Forschungsarbeit, 2007
30 Seiten, Note: "keine"
1. Einleitung
2. Beschreibung der Institution
3. Theoretischer Teil
3.1 Allgemein
3. 2 Körperliche Wirkung
3.2 Gesellschaftliche Schäden und individuelle Risiken
3. 3 Krankheitsbild Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit
3.4 Früherkennung und Diagnosemethoden
4. Untersuchungsdesign und Arbeitshypothese
5. Erhebungsmethode und Stichprobenbeschreibung
6. Datenauswertung und Beschreibung der Ergebnisse
6.1 Deskriptiver Betrachtung
6.1.1 Alter und Berufsjahre in therapeutischer Funktion
6.1.2 Geschlechtsaufteilung innerhalb der Stichprobe
6.1.3 Formale Ausbildungsabschlüsse und deren Verteilung
6.1.4 Einstellungsparameter der befragten Berater über verschiedene Aspekte der Alkoholproblematik
6.2 Korrelative Zusammenhänge (MAAP)
6.2.1 Voraussetzungen
6.2.2 Rollensicherheit
6.2.3 Engagement
6.3 Vergleich der Berufsgruppen
7. Fazit und Diskussion:
Die Arbeit untersucht die Einstellungen von Mitarbeitern in psychologischen Beratungsstellen und Einrichtungen der Lebenshilfe im Stadtgebiet Mannheim gegenüber Klienten mit kritischem Alkoholkonsum, um potenzielle Ansatzpunkte für zukünftige Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen abzuleiten.
3. Theoretischer Teil
Alkohol (aus dem arabischen “das Edelste“ bzw. “das Feinste“) dürfte wohl eines der ältesten Rauschmittel der Menschheit sein. Als Produkt einer enzymatischen bez. biokatalytischen Reaktion entsteht Ethanol, der bei Menschen eine berauschende Wirkung auslöst. Bereits in vorchristlicher Zeit beschreiben tradierte Überlieferungen die berauschende Wirkungsweise des Trinkalkohols auf den menschlichen Körper. Die griechische und römische Mythologie verehrte Dionysos und Bacchus unter anderem als Götter des Weines.
Ethanol (C2O6H) ist in seiner chemischen Eigenschaft ein Zellgift, das den menschlichen Körper schädigt und zur Abhängigkeit führen kann. Der über die Speiseröhre aufgenommene Alkohol gelangt über Magen und Darm in die Blutbahn und wird dadurch ins Gehirn transportiert. Dort wird zunächst die Ausschüttung körpereigener Opiate (sog. Endorphine) stimuliert, die ein Hochgefühl auslösen. Jedoch bleibt diese Wirkung nur erhalten, solange der Blutalkoholspiegel steigt. Sinkt die Alkoholkonzentration im Blut, hauptsächlich durch den Abbau in der menschlichen Leber, setzt ausgelöst durch Abbauprodukte und körpereigene Stoffe eine verringerte Endorphine Ausschüttung im Belohnungszentrum des Gehirns ein, die als unangenehm war genommen wird. Durch erneuten Substanzkonsum kann dies verhindert werden, was jedoch zu Toleranzsteigerung und Abhängigkeit führen kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Alkoholkonsums in der Gesellschaft und begründet die Notwendigkeit der empirischen Untersuchung von Personal in Beratungsstellen.
2. Beschreibung der Institution: Dieses Kapitel stellt das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim sowie die eingebettete Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin vor.
3. Theoretischer Teil: Es werden die Grundlagen über die Wirkung von Alkohol, gesellschaftliche Folgen, das Krankheitsbild der Abhängigkeit sowie gängige Diagnosemethoden dargelegt.
4. Untersuchungsdesign und Arbeitshypothese: Hier wird der methodische Ansatz erläutert, der auf dem AAPPQ-Fragebogen basiert, um Einstellungen des Personals zu erfassen.
5. Erhebungsmethode und Stichprobenbeschreibung: Dieses Kapitel beschreibt die postalische Befragung von 45 Beratungsstellen und die Zusammensetzung der Stichprobe.
6. Datenauswertung und Beschreibung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der deskriptiven Daten und die Korrelationsanalysen im Rahmen des Maudsley Alcohol Pilot Project (MAAP) werden hier präsentiert.
7. Fazit und Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, bestätigt die MAAP-Hypothese weitgehend und gibt Empfehlungen für künftige Weiterbildungsprogramme.
Alkoholismus, Suchtberatung, Einstellungsforschung, AAPPQ, SAAPPQ, MAAP-Hypothese, Früherkennung, Intervention, Beratungskultur, Berufsqualifikation, Prävention, Motivation, Rollensicherheit, Gesundheitswesen, Mannheim.
Die Arbeit untersucht die Einstellungen von Mitarbeitern in psychosozialen Beratungseinrichtungen gegenüber Klienten mit kritischem Alkoholkonsum, um den Bedarf an Sensibilisierung und Schulung zu identifizieren.
Die Themen umfassen die physiologische und gesellschaftliche Wirkung von Alkohol, die diagnostische Früherkennung, die Einstellung von Beratern zum Umgang mit Betroffenen sowie die Rolle der Ausbildung.
Das Ziel ist es zu prüfen, ob die Einstellungen der Berater mit deren Interventionsrate korrelieren und welche Barrieren (z.B. Zeitnot, mangelnde Rollensicherheit) den Umgang mit Alkoholproblemen im Alltag erschweren.
Es wurde eine standardisierte, postalische Umfrage unter Mitarbeitern von Beratungsstellen im Raum Mannheim durchgeführt, basierend auf einer deutschen Adaption des SAAPPQ-Fragebogens.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, die methodische Herleitung der Hypothesen sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Einstellungsdaten mittels deskriptiver Statistik und Korrelationsanalysen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Suchtberatung, Einstellungsforschung, Prävention, MAAP-Hypothese und Interventionsbereitschaft beschreiben.
Nein, die einfaktorielle Varianzanalyse zeigte, dass der formale Ausbildungsabschluss (z.B. Psychologe vs. Sozialarbeiter) keinen signifikanten Einfluss auf die Einstellungen gegenüber Klienten mit Alkoholproblemen hat.
Die Motivationsskala wies den stärksten Zusammenhang mit der Aktivität gegenüber Klienten auf, was sie zu einem kritischen Hebel für gezielte Aus- und Weiterbildungsprogramme macht.
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