Bachelorarbeit, 2019
97 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz des „Shop the Look“ Features und des Einsatzes von Influencern in Bezug auf die Präferenz von Onlineshops
1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche Grundlagen und Forschungsstand zur Gestaltung der Produktpräsentation in Onlineshops
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.1 Das „Shop the Look” Feature
2.1.2 Influencer Marketing und der Einsatz von Influencern in Onlineshops
2.1.3 Inspiratives Shoppen als Zusammenspiel zwischen dem „Shop the Look“ Feature und dem Influencer Marketing
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Forschungsstand hinsichtlich der Wirkung des „Shop the Look“ Features auf das Kaufverhalten
2.2.2 Forschungsstand hinsichtlich der Wirkung von Influencern auf das Kaufverhalten
2.2.3 Forschungsstand hinsichtlich der Präferenz für Onlineshops
2.2.4 Forschungsstand zur Kundeninspiration
2.2.5 Identifikation eines Forschungsdefizits und Ableitung der Forschungsfragen
3. Konzeptualisierung des Untersuchungsmodells zur Wirkung zweier Gestaltungselemente der Produktpräsentation auf die Präferenz und Hypothetisierung
3.1 Theoretische Grundlagen
3.1.1 Stimulus-Organismus-Response-Modell
3.1.2 Attributionstheorie
3.2 Konzeption der Modellkonstrukte
3.3 Herleitung und Vorstellung des Hypothesensystems und Ableitung des konzeptionellen Untersuchungsmodells
3.3.1 Indirekte Wirkungen der Gestaltungselemente
3.3.2 Direkte Wirkungen der Gestaltungselemente auf die Präferenz für den Onlineshop
4. Empirische Überprüfung des Untersuchungsmodells zur Wirkung zweier Gestaltungselemente der Produktpräsentation auf die Präferenz für einen Onlineshop
4.1 Untersuchungsdesign und Erhebungsmethode
4.2 Deskriptive Statistik der Stichprobe
4.3 Operationalisierung und Validierung der Modellkonstrukte
4.4 Hypothesenüberprüfung und Ergebnisinterpretation
4.4.1 Wirkungen der unabhängigen Variablen auf die wahrgenommene Inspiration
4.4.2 Wirkungen der unabhängigen Variablen auf das wahrgenommene Kaufaufforderungsgefühl
4.4.3 Indirekte Wirkungen der Gestaltungselemente
4.4.4 Direkte Wirkungen der Gestaltungselemente
5. Zusammenfassung und Implikationen
5.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
5.2 Limitationen und Implikationen für die Forschung
5.3 Implikationen für die Praxis
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert, wie die Gestaltungselemente „Shop the Look“-Feature und der Einsatz von Influencern als Models die Wahrnehmung und Präferenz von Kunden gegenüber Mode-Onlineshops beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob diese Elemente inspirierend wirken oder ob sie als aufdringliche Kaufaufforderung wahrgenommen werden, wobei das Ziel darin besteht, ein empirisches Modell für diese Wirkungszusammenhänge zu entwickeln und zu testen.
2.1.1 Das „Shop the Look” Feature
Die Produktpräsentation in einem Onlineshop zeichnet sich üblicherweise durch verschiedene Merkmale aus, die auf der entsprechenden Produktseite zu finden sein müssen. Es handelt sich im Modebereich dabei um Basisinformationen über das Kleidungsstück wie Informationen zum Material, zu den verfügbaren Größen und Farben, Waschtipps, dem Preis und den Lieferkonditionen. Auch Bewertungen anderer Kunden zum Produkt haben sich mittlerweile in der Produktpräsentation etabliert (vgl. Schneider 2018). Vor allem aber spielen die Produktbilder eine entscheidende Rolle bei der Produktpräsentation. Da im Gegensatz zum stationären Handel die Sinne des Fühlens und Ertastens wegfallen und der Kunde sich nur auf seine visuelle Wahrnehmung stützen kann, sind visuellen Hilfestellungen umso wichtiger (vgl. Elsner 2017).
Die herkömmlichen Annahmen für ein gutes Produktbild gehen davon aus, dass das angebotene Produkt im Mittelpunkt des Bildes stehen und wenig bis gar keiner Ablenkung ausgesetzt sein sollte. Dabei sollte das Bild zwar ästhetisch sein und das Produkt so gut wie möglich darstellen, es aber nicht verschönen, da ansonsten eine Enttäuschung beim Kunden und aus dieser Folge eine Rücksendung des Produkts resultieren könnte (vgl. Ebd.).
