Diplomarbeit, 2007
92 Seiten, Note: 1,0
1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK UND ANLIEGEN DER ARBEIT
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodische Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
1.3 Vorstellung des Landkreises Ebersberg mit seiner Verwaltung
2 AUSGANGSSITUATION BEI DER DOPPIKUMSTELLUNG
2.1 Projektkonzeption und -organisation
2.2 Zeit- und Ressourcenplanung
2.3 Konfliktpotenzial Verwaltung
2.4 Konfliktpotenzial Politik und Verwaltungsführung
2.5 Gemeinsame Zielsetzungen von Verwaltung und Politik
3 UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE ZWISCHEN KAMERALISTIK UND DOPPIK UND POLITISCHE ENTWICKLUNG DES HAUSHALTS
3.1 Doppik schlägt Kameralistik
3.1.1 Verwaltungshaushalt versus Ergebnisrechnung
3.1.2 Die neue Bedeutung der Kosten- und Leistungsrechnung
3.1.3 Finanzrechnung und Liquidität
3.1.4 Offene Forderungen
3.1.5 Vermögenshaushalt versus Investitionsplan
3.2 Bilanz
3.2.1 Bilanzpolitik
3.2.2 Abschreibungen eines umlagefinanzierten Haushalts – ein Konflikt
3.2.3 Eigenkapital
3.3 Resultierender Veränderungsbedarf
4 BEWERTUNG DER POLITIK NACH DREI JAHREN ERFAHRUNG MIT DEM DOPPISCHEN HAUSHALT
4.1 Methodik zur Befragung und zu den Interviews
4.2 Veränderung der Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung
4.3 Beurteilung des Doppischen Haushalts
4.4 Beurteilung des Steuerungsprozesses (Berichtswesen gegenüber der Politik)
4.5 Bewertung der Ausschussstrukturen
4.6 Zielvereinbarungsprozess
4.7 Resultierender Veränderungsbedarf
5 NORMATIVE, STRATEGISCHE UND OPERATIVE VERÄNDERUNGEN DURCH DIE POLITIK
5.1 Ausschussstrukturen
5.2 Eigenfinanzierungsvorbehalt
5.3 Gestaltung des Doppischen Haushalts durch die Politik
5.4 Diskussion über die „Grenzen der Verschuldung“
5.5 Personalentwicklung in der Politik
6 EMPFEHLUNGEN FÜR EINE NEUE POLITISCHE STEUERUNG
6.1 Handlungsempfehlungen
6.2 Gestaltungsempfehlungen
7 RESÜMEE
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Erfahrungen bei der Umstellung des kommunalen Rechnungswesens von der traditionellen Kameralistik auf die doppische Buchführung am Beispiel des Landkreises Ebersberg. Das primäre Ziel ist die Analyse der praktischen Umsetzbarkeit dieser Reform und die Identifikation der veränderten politischen Steuerung als zentralen Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Verwaltungsmodernisierung.
3.1.3 Finanzrechnung und Liquidität
„Die Finanzrechnung erfasst die periodenbezogenen Geldbewegungen und bildet eine Verbindung zum herkömmlichen kameralistischen Buchungssystem, da sie im Wesentlichen einer Zusammenfassung aller veranschlagten Zahlungsvorgänge entspricht“ (HENNIES, 2005, 81). Die Politik neigt in Zeiten knapper Kassen dazu, verwertbare Grundstücke zu veräußern, so auch in Ebersberg. Vordergründig scheint es ein „gutes Geschäft“ zu sein, wenn man die Liquidität durch den Verkauf eines Grundstücks um 1 Mio. EUR erhöhen kann. Wenn aber die Informationen aus dem Anlagevermögen in der Bilanz transparent machen, dass dieses Grundstück in der Vergangenheit für 1,5 Mio. EUR erworben wurde, erweitert sich der Blickwinkel der Politik und ein vermeintlich gutes Geschäft wird schnell zu einem Verlust in der Ergebnisrechnung.
