Diplomarbeit, 2005
96 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung
2 Begriff, Formen und Abgrenzung von Desinvestitionen
2.1 Die Herleitung des Desinvestitionsbegriffes
2.2 Desinvestitionsformen
2.2.1 Systematisierung von Desinvestitionsformen
2.2.2 Sell-off
2.2.3 Spin-off
2.2.4 Carve-out
2.2.5 Tracking Stock
2.2.6 Sonstige Desinvestitionsformen
3 Erklärungsansätze für Desinvestitionen
3.1 Deskriptive Erklärungsansätze
3.2 Wertsteigerungsansätze
3.2.1 Wertsteigerung durch wertorientierte Unternehmensführung
3.2.2 Wertsteigerung durch Kapitalmarktkontrolle
3.3 Kernkompetenzansätze
4 Der Desinvestitionsprozess
4.1 Phaseneinteilung
4.2 Initiierungsphase
4.3 Analysephase
4.3.1 Vorgehensweise der Analysephase
4.3.2 Qualitative Analyseverfahren
4.3.3 Quantitative Analyseverfahren
4.4 Realisierungsphase
5 Der empirische Erfolg von Desinvestitionen
5.1 Der Erfolgsbegriff
5.2 Zur Methodik der Erfolgsmessung
5.2.1 Kapitalmarktorientierte Methoden
5.2.2 Tobin-q Methoden
5.2.3 Weitere Formen
5.3 Systematisierung der bisherigen Forschung
5.4 Ergebnisse ausgewählter Erfolgsstudien
5.4.1 Ankündigungseffekte von Desinvestitionen
5.4.2 Kursreaktionen auf unterschiedliche Desinvestitionsformen
5.4.3 Kursreaktionen auf unterschiedliche Desinvestitionsmotive
5.4.4 Kursreaktionen zu einzelnen Elementen des Desinvestitionsmanagements
5.5 Handlungsempfehlungen für erfolgreiche Desinvestitionen
6 Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht den Erfolg von Desinvestitionen unter Berücksichtigung strategischer und finanzieller Faktoren, um die Forschungsfrage zu klären, ob es sich dabei um eine wertschöpfende Maßnahme handelt oder ob der Begriff an sich einen Widerspruch in sich darstellt.
2.2.2 Sell-off
Der Sell-off als klassischer Verkauf, d. h. der außerbörsliche, teilweise oder vollständige Verkauf einer rechtlich selbständigen Tochtergesellschaft oder einer unselbständigen Produktgruppe, einem Geschäftsbereich oder einer sonstigen Betriebseinheit an einen (industriellen) Käufer gegen Barzahlung oder andere liquide Mittel (asset deal), oder in Form von Aktien (share deal) bei dem ansonsten weitgehenden Erhalt der verkaufenden Mutterunternehmung.
Die spezifischen Motive für Sell-offs lassen sich zunächst in freiwillige, unternehmensinterne und in unfreiwillige, unternehmensexterne differenzieren. Als freiwillige wird insbesondere der Wille der Deglomerierung genannt. Unfreiwilligen Sell-offs liegt zumeist eine Entscheidung einer Kartellbehörde zugrunde.
Als Sonderform der Durchführung eines Sell-off gilt bei einigen Autoren der Management Buy Out, d. h. den signifikanten Unternehmensanteilsverkauf an und durch angestellte Manager. Dies kann auch unter Zuhilfenahme von Venture Capital erfolgen. Im Folgenden wird diese Sonderform von Desinvestitionen jedoch weitgehend ausgeklammert, da i. d. R. hierbei kein Kapitalzufluss in die Unternehmung stattfindet, da der Verkauf an die Manager meist zum Nennwert erfolgt und MBOs in der Literatur als Alternative zur Liquidation von Sanierungskandidaten oder zur Rückgängigmachung einer fehlgeschlagenen Akquisition im Unternehmensportfolio gelten.
Analog zum MBO wird im Folgenden mit Employee Buy Outs verfahren, die erst eine sehr geringe Bedeutung erreicht haben und bei denen der Verkauf anstatt an das Management an die Beschäftigten der Unternehmung erfolgt. Hierbei gelten die obigen Einschränkungen ebenso und so werden EBOs im weiteren Verlauf dieser Arbeit ebenfalls nicht als Desinvestitionen i. e. S. berücksichtigt.
Leverage Buy Outs sind aus Käufersicht eine reine Finanzierungstechnik für Unternehmenskäufe, welche zumeist mittels hohen Fremdkapitalanteils erfolgt. Daher stellen auch sie keine Desinvestitionen i. e. S. dar.
1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Strategie des Wachstums durch Kernkompetenzen und die Bedeutung von Desinvestitionen im Beteiligungslebenszyklus.
2 Begriff, Formen und Abgrenzung von Desinvestitionen: Definition und Abgrenzung von Desinvestitionen sowie Vorstellung der verschiedenen Formen wie Sell-off, Spin-off, Carve-out und Tracking Stock.
3 Erklärungsansätze für Desinvestitionen: Darstellung deskriptiver Ursachen sowie wertsteigerungs- und kompetenzbasierter Erklärungsansätze für Desinvestitionsentscheidungen.
4 Der Desinvestitionsprozess: Beschreibung der Phasen der Initialisierung, Analyse (qualitativ und quantitativ) und Realisierung des Desinvestitionsprozesses.
5 Der empirische Erfolg von Desinvestitionen: Analyse der empirischen Daten, Vorstellung der Methodik der Erfolgsmessung sowie Diskussion von Ergebnissen ausgewählter Erfolgsstudien.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Desinvestition, Sell-off, Spin-off, Carve-out, Tracking Stock, Shareholder Value, Kernkompetenz, Unternehmenswert, Kapitalmarkt, Ereignisstudie, Erfolgsmessung, Wertvernichter, Desinvestitionsprozess, Kapitalmarktkontrolle, Strategie.
Die Arbeit untersucht den Erfolg von Desinvestitionen als strategische Maßnahme zur Portfoliobereinigung und Wertsteigerung von Unternehmen.
Die zentralen Felder umfassen die Systematisierung der Desinvestitionsformen, die Erklärungsmodelle für diese Entscheidungen, den konkreten Ablauf des Prozesses sowie die empirische Erfolgsmessung.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Desinvestitionen tatsächlich wertsteigernd wirken oder ob der Begriff des "erfolgreichen Desinvestierens" ein Widerspruch in sich darstellt.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie eine Meta-Analyse empirischer Kapitalmarktstudien (Ereignisstudien), um den Erfolg von Desinvestitionen quantitativ einzuordnen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen (Kapitel 2 und 3) der Prozess der Desinvestition (Kapitel 4) sowie eine detaillierte Auswertung von Studienergebnissen zum Börsenerfolg (Kapitel 5) behandelt.
Wesentliche Begriffe sind Desinvestition, Shareholder Value, Spin-off, Sell-off, Carve-out sowie Erfolgsmessung am Kapitalmarkt.
Diese Formen führen in der Regel zu keinem signifikanten Kapitalzufluss in die Unternehmung, da der Verkauf oft zum Nennwert erfolgt, und dienen eher der Sanierung oder Korrektur fehlgeschlagener Akquisitionen.
Desinvestitionen dienen als glaubwürdiges Signal an den Kapitalmarkt, dass das Management wertorientiert handelt und die Transparenz durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen erhöht.
Spin-offs zeigen tendenziell die höchsten positiven Renditen, während Sell-offs moderate und Carve-outs oft die geringsten kurzfristigen Kursreaktionen aufweisen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

