Bachelorarbeit, 2007
168 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Wandel der Stiftung Mathias-Spital
1.2 Konzeption und Begründung des Vorgehens
2 Organisationskonzept Primary Nursing
2.1 Geschichtliche Entwicklung von Primary Nursing
2.2 Ziele von Primary Nursing
2.3 Kernelemente von Primary Nursing
2.4 Primary Nursing im Krankenhaus
2.5 Rollen und Aufgaben im Primary Nursing
2.6 Phasen im Primary Nursing
2.7 Einbindung von Primary Nursing ins Krankenhaus
2.8 Anforderungsprofil der Primary Nurse und der Associated Nurse
2.9 Zusammenfassung
3 Organisationskonzepte in der Pflege und deren Vergleich
3.1 Traditionelle Funktionspflege
3.2 Patientenorientierte Pflege
3.3 Primary Nursing
3.4 Vergleich der Organisationskonzepte
3.5 Auswirkungen der Organisationskonzepte
3.6 Schlussfolgerung
4 Theoretische Vorüberlegungen zur Projektumsetzung
4.1 Organisationsentwicklung
4.2 Projektmanagement
4.3 Orientierung an einem Pflegemodell
4.4 Personalentwicklung
4.5 Analyse der Prozesse und Abläufe
4.6 Die Projektevaluation
4.7 Zusammenfassung
5 Die Projektorganisation
5.1 Ziele des Projektes
5.2 Die Projektplanung
5.3 Die Projekt-Steuerungsgruppe und die Planungsgruppe
5.4 Ergebnissicherung und Projektevaluation
5.5 Die Kostenplanung
5.6 Die Risikoanalyse
6 Die Projektumsetzung
6.1 Freigabe des Projektes und Information der Mitarbeiter
6.2 Die Projekt-Steuerungsgruppe und die Planungsgruppe
6.3 Ist-Analyse
6.4 Entwicklung des Soll-Konzeptes
6.5 Einführung des Organisationskonzeptes
7 Evaluation und Bewertung des Projektes
7.1 Erreichungsgrad der patientenbezogenen Ziele
7.2 Erreichungsgrad der personalbezogenen Ziele
7.3 Erreichungsgrad der betriebsbezogenen Ziele
7.4 Evaluation der Kostenplanung
7.5 Evaluation der Projektrisiken
7.6 Zusammenfassung
8 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Einführung des Organisationskonzeptes Primary Nursing in der geriatrischen Abteilung der Stiftung Mathias-Spital darzustellen. Angesichts gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen und zunehmenden Wettbewerbsdrucks analysiert die Autorin, wie durch eine patientenorientierte Organisationsform die Pflegequalität verbessert und gleichzeitig Prozesse wirtschaftlich gestaltet werden können.
2.3 Kernelemente von Primary Nursing
Manthey beschreibt zum besseren Verständnis von Primary Nursing die vier Kernelemente Verantwortung, Fallmethode, direkte Kommunikation und Verantwortung für die Pflegeerbringung. Diese Elemente bilden die Basis des Primary Nursing.
Verantwortung
Die eindeutige und persönliche Übernahme der Verantwortung für das Treffen von Entscheidungen in der pflegerischen Versorgung des Patienten wird als Kernstück des Primary Nursing beschrieben. Die PN entscheidet eigenverantwortlich darüber, wie die ihr zugeteilten Patienten pflegerisch versorgt werden, und zwar kontinuierlich und für die gesamte Zeit des Aufenthaltes ihrer Patienten. Neben dieser Planungsentscheidung soll die PN die Pflege ihrer Patienten soweit wie möglich selbst übernehmen. Entscheidend für die Übernahme der Verantwortung durch die PN ist, dass die PN allen Beteiligten, d. h. Patienten, Angehörigen, Ärzten sowie den Mitgliedern des Gesundheitsteams namentlich bekannt ist.
Bei der Übernahme der Verantwortung durch die PN sind drei wesentliche Bereiche zu berücksichtigen:
- Der erste Verantwortungsbereich beinhaltet, dass die PN die Verantwortung dafür übernimmt, dass alle notwendigen Informationen über ihre Patienten zur Verfügung stehen. Dabei muss sie wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden können.
- Im zweiten Verantwortungsbereich trägt die PN die Verantwortung für die Planungsentscheidungen. Sie ist verantwortlich dafür, dass für die Zeit ihrer Abwesenheit, Anweisungen zur Pflegedurchführung für ihre Vertretungen zur Verfügung stehen. Hierbei ist die Pflegeplanung im Rahmen des Pflegeprozesses von großem Nutzen.
