Masterarbeit, 2020
141 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Die Vorbedingungen der Frauenbewegung
3.1. Geschichtlicher Rückblick zu den Ursprüngen der Menschheit
3.2. Mutterrecht vs. Vaterrecht und die Etablierung des Patriarchats
4. Die Französische Revolution und die Frauen
4.1. Die Lebenssituation der Menschen im ausgehenden 18. Jahrhundert
4.2. Exkurs Frauenbild der Zeit
4.3. Die Frauenfrage in Deutschland
4.4. Die Deutsche Revolution 1848 und die Institutionalisierung der Frauenbewegung in Deutschland
4.4.1. Trennung in proletarische und bürgerliche Frauenbewegung
4.4.2. Die bürgerliche Frauenbewegung
4.4.3. Proletarische Frauenbewegung
4.5. Errungenschaften und Grenzen - Was wurde erreicht?
5. Die Frauenbewegung in der DDR
5.1. Neue Wege… Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gründung der DDR
5.1.1. Die Gründung der DDR
5.1.2. Gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen
5.1.3. Die wirtschaftliche Situation der DDR
5.1.4. Das Bildungssystem der DDR
5.2. Frauenpolitik
5.3. Berufsförderung für Frauen
5.4. Institutionen der Frauenpolitik und der Internationale Frauentag
5.5. Die Lebenssituation der Frauen
5.6. Frauen in Führungspositionen
5.7. Grenzen der staatlichen Frauenpolitik
5.8. Das Ende des DDR-Staats und die Rolle rückwärts in Frauenfragen?
6. Die Frauengewerkschaftsbewegung in der BRD
6.1. Situation der Frauen in der Bundesrepublik
6.2. Die Frauenbewegung in der BRD
6.3. Frauen in der Gewerkschaft
6.4. Die Themen der Frauengewerkschaftsarbeit
6.4.1. Lohngleichheit für Frauen
6.4.2. Das Recht auf Arbeit für Frauen
6.4.3. Sicherung des Frauenarbeitsschutzes, Mutterschutz
6.4.4. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
6.4.5. Frauenbildungsarbeit
6.4.6. Aufwertung typischer Frauenberufe / Entgeltdiskriminierung
6.4.7. Frauen- und Gleichstellungspolitik
6.4.8. Führungspositionen
6.5. Traditionen und Einflüsse der Gewerkschafterinnen
7. Erkenntnisse und Ausblick
7.1. Zusammenfassung der einzelnen Kapitel
7.2. Wesentliche Zusammenhänge
7.3. Blick auf heute
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die historische Entstehung und Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland von 1848 bis 2019, mit einem besonderen Fokus auf die spezifische Situation von Frauen in der DDR sowie in der gewerkschaftlichen Arbeit der Bundesrepublik Deutschland, um die anhaltende Ungleichbehandlung der Frau wissenschaftlich zu analysieren.
3.1. Geschichtlicher Rückblick zu den Ursprüngen der Menschheit
Der Anthropologe und Mitbegründer der Ethnologie Lewis Henry Morgan (1818-1881) gilt als einer der ersten Wissenschaftler, der die menschliche Vorgeschichte zu ordnen begann.
„Man kann jetzt auf Zeugnisse von überwältigender Kraft hin behaupten, dass daß die Wildheit bei allen Stämmen der Menschheit der Barbarei vorherging, wie anerkanntenermaßen die Barbarei ein Vorläufer der Zivilisation war. Die Geschichte des Menschengeschlechts zeigt überall die gleichen Anfänge, die gleichen Erfahrungen, den gleichen Fortgang.“ (Morgan, 1908, S. XIII)
Er teilte die Entwicklung der Menschheit in drei Stufen ein, um daran den jeweiligen Fortschritt deutlich zu machen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Menschengeschlechts, muss nach Morgan auch die Entstehungsgeschichte der Familie gesehen werden. In ihrer Entwicklung hat die Familie viele aufeinanderfolgende Formen durchlebt und große Verwandtschaftssysteme geschaffen, die sich zum Teil bis heute erhalten haben. Ihr Weg lässt sich nachvollziehen von der Blutsverwandtschaftsfamilie über Zwischenformen bis zur monogamen Familie. Seiner Ansicht nach entwickelte sich parallel zur Menschheit und Familie, der Eigentumsbegriff. Während den Menschen in der Wildheit die Gier nach Reichtum noch völlig unbekannt war, veränderte sich dieser Umstand gravierend, je zivilisierter die Menschheit wurde (vgl. ebd., S. XIV f).