Um dem Kunden zu ermöglichen das Produkt nicht nur isoliert, sondern in Verbindung mit einem gesamten Outfit zu sehen, wurde das STL Feature ins Leben gerufen. Es inszeniert das Produkt in einem Gesamtoutfit. Bei dem Produktbild ist nicht das einzelne Kleidungsstück, sondern der ganze Look im Mittelpunkt des Bildes. Neben dem Produktbild befinden sich Informationen zu Namen, verfügbaren Größen, Farben und den Preisen aller auf dem Foto abgelichteten Kleidungsstücke. So soll es dem Kunden ermöglicht werden das gesamte auf dem Produktbild abgebildete Outfit durch wenige Klicks zu kaufen. Laut Zalando seien es vor allem Männer, die die Tendenz aufweisen ganze Outfits zu kaufen und diese Möglichkeit daher gerne in Anspruch nehmen (vgl. Pohlgeers 2015).
Das Feature kann als eine Weiterentwicklung des bereits etablierten, auf Personalisierung basierenden Produktempfehlungsfeatures gesehen werden, geht aber darüber hinaus, da die Produktempfehlung bloß auf ähnliche Produkte oder passende Produkte verweist, ohne sie in den Mittelpunkt zu rücken.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des „Shop the Look“-Features und des Influencer-Einsatzes im stark umkämpften Online-Modehandel sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffliche Grundlagen und Forschungsstand zur Gestaltung der Produktpräsentation in Onlineshops: Hier werden zentrale Begriffe definiert und der aktuelle Forschungsstand zu Produktpräsentation, Kundeninspiration und Influencer-Marketing kritisch beleuchtet.
3. Konzeptualisierung des Untersuchungsmodells zur Wirkung zweier Gestaltungselemente der Produktpräsentation auf die Präferenz und Hypothetisierung: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis (S-O-R Modell und Attributionstheorie) für das zu entwickelnde Untersuchungsmodell und leitet die entsprechenden Hypothesen ab.
4. Empirische Überprüfung des Untersuchungsmodells zur Wirkung zweier Gestaltungselemente der Produktpräsentation auf die Präferenz für einen Onlineshop: Es erfolgt die Vorstellung des experimentellen Designs sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Daten zur Hypothesenprüfung.
5. Zusammenfassung und Implikationen: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, Limitationen diskutiert und Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.
Shop the Look, Influencer Marketing, Produktpräsentation, Kundeninspiration, Kaufaufforderungsgefühl, Online-Modehandel, Onlineshop-Präferenz, S-O-R Modell, Attributionstheorie, Customer Experience, E-Commerce, Kaufverhalten, Gestaltungselemente, Millennials, Marketingstrategie
Die Arbeit untersucht, wie moderne Gestaltungselemente wie das „Shop the Look“-Feature und der Einsatz von Influencern als Models die Wahrnehmung von Konsumenten im Online-Modehandel beeinflussen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen E-Commerce-Gestaltung, visuellem Marketing, Kundeninspiration und dem Einfluss von Influencern auf die Präferenz für einen Onlineshop.
Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob diese Gestaltungsmittel das Kauferlebnis tatsächlich inspirierender machen oder ob sie lediglich als manipulative Kaufaufforderung wahrgenommen werden, und wie sich dies auf die Shop-Präferenz auswirkt.
Die Autorin verwendet ein experimentelles Forschungsdesign, konkret ein 2x2 Between-Subjects-Design, das als internetbasiertes Feldexperiment mit einem fiktiven Onlineshop namens „LitVictory“ durchgeführt wurde.
Nach der theoretischen Fundierung durch das Stimulus-Organismus-Response-Modell und die Attributionstheorie erfolgt die empirische Überprüfung mittels Regressionsanalysen und t-Tests an einer Stichprobe von 325 Probanden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Shop the Look, Influencer Marketing, Kundeninspiration, E-Commerce, Kaufaufforderungsgefühl und Onlineshop-Präferenz.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Feature erfolgreich Inspiration erzeugt und sich dadurch positiv auf die Präferenz des Onlineshops auswirkt, obwohl es gleichzeitig ein Kaufaufforderungsgefühl hervorruft.
In dieser speziellen Studie konnte für den Einsatz von (fiktiven) Influencern keine signifikante positive Auswirkung auf die wahrgenommene Inspiration oder die Präferenz für den Onlineshop nachgewiesen werden.
Inspiration wird als wichtiger Mediator betrachtet, der den Übergang von der Produktpräsentation hin zur Markenloyalität und positiven Einstellung fördert.
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