Diplomarbeit, 2006
60 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehen
2 Sarbanes-Oxley Compliance-Anforderungen
2.1 Der Sarbanes-Oxley Act - allgemein
2.1.1 Definition
2.1.2 Anforderungen an Unternehmen
2.1.3 Der PCAOB Prüfungsstandard
3 Governance Frameworks
3.1 COSO
3.1.1 Ziel und Entstehung
3.1.2 Konzept und Inhalt
3.1.3 Nutzen für Sarbanes-Oxley Compliance
3.2 COBIT
3.2.1 Ziel und Entstehung
3.2.2 Konzept und Inhalt
3.2.3 Nutzen für Sarbanes-Oxley Compliance
3.3 ITIL
3.3.1 Ziel und Entstehung
3.3.2 Konzept und Inhalt
3.3.3 Nutzen für Sarbanes-Oxley Compliance
3.4 CMMI
3.4.1 Ziel und Entstehung
3.4.2 Konzept und Inhalt
3.4.3 Nutzen für Sarbanes-Oxley Compliance
3.5 Weitere Frameworks
3.5.1 ISO 9000
3.5.2 Six Sigma
3.5.3 Nutzen für Sarbanes-Oxley Compliance
4 Anforderungen an Governance Frameworks zur Umsetzung von Sarbanes-Oxley Compliance-Anforderungen
4.1 Corporate Governance
4.1.1 Aufstellung durch eine Gruppe von Experten
4.1.2 Verfügbarkeit
4.1.3 Systematische Korrektheit
4.1.4 Messung eines internen Kontrollsystems
4.1.5 Vollständigkeit
4.1.6 Evaluation des internen Kontrollsystems der Finanzberichterstattung
4.2 IT Governance
4.2.1 Kontrollumfeld
4.2.2 Risikobewertung
4.2.3 Kontrollaktivitäten
4.2.4 Information und Kommunikation
4.2.5 Monitoring / Überwachung
4.3 Gestaltung und Dokumentation der IT-Prozesse
4.4 Einschätzung des Reifegrades der Organisation
5 Zusammenfassende Übersicht / Fazit
5.1 Übersicht über die verschiedenen Anforderungen
5.2 Sarbanes-Oxley Compliance und Governance-Frameworks
5.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie verschiedene Governance-Frameworks Unternehmen bei der Erfüllung der Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act (insbesondere Section 404) unterstützen können. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von Frameworks für den Aufbau eines effektiven internen Kontrollsystems zur Finanzberichterstattung zu analysieren und einander gegenüberzustellen.
4.2.3 Kontrollaktivitäten
Kontrollaktivitäten werden für jedes Kontrollziel formuliert und sollen die identifizierten Risiken entschärfen. Für eine korrekte Finanzberichterstattung benötigen Unternehmen verlässliche IT-Systeme, sichergestellt durch effektive Kontrollaktivitäten.
COSO teilt IT-Kontrollaktivitäten in zwei Bereiche ein: General Controls und Application Controls.
General Controls stellen die Verlässlichkeit der Finanzinformationen sicher, die von den Anwendungen des Unternehmens erstellt werden. Beispiele sind:
● Kontrollen zur Datenhaltung, wie Datensicherung und Datenwiederherstellung
● Kontrollen der Software, die die effektive Einführung und Wartung von Software aller Art kontrollieren
● Kontrollen der Zugangssicherheit, die unangemessene und unerlaubte Nutzung des Systems verhindern
● Kontrollen der Entwicklung und Wartung, die alle Phasen von Softwareeinführungen oder Change-Prozessen betreffen
Application Controls sind in Software-Programme eingebettet, um unerlaubte Transaktionen zu verhindern oder zu entdecken. Einige Beispiele für Application Controls sind:
● Saldierungs-Kontrollen gleichen Beträge mit einer Kontrollsumme ab und entdecken so Eingabefehler. Zum Beispiel kann ein Unternehmen automatisch die Anzahl der Transaktionen aus dem Online-Bestellsystem mit der Anzahl der Transaktionen des Rechnungssystems abgleichen.
● Prüfziffer-Kontrollen dienen zur Datenvalidierung. Zum Beispiel enthalten Produktnummern eine Prüfziffer, um das Produkt und den Verkäufer zu überprüfen.
● In vordefinierten Datenlisten wird dem Benutzer eine Liste mit Daten vorgegeben. Zum Beispiel könnte die Intranetseite eines Unternehmens eine Liste von verfügbaren Produkten enthalten.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Hintergrund der Börsenskandale, die zur Einführung des Sarbanes-Oxley Act führten, und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Unterstützung durch Frameworks bei der Compliance-Umsetzung zu untersuchen.
2 Sarbanes-Oxley Compliance-Anforderungen: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act, insbesondere die Bedeutung des internen Kontrollsystems gemäß Section 404 für die Finanzberichterstattung.
3 Governance Frameworks: Hier werden zentrale Frameworks wie COSO, COBIT, ITIL und CMMI vorgestellt und ihr jeweiliger Nutzen für die Einhaltung von Compliance-Vorgaben analysiert.
4 Anforderungen an Governance Frameworks zur Umsetzung von Sarbanes-Oxley Compliance-Anforderungen: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und prüft, inwieweit die ausgewählten Frameworks spezifische regulatorische Anforderungen erfüllen und sich gegenseitig ergänzen können.
5 Zusammenfassende Übersicht / Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Frameworks für eine ganzheitliche Corporate Governance Strategie.
Sarbanes-Oxley Act, Compliance, Governance Frameworks, internes Kontrollsystem, Finanzberichterstattung, COSO, COBIT, ITIL, CMMI, Section 404, IT Governance, Prozessoptimierung, Reifegradmodell, Risikobewertung, Corporate Governance
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch den Einsatz verschiedener Governance-Frameworks die regulatorischen Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act effizient erfüllen können.
Die zentralen Felder umfassen die regulatorischen Anforderungen an interne Kontrollsysteme der Finanzberichterstattung, die IT-Governance sowie die Anwendung von Best-Practice-Frameworks.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welches Framework welche Aufgaben im Compliance-Prozess übernehmen kann und wie sich verschiedene Frameworks sinnvoll gegenseitig ergänzen.
Die Arbeit verwendet eine analytische Vorgehensweise, bei der spezifische Governance-Frameworks anhand von PCAOB-Kriterien untersucht und miteinander verglichen werden.
Im Hauptteil werden COSO, COBIT, ITIL und CMMI detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für eine regelkonforme Finanzberichterstattung evaluiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sarbanes-Oxley Compliance, IT Governance, COSO, COBIT und interne Kontrollsysteme charakterisieren.
COSO gilt als Standard-Framework, das die Anforderungen an ein internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung in seiner Gesamtheit abdeckt und vom PCAOB explizit empfohlen wird.
Während COSO das interne Kontrollsystem breit definiert, fokussiert sich COBIT detaillierter auf IT-spezifische Kontrollziele und dient somit als notwendige Ergänzung im IT-Umfeld.
Reifegradmodelle, wie sie in CMMI und COBIT verwendet werden, helfen dem Management, den Status quo der eigenen Prozesse zu bestimmen und Verbesserungspotenziale systematisch zu planen.
Nein, ITIL ist keine zwingende Voraussetzung, stellt jedoch eine wertvolle Sammlung von Best Practices dar, um die Dokumentation und Kontrolle von IT-Prozessen effektiver zu gestalten.
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