- Der dritte Verantwortungsbereich beinhaltet die Planung der Entlassung durch die PN. Sie trägt die Verantwortung dafür, dass der Patient nach der Entlassung sicher und effektiv versorgt wird.
Mit Übernahme der Verantwortung tritt die PN aus einer kollektiven in eine persönliche Verantwortung. Dieses ist der wesentliche Unterschied zu allen anderen pflegerischen Versorgungssystemen, in denen die Entscheidungsfindung und die Übernahme der Verantwortung kollektiv erfolgen. Wichtige Voraussetzung für die Übernahme der Verantwortung ist, dass der PN Autorität und Autonomie übertragen werden, da sie ansonsten nicht rechenschaftspflichtig für ihr Handeln sein kann.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den Strukturwandel im Gesundheitswesen und die daraus resultierende Notwendigkeit, durch moderne Organisationskonzepte wie Primary Nursing auf veränderte Anforderungen zu reagieren.
2 Organisationskonzept Primary Nursing: Dieses Kapitel definiert Primary Nursing als Methode, bei der eine Pflegefachkraft (PN) die ganzheitliche Verantwortung für eine Patientengruppe übernimmt, und erläutert dessen Kernelemente und Rollenverteilung.
3 Organisationskonzepte in der Pflege und deren Vergleich: Hier werden klassische Modelle wie Funktions- und Bereichspflege kritisch analysiert und den Prinzipien des Primary Nursing gegenübergestellt.
4 Theoretische Vorüberlegungen zur Projektumsetzung: Es werden Methoden der Organisationsentwicklung und des Projektmanagements beschrieben, die für die erfolgreiche Implementierung neuer Strukturen grundlegend sind.
5 Die Projektorganisation: Dieses Kapitel legt die Projektziele, die Planungsgruppenstruktur und die Instrumente zur Ergebnissicherung im Rahmen des konkreten Einführungsprojekts dar.
6 Die Projektumsetzung: Beschrieben wird der praktische Implementierungsprozess, inklusive Mitarbeiterinformation, Fortbildungen, Ist-Analyse und der konkreten Einführung der Primary Nursing-Strukturen.
7 Evaluation und Bewertung des Projektes: Eine detaillierte Analyse der Ergebnisse zeigt auf, inwieweit die gesetzten patienten-, personal- und betriebsbezogenen Ziele im Projektverlauf erreicht werden konnten.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit des Projektes mit einem Ausblick auf die Zukunftsfähigkeit von Primary Nursing im untersuchten Gesundheitszentrum.
Primary Nursing, Primäre Pflege, Pflegeorganisation, Pflegemanagement, Krankenhaus, Patientenorientierung, Pflegequalität, Organisationsentwicklung, Prozessoptimierung, Geriatrie, Verantwortung, Pflegemodell, Fallmethode, Mitarbeiterzufriedenheit, Projektmanagement.
Die Arbeit untersucht die Einführung und Evaluation des Organisationskonzepts "Primary Nursing" in der geriatrischen Abteilung einer Stiftung, um auf den Strukturwandel im Gesundheitswesen zu reagieren.
Die Autorin vergleicht die traditionelle Funktionspflege mit patientenorientierten Modellen wie der Zimmer-, Bereichs- und Gruppenpflege sowie dem Primary Nursing.
Das Hauptziel ist die Optimierung der pflegerischen Organisationsstrukturen, um die Kontinuität der Versorgung zu erhöhen, die Patientenbedürfnisse besser zu berücksichtigen und die Qualität sowie Wirtschaftlichkeit der Pflege zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Evaluation mittels Mitarbeiter- und Patientenbefragungen (Ist- und Soll-Analyse).
Die vier zentralen Elemente sind die persönliche Übernahme von Verantwortung, die Fallmethode, die direkte Kommunikation und die Verantwortung für die kontinuierliche Pflegeerbringung.
Die PN fungiert als Schlüsselperson, die für ihre Patienten die komplette Verantwortung vom Tag der Aufnahme bis zur Entlassung übernimmt, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche.
Durch Mitarbeiterbefragungen vor und nach der Umsetzung, bei denen Faktoren wie Arbeitsklima, Einarbeitung und Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team erhoben wurden.
Der Leitungswechsel und krankheitsbedingte Ausfälle der Führungskräfte wurden als personelle Risikofaktoren identifiziert, die die Einführung des Konzepts erschwerten und die Mitarbeiter verunsicherten.
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