Auch an diesem Beispiel zeigt sich, dass die Schaffung von Transparenz der Schlüssel für bessere politische Entscheidungen sein kann. Dieser Aufgabe muss sich die Verwaltung stellen, damit sie sich das Vertrauen der Politik erarbeiten kann. Ohne diese Transparenz trifft die Politik leicht Entscheidungen, die sie bei Kenntnis aller Aspekte so nicht beschlossen hätte.
1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK UND ANLIEGEN DER ARBEIT: Darstellung der historischen Entwicklung kommunaler Reformbemühungen in Deutschland und Bayern sowie Einbettung des Landkreises Ebersberg als Vorreiter bei der Einführung der Doppik.
2 AUSGANGSSITUATION BEI DER DOPPIKUMSTELLUNG: Analyse des ganzheitlichen Reformansatzes in Ebersberg, der Projektorganisation und der Herausforderungen durch unterschiedliche Wissensstände und Interessen in Politik und Verwaltung.
3 UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE ZWISCHEN KAMERALISTIK UND DOPPIK UND POLITISCHE ENTWICKLUNG DES HAUSHALTS: Detaillierte Gegenüberstellung der beiden Buchungssysteme unter besonderer Berücksichtigung der neuen Informationsmöglichkeiten für politische Entscheidungsträger.
4 BEWERTUNG DER POLITIK NACH DREI JAHREN ERFAHRUNG MIT DEM DOPPISCHEN HAUSHALT: Evaluierung der Reformprozesse anhand von empirischen Befragungen der Kreisräte und Experteninterviews zur Akzeptanz und Nutzbarkeit der neuen Haushaltsdaten.
5 NORMATIVE, STRATEGISCHE UND OPERATIVE VERÄNDERUNGEN DURCH DIE POLITIK: Erläuterung konkreter politischer Reformen, insbesondere die Neuordnung der Ausschussstrukturen und die Etablierung des Eigenfinanzierungsvorbehalts.
6 EMPFEHLUNGEN FÜR EINE NEUE POLITISCHE STEUERUNG: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen zur weiteren Verankerung der Reform und zur Stärkung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen politischer Führung und Verwaltung.
7 RESÜMEE: Fazit über den Prozesscharakter der Doppik-Einführung und die Erkenntnis, dass die Wirkung des neuen Systems entscheidender ist als der reine Buchungsstil.
Doppik, Kommunalverwaltung, Haushaltsreform, Finanzmanagement, Politische Steuerung, Neues Steuerungsmodell, Landkreis Ebersberg, Ergebnisrechnung, Bilanzpolitik, Kosten- und Leistungsrechnung, Ausschussstrukturen, Transparenz, Verwaltungsmodernisierung, Generationengerechtigkeit, Haushaltsausgleich.
Die Arbeit analysiert die Einführung der doppischen Buchführung in einer Kommunalverwaltung und untersucht, wie dieses neue System die politische Steuerung und die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung verändert hat.
Im Zentrum stehen die Umstellung auf das NKF (Neues Kommunales Finanzmanagement), die Rolle von Transparenz und Information für politische Entscheidungsprozesse sowie die notwendige Anpassung von Gremien- und Ausschussstrukturen.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie durch die Doppik eine verbesserte politische Steuerung möglich wird und welche praktischen Erfahrungen ein Modell-Landkreis dabei gesammelt hat.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse und empirischen Forschungsmethoden, insbesondere durch die Auswertung schriftlicher Befragungen der Kreisräte sowie narrativer Interviews mit Entscheidungsträgern.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangssituation, die methodischen Unterschiede zwischen Kameralistik und Doppik sowie die Bewertung der politischen Wirkungen nach drei Jahren Erfahrung durch Befragungen.
Zu den Kernbegriffen zählen Doppik, Politische Steuerung, Kommunale Verwaltungsreform, Transparenz, Haushaltsausgleich und strategisches Management.
Es dient als rechtliche Begründung für die Notwendigkeit, bei der Haushaltskonsolidierung freiwillige Leistungen kritisch zu hinterfragen und die Konzentration auf kommunale Kernaufgaben zu forcieren.
Sie fungiert als entscheidendes Bindeglied, um in einem geschützten Rahmen zwischen den Ebenen zu vermitteln, den Dialog zu fördern und die Akzeptanz für die komplexen Reformschritte sicherzustellen.
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