Diplomarbeit, 2005
81 Seiten, Note: 1
1. VORWORT
2. EINLEITUNG
3. GESELLSCHAFTSPOLITISCHER HINTERGRUND
3.1 DER BEGRIFF GOTIK
3.2 ANFÄNGE DER GOTISCHEN KATHEDRALE
3.2.1 ALLGEMEINES
3.2.2 GRÜNDUNGSBAU
3.2.3 GOTT IST LICHT
3.2.4 VOM KLOSTER ZUR KATHEDRALE
3.3 ZEITTAFEL DER GOTIK
4. GEISTIGER HINTERGRUND
4.1 SYMBOLIK DER HIMMELSRICHTUNGEN
4.1.1 OSTEN
4.1.2 SÜDEN
4.1.3 NORDEN
4.1.4 WESTEN
4.1.5 DAS KREUZ
4.1.6 SYMBOLIK VON LINKS UND RECHTS
4.2 DAS MATERIAL UND DIE TEILE DES GOTTES HAUSES IN MITTELALTERLICH-SYMBOLISCHER BEDEUTUNG
4.2.1 DIE STEINE
4.2.2 DER MÖRTEL
4.2.3 DER GRUNDSTEIN
4.2.4 DIE WÄNDE
4.2.5 DIE DECKE (HOLZTÄFELUNG)
4.2.6 DAS DACH
4.2.7 DAS PORTAL (PFORTE ZUR HIMMELSSTADT)
4.2.8 DAS TYMPANON
4.2.9 DIE GEGENPOLE: KRYPTA UND VIERUNGSTURM
4.2.10 DER ALTAR
4.2.11 DIE KIRCHENFENSTER
5. DIE ARCHITEKTUR DER GOTISCHEN KATHEDRALE
5.1 DIE BASILIKA
5.2 DIE BAUHÜTTE
5.3 GRUNDRISS UND AUFBAU
5.4 ELEMENTE DER GOTISCHEN BAUKUNST
5.5 DAS STREBEWERK
5.6 DIE SPITZBOGENTECHNIK
5.7 DAS KREUZRIPPENGEWÖLBE
5.8 WANDAUFBAU UND KATHEDRALENINNENRAUM
5.9 WANDGLIEDERUNG
5.10 WANDAUFRISSE DER KLASSISCHEN GOTISCHEN KATHEDRALE
5.11 DIE FIALE
5.12 DER WIMPERG
5.13 DAS MASSWERK
5.14 DIE FENSTERROSE
5.15 GLASMALEREI UND KIRCHENFENSTER
5.16 PORTAL
6. GRUNDGEDANKEN ZUM THEMA KINDER UND KIRCHE
6.1 WELCHE FRAGEN SIND ZU STELLEN?
6.2 OBJEKTIVITÄT BEIM KIRCHENBESUCH
6.3 PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN AUS DER SCHULPRAXIS
6.4 DIE STIFTSKIRCHE VIKTRING
6.4.1 VIKTRING
6.4.2 BERNHARDKAPELLE
6.4.3 DIE FREILEGUNG DER SPÄTGOISCHTEN GEWÖLBEFRESKEN
6.4.4 INTERVIEW MIT DER AKAD. RESTAURATORIN MAG. KARMA EDER
6.5 GOTIK IN KÄRNTEN
6.6 PROJEKTBESCHREIBUNG
6.6.1 DER LEHRAUSGANG
6.6.2 DIE PHASE DER NACHBEREITUNG
6.6.3 DAS BAUEN DES KIRCHENMODELLS
6.6.4 DAS PLANEN UND UMSETZEN EINES GOTISCHEN GLASFENSTERS
6.6.5 AUSZÜGE AUS DEM FORSCHUNGS TAGEBUCH
6.7 ARBEITSVORSCHLÄGE
7. SCHLUSSBEMERKUNG
Die Arbeit untersucht die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik unter besonderer Berücksichtigung ihrer symbolischen, architektonischen und theologischen Dimensionen. Ein zentrales Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese komplexen Inhalte mittels schulpraktischer Projekte – etwa durch Kirchenbesuche und kreative Gestaltungsaufgaben – Schülern und Schülerinnen vermittelt werden können, um ihr Verständnis für die Bedeutung der Kirche als Kultur- und Glaubensgut zu fördern.
3.2.3 GOTT IST LICHT
„Im Mittelpunkt des Werkes steht die Idee: Gott ist Licht. An diesem ursprünglichen, diesem unerschaffenen und schöpferischen Licht hat jede Kreatur teil. Je nach ihren Fähigkeiten, das heißt, je nach dem Rang, den sie auf der Stufenleiter aller Wesen einnimmt, je nach der Ebene, auf der das Denken Gottes sie hierarchisch ansiedelt, empfängt jede Kreatur die göttliche Erleuchtung, um sie selbst wieder abzustrahlen. Hervorgegangen aus einem Strahlenmeer, ist das Universum ein leuchtender Quell, der in Kaskaden herabstürzt, und das Licht, das vom höchsten Wesen ausgeht, beruft jedes einzelne erschaffene Wesen auf seinen unveränderlichen Platz.
