Diplomarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Gouvernementalität bei Michel Foucault und beleuchtet dessen Bedeutung für die Frage der Subjektivierung in der Moderne. Im Zentrum steht die Analyse der Entstehung und Entwicklung der Gouvernementalität als Form des Regierens, die sich von traditionellen Herrschaftsformen unterscheidet. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das Subjekt in diesem Kontext geformt und beeinflusst wird, welche Freiheiten es hat und in welcher Beziehung es zur Macht steht.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Kontext der Forschung Foucaults zur Gouvernementalität beschreibt. Im ersten Teil werden die Entwicklungen hin zur Gouvernementalität beleuchtet, wobei die Kontrolle des Diskurses, die Genealogie des Körpers und die Machtverhältnisse eine zentrale Rolle spielen. Das Konzept des Sexualitätsdispositivs wird als Verbindungsglied zwischen Individuum und Bevölkerung und als wichtiger Bestandteil der Technologien des Regierens vorgestellt. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Subjektivierung durch das Selbst, wobei die Schriften Foucaults zur Antike herangezogen werden.
Gouvernementalität, Subjekt, Macht, Diskurs, Genealogie, Bio-Macht, Bio-Politik, Disziplinargesellschaft, Sicherheitsdispositiv, Sexualitätsdispositiv, Selbstkonstitution, Freiheit, Michel Foucault.
Gouvernementalität bezeichnet die Kunst des Regierens, die über staatliche Institutionen hinausgeht und Techniken umfasst, mit denen das Verhalten von Individuen und Bevölkerungen gelenkt wird.
Foucault untersucht, wie Machttechniken das Subjekt formen. Gouvernementalität ermöglicht einen Spielraum zwischen Fremdführung durch den Staat und Selbstführung (Selbstkonstitution) des Individuums.
Bio-Macht bezieht sich auf die Macht über das Leben, die den Körper des Einzelnen (Disziplin) und die gesamte Bevölkerung (Bio-Politik, z.B. Gesundheit, Geburtenraten) reguliert.
Es dient als Verbindung zwischen dem Individuum und der Bevölkerung. Durch die Kontrolle und den Diskurs über Sexualität wird Macht über das biologische Leben ausgeübt.
Foucault zeichnet eine Genealogie nach, die vom christlichen Pastorat über die Staatsräson und die "Policey" bis hin zum modernen Liberalismus und Neoliberalismus führt.
Freiheit besteht in der Möglichkeit des Widerstands und der Selbstgestaltung. Macht ist bei Foucault nicht nur unterdrückend, sondern produziert Möglichkeiten für das Subjekt, sich selbst zu konstituieren.
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