1. Vorwort: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation zur Auseinandersetzung mit der Frauenpolitik und Ungleichbehandlung, geprägt durch ihre eigene Biografie in der DDR und der Nachwendezeit.
2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Stand der Gleichberechtigung von Mann und Frau in Deutschland und stellt die Forschungsfrage, warum eine historische Betrachtung der Frauenbewegung zur Erfassung heutiger Missstände notwendig ist.
3. Die Vorbedingungen der Frauenbewegung: Dieses Kapitel liefert einen geschichtlichen Rückblick auf die Anfänge der Menschheit, die Entstehung des Patriarchats und die Entwicklung des Familienbegriffs.
4. Die Französische Revolution und die Frauen: Es wird die Bedeutung der Französischen Revolution als Auslöser für Forderungen nach Frauenrechten sowie die darauf folgende Entwicklung der bürgerlichen und proletarischen Frauenbewegung in Deutschland dargelegt.
5. Die Frauenbewegung in der DDR: Das Kapitel analysiert die politische Frauenpolitik der ehemaligen DDR, ihre Erfolge bei der Integration von Frauen in den Arbeitsprozess und die Grenzen des staatlich verordneten Gleichstellungsmodells.
6. Die Frauengewerkschaftsbewegung in der BRD: Hier liegt der Fokus auf der Geschichte und den Themen der gewerkschaftlichen Frauenarbeit in der Bundesrepublik, von der Nachkriegszeit bis zu aktuellen Herausforderungen.
7. Erkenntnisse und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Darstellung der Haupterkenntnisse und einem Blick auf die heutige Situation der Frauenbewegung und ihre Zukunftsfähigkeit.
Frauenbewegung, Gleichberechtigung, DDR, Frauenpolitik, Gewerkschaften, Patriarchat, Proletarische Frauenbewegung, Bürgerliche Frauenbewegung, Emanzipation, Arbeitswelt, Vereinbarkeit, Beruf und Familie, Gleichstellungspolitik, Geschlechtergerechtigkeit, Frauenarbeitsschutz
Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland von 1848 bis 2019, wobei die unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Situation der Frauen analysiert werden.
Die zentralen Themen sind der Wandel der Geschlechterverhältnisse, die institutionelle Frauenpolitik in der DDR, die gewerkschaftliche Frauenarbeit in der BRD sowie der Kampf um politische Partizipation und wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Das Ziel ist es, das Phänomen der (Un)-Gleichbehandlung der Frau historisch herzuleiten und zu verstehen, warum trotz gesetzlicher Garantien weiterhin strukturelle Ungleichheiten bestehen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse historischer und aktueller Quellen, um die Entwicklung der Frauenbewegung über verschiedene Zeitabschnitte hinweg darzustellen und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Vorbedingungen, die Anfänge durch die Französische Revolution, die spezifische Situation in der DDR sowie eine tiefgehende Betrachtung der Frauengewerkschaftsbewegung in der BRD.
Wichtige Begriffe sind Frauenbewegung, Gleichberechtigung, DDR, Frauenpolitik, Gewerkschaften, Patriarchat sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die Autorin erkennt die hohen Errungenschaften bei der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt und deren ökonomische Unabhängigkeit an, weist jedoch kritisch darauf hin, dass dies oft eine "Emanzipation von oben" war, bei der Frauen eher Objekt staatlicher Planung blieben.
In der BRD kämpften Gewerkschaftsfrauen lange Zeit gegen eine männerdominierte Struktur und ein Leitbild, das Frauen primär in einer häuslichen Rolle sah, wodurch frauenpolitische Anliegen oft als Randthemen behandelt wurden.
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