Zugleich aber vereinigt es sie alle. Als Band der Liebe durchflutet es die ganze Welt, versetzt sie in den Zustand der Ordnung, verleiht ihr inneren Zusammenhalt, und da jeder Gegenstand das Licht mehr oder weniger reflektiert, bringt das Strahlenmeer durch eine ununterbrochene Kette von Reflexen eine umgekehrte Bewegung in Gang, die aus der tiefsten Finsternis emporsteigt, eine Spiegelbewegung, die zum Herd des Lichts zurückführt. Auf diese Weise erzeugt der glanzvolle Akt der Schöpfung aus sich selbst heraus einen von Stufe zu Stufe fortschreitenden Wiederaufstieg zu dem unsichtbaren und unsäglichen höchsten Wesen, von dem alles ausgeht. Über die sichtbaren Dinge, die sein Licht umso voller reflektieren, je höher sie innerhalb der Hierarchie stehen, strömt alles zu ihm zurück. So führt das Erschaffene über eine Leiter von Analogien und Konkordanzen bis zum Unerschaffenen. Indem man diese Konkordanzen eine nach der anderen erhellt, schreitet man fort in der Erkenntnis Gottes. Als absolutes Licht ist Gott mehr oder weniger verschleiert in jeder Kreatur enthalten, je nach dem, in welchem Maße diese empfänglich ist für eine Erleuchtung; so aber enthüllt ihn auch jede Kreatur nach ihren Fähigkeiten, denn angesichts dessen, der sie mit Liebe schaut, setzt sie den Teil des von ihr aufgefangenen Lichtes wieder frei. “
VORWORT: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Gotik und die Verknüpfung von kunstgeschichtlichen Aspekten mit ihrer pädagogischen Ausbildung.
EINLEITUNG: Es erfolgt eine inhaltliche Gliederung der Arbeit in historische Entwicklungen, architektonische Grundlagen und den schulpraktischen Bereich der Vermittlung.
GESELLSCHAFTSPOLITISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Städtebürgertums und die Rolle des Feudalismus für das Aufkommen der gotischen Kultur.
GEISTIGER HINTERGRUND: Hier wird das mittelalterliche Verständnis von Licht- und Raumsymbolik sowie die symbolische Bedeutung der Bauteile eines Gotteshauses behandelt.
DIE ARCHITEKTUR DER GOTISCHEN KATHEDRALE: Das Kapitel beschreibt bautechnische Errungenschaften wie Strebewerk, Spitzbogentechnik und Glasmalerei als konstituierende Merkmale des gotischen Stils.
GRUNDGEDANKEN ZUM THEMA KINDER UND KIRCHE: Der Fokus liegt auf der religionspädagogischen Vermittlung von Kirchenbau, Symbolik und Geschichte an Kinder, ergänzt durch einen Praxisbericht zum Projekt in der Stiftskirche Viktring.
SCHLUSSBEMERKUNG: Die Autorin reflektiert die Schwierigkeiten bei der Recherche und Komprimierung dieser komplexen Thematik für die schulische Arbeit.
LITERATURVERZEICHNIS: Aufzählung der verwendeten Quellen.
Gotik, Kathedrale, Architektur, Lichtsymbolik, Strebewerk, Glasmalerei, Kunstgeschichte, Religionspädagogik, Stiftskirche Viktring, Bautechnik, Symbolik, Mittelalter, Lehrausgang, Wandmalerei, Denkmalpflege.
Die Arbeit behandelt die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik, ihre architektonischen und spirituellen Hintergründe sowie die pädagogische Vermittlung dieser Themen an Schülerinnen und Schüler.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, der Symbolik, den architektonischen Konstruktionstechniken und der praktischen Umsetzung von Bildungsprojekten in Kirchen.
Das Ziel ist es, fundiertes Wissen über die Gotik zu vermitteln und einen konkreten Leitfaden für Lehrkräfte zu bieten, wie Kinder für die Kirche als Kulturdenkmal begeistert werden können.
Es handelt sich um eine kunstgeschichtliche Analyse kombiniert mit einem pädagogischen Projektbericht, der durch Literaturrecherche und empirische Beobachtungen im Unterricht gestützt wird.
Der Hauptteil befasst sich mit dem gesellschaftspolitischen Umfeld, theologischen Deutungen von Bauteilen, der Architektur (z.B. Strebewerk, Maßwerk) sowie einem Praxisbericht über ein Projekt an der Stiftskirche Viktring.
Die wichtigsten Begriffe sind Gotik, Kathedrale, Architektur, Symbolik, Licht, Glasmalerei, Religionspädagogik und Denkmalpflege.
Sie dient als konkretes Fallbeispiel für die gotische Architektur und spätgotische Wandmalerei in Kärnten und war Ausgangspunkt für das praktische Lehrprojekt der Autorin.
Die Schüler werden in Gruppen eingeteilt, bearbeiten Arbeitsaufträge zur Erforschung des Kirchenbaus, fertigen Skizzen an, lösen Rätsel und setzen abschließend ein Modell sowie ein eigenes Glasfenster um.
Gott wird als Licht begriffen, das die Welt durchflutet; die Architektur soll dieses Licht einfangen und die spirituelle Verbindung zur göttlichen Himmelsstätte verdeutlichen.
Die Restaurierung, insbesondere der spätgotischen Fresken in der Bernhardkapelle, wird detailliert erläutert, um die Erhaltung und Bedeutung dieses kulturellen Erbes zu unterstreichen.
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