Diplomarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Entwicklungen hin zur Gouvernementalität
Kontrolle und Entwicklung des Diskurses
Genealogie und Körper
Macht
Die Produktion der Sexualität
Das Dispositiv
Das Sexualitätsdispositiv
Bio-Macht und Bio-Politik
Gouvernementalität
Geschichtlicher Zusammenhang
Juridisches Dispositiv
Disziplinargesellschaft
Sicherheitsdispositiv
Der Begriff der Gouvernementalität
Charakterisierung der Gouvernementalität
Gouvernementalität und Staat
Pastoral
Staatsräson
Policey
Liberalismus und Neoliberalismus
Die bürgerliche Gesellschaft
Subjekt und Macht
Michel Foucaults Interesse für das Subjekt
Rechtssubjekt
Gehorsamssubjekt
Begehrenssubjekt
Interessensubjekt
Das Regieren der Subjekte
Die Selbstkonstitution des Subjekts
Griechische Antike
Spätantike
Christentum
Das kritische Vorhaben Michel Foucaults. Schluss
Die Diplomarbeit untersucht die Entwicklung des Begriffs der Gouvernementalität im Werk von Michel Foucault und dessen Bedeutung für das Verständnis moderner Machtverhältnisse und Subjektivierungsprozesse. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Übergang von repressiven Machtmechanismen hin zu produktiven Regierungsweisen, die das Individuum als aktives Subjekt einbeziehen, ohne die Kontrolle aufzugeben.
Die Produktion der Sexualität
Michel Foucaults großes Projekt „Histoire de la sexualité“ sollte ursprünglich mindestens vier Bände umfassen: Neben „Der Wille zum Wissen“, „Der Gebrauch der Lüste“ und „Die Sorge um sich“ plante Foucault auch einen Band mit dem Titel „Die Geständnisse des Fleisches“. Steht im 1976 erschienenen ersten Band die Sexualität tatsächlich im Zentrum der Untersuchungen, so ordnet sie sich in den erst im Todesjahr Foucaults entstandenen zwei folgenden Werken in ein ganzes Geflecht von menschlichem Verhalten und vor allem in ein Geflecht von Vorschriften und Diskursen zu und über das Verhalten ein. Foucault betont schon im Vorwort zur deutschen Ausgabe des „Willens zum Wissen“, dass die Diskursivierung Vorrang vor den Praktiken hat.
„Ich wollte nicht die Geschichte der sexuellen Verhaltensweisen in den abendländischen Gesellschaften schreiben“, sondern klären, wie diese „Verhaltensweisen zu Wissensobjekten geworden“ sind und auf „welchen Wegen und aus welchen Gründen sich der Erkenntnisbereich organisiert [hat], den man mit dem relativ neuen Wort ‚Sexualität’ umschreibt“. Darüber hinaus ist die Sexualität nur exemplarisch gewählt, um, so Foucault, das Problem zu thematisieren, das alle seine Bücher bestimmt: „[W]ie ist in den abendländischen Gesellschaften die Produktion von Diskursen, die […] mit einem Wahrheitswert geladen sind, an die unterschiedlichen Machtmechanismen und -institutionen gebunden?“
Einleitung: Die Einleitung stellt die Publikationsgeschichte der Vorlesungen von 1978/79 dar und führt in die zentrale Thematik der Gouvernementalität und der Subjektkonstitution ein.
Entwicklungen hin zur Gouvernementalität: Dieses Kapitel erläutert Foucaults methodische Wende von einer negativen Kontrolle des Diskurses hin zu einer genealogischen Analyse von Macht und Körper.
Die Produktion der Sexualität: Hier wird das Konzept des Dispositivs eingeführt, um die Verknüpfung von Sexualität, Macht und Wissen in modernen Gesellschaften aufzuzeigen.
Gouvernementalität: Dieses Hauptkapitel analysiert den Übergang vom juridischen Dispositiv über die Disziplinargesellschaft zum Sicherheitsdispositiv und definiert den Begriff der Gouvernementalität als Kunst des Regierens.
Subjekt und Macht: Das Kapitel widmet sich der Frage, wie Individuen durch Machtverhältnisse zu Subjekten geformt werden und inwiefern sie an ihrer eigenen Konstitution beteiligt sind.
Das kritische Vorhaben Michel Foucaults. Schluss: Der Abschluss fasst die Kritik als "Kunst nicht dermaßen regiert zu werden" zusammen und thematisiert das Potential der Selbstgestaltung als eine Ästhetik der Existenz.
Gouvernementalität, Macht, Subjektivierung, Dispositiv, Genealogie, Biopolitik, Disziplin, Sicherheit, Liberalismus, Neoliberalismus, Selbsttechniken, Machtbeziehung, Widerstand, Wissen, Regierungskunst.
Die Arbeit analysiert die historische und philosophische Entwicklung des Begriffs der Gouvernementalität im Werk Michel Foucaults, insbesondere basierend auf seinen Vorlesungen am Collège de France.
Im Zentrum stehen die Machtanalytik, die Entstehung des modernen Staates, die Produktion von Wissen und Wahrheit sowie die Art und Weise, wie Subjekte durch verschiedene Techniken geformt werden.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Techniken des Regierens historisch gewandelt haben und welches Verhältnis zwischen Machtausübung und der Freiheit des Subjekts dabei entsteht.
Die Arbeit nutzt die von Foucault geprägte genealogische Methode, um Machtverhältnisse und Subjektivierungsprozesse in ihrer historischen Einzigartigkeit und ihren Wandlungen zu erfassen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Transformation von Machtmechanismen, dem Begriff der Gouvernementalität, der Rolle des Staates, dem Neoliberalismus sowie der Selbstkonstitution des Subjekts.
Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Gouvernementalität, Dispositiv, Bio-Macht, Sicherheitsdispositiv, Interessensubjekt und die Ästhetik der Existenz.
Während das Rechtssubjekt negativ durch Verzicht und Unterwerfung unter das Gesetz definiert ist, agiert das Interessensubjekt im Rahmen seiner eigenen Zwecke, wodurch es sich als aktives Element in die ökonomische Regierungskunst einfügen lässt.
Kritik wird bei Foucault als eine Haltung definiert, die hinterfragt, wie man regiert wird, um das Ziel zu verfolgen, nicht (oder zumindest nicht auf eine bestimmte Weise) regiert zu werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

