Geschichtlicher Exkurs
Als Geburtsstunde des europäischen Hörspiels gilt heute die Erstausstrahlung von Richard Hughes „A Comedy of Danger“ am 15. Januar 1924 in London. Die Handlung dieses kurzen Hörspiels spielt im Stollen einer Kohlegrube, in dem infolge eines Kurzschlusses völlige Dunkelheit herrscht. Hughes „ließ das Licht ausgehen und auf der Szene begann zu agieren, was nichts als Stimme hat. (…) Was nichts als Stimme hat, gewann im Rampenlicht der Finsternis Gestalt, der Hörer wurde zum Regisseur, Dramaturgie und Psychologie verschmolzen in eins.“
Das erste deutsche Hörspiel ließ nicht lange auf sich warten. Noch im selben Jahr wurde Hans Fleschs „Zauberei auf dem Sender“ vom öffentlichen Rundfunk realisiert und ausgestrahlt. Viele Kritiker bezeichneten jedoch Rolf Gunolds 1925 entstandenes Werk „Spuk“ als erstes und der Weiterentwicklung dienendes deutsches Hörspiel, da es sich auf funkadäquate Mittel wie Geräusche und Stimmen konzentrierte und deshalb eine nur auditive Rezeption vom Hörer verlangte.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung technischer Medien im Englischunterricht und setzt sich mit Vorurteilen gegenüber deren Einsatz auseinander.
2. Das Hörspiel: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entwicklung des Hörspiels und definiert dessen mediale Besonderheiten und Gattungsmerkmale.
3. Didaktische und methodische Aspekte des Hörspiels: Hier werden der Lebensweltbezug, Lehrplananforderungen sowie konkrete didaktische Wege zur Integration des Hörspiels in den Unterricht diskutiert.
4. Handlungsorientierter Unterricht: Das Kapitel erläutert das pädagogische Prinzip des ganzheitlichen, schüleraktiven und produktorientierten Unterrichts als Rahmen für das Projekt.
5. Medien in der Schule: Es wird die medienpädagogische Notwendigkeit thematisiert, Schüler zu einem kritischen und kompetenten Umgang mit Massenmedien zu befähigen.
6. Praktische Einheit: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die konkrete Planung, Durchführung und Reflexion eines Hörspielprojektes mit einer 6. Klasse.
7. Schlussbetrachtung: Die Autorin zieht ein positives Fazit über den Projekterfolg und betont die motivierende Wirkung der schülereigenen Medienproduktion.
8. Reflection: Eine englischsprachige Zusammenfassung und Reflexion des Projekts im Hinblick auf die Sprachkompetenzentwicklung.
Hörspiel, Englischunterricht, Handlungsorientierter Unterricht, Medienkompetenz, Fremdsprachenerwerb, Schülereigene Produktion, Audiovisuelle Medien, Kommunikationsfähigkeit, Hörverstehen, Medienpädagogik, Projektarbeit, Gruppenarbeit, Sprachkompetenz, Kreativität, Motivation
Die Arbeit befasst sich mit der aktiven, produktionsorientierten Einbindung des Mediums Hörspiel in den Englischunterricht, um Lernziele wie Hörverstehen und Kommunikationsfähigkeit handlungsorientiert zu erreichen.
Die zentralen Felder sind die Mediendidaktik, das Prinzip des handlungsorientierten Unterrichts sowie die praktische Anwendung von Hörspielprojekten in der Sekundarstufe I.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler durch die eigene Produktion von Kurzhörspielen in der Fremdsprache nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch eine höhere Medienkompetenz entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zur Medientheorie sowie einer eigenen, empirisch dokumentierten Unterrichtseinheit (Aktionsforschung) mit einer 6. Klasse.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Aspekten des Hörspiels und Medienbegriffen die konkrete Planung, die technischen und pädagogischen Voraussetzungen sowie die Durchführung der Unterrichtseinheit inklusive der Bewältigung organisatorischer Probleme beschrieben.
Kernbegriffe sind Hörspielproduktion, handlungsorientierter Englischunterricht, Medienkompetenz, produktives Lernen und kommunikative Kompetenz.
Die Schüler waren als aktive Gestalter tätig: Sie verfassten nach Vorgaben eigene Hörspieltexte, übernahmen Sprecherrollen, produzierten Geräusche und setzten sich in Gruppen mit der Tontechnik auseinander.
Die Technik dient als Motivationsfaktor und Werkzeug; durch die Arbeit mit Vierkanalrecordern und Computern lernen die Schüler, mediale Produkte bewusst zu gestalten und zu manipulieren, anstatt nur passive Konsumenten zu sein.
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