Examensarbeit, 2007
115 Seiten, Note: 1,3
0. Vorbemerkung
1. Einleitung
2. Was ist eine Schülerfirma?
2.1 Das didaktische Konzept der Schülerfirma:
Der Projektunterricht
2.2 Definition und Beschreibung der Schülerfirma
2.3 Was ändert sich für die Schüler?
2.3.1 Was ändert sich für die Lehrer?
2.3.2 Was ändert sich für die Schulen?
2.4 Entwicklungsgeschichte der Schülerfirma
2.5 Nachhaltige Schülerfirmen
2.6 Der pädagogische Sinn einer Schülerfirma
2.6.1 Mögliche Ziele der Schülerfirma
2.6.2 Lernziele nach Geyer
2.7 Schülerfirma pro und contra
2.7.1 Entwicklung von Fachkompetenzen
2.7.2 Entwicklung von überfachlichen Kompetenzen
2.7.3 Vorteile der Schülerfirma
2.8 Rechtsformen von Schülerfirmen
2.8.1 Die Schüler-Aktiengesellschaft (S-AG)
2.8.2 Die Schüler-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (S-GmbH)
2.8.3 Die Schüler-Genossenschaft (S-eG)
3. Wie gründe ich eine Schülerfirma?
3.1 Gruppenfindung
3.1.1 Klassenfirma oder Arbeitsgemeinschaft?
3.2 Schulorganisatorische Bedingungen für die Gründung
3.3 Geschäftsidee
3.4 Rechtsfragen
3.4.1 Gesetzliche Grundlagen
Vier verschiedene Organisationsformen für Schülerfirmen
3.5 Organisatorische Fragen
3.6 Mögliche Unterstützung zur Bildung von Schülerfirmen
4. Schülerfirmen in der „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“
4.1 Definition und Beschreibung der SFG
4.1.1 Die Werkstufe
4.2 Schülerfirma in der SFG?
4.3 Die Schülerfirma im Rahmen des Lehrplans der SFG
4.4 Die Bedeutung der Schülerfirma für benachteiligte Schüler
5. Die Befragung
5.1 Das Ziel der Befragung
5.2 Die Durchführung der Befragung
5.3 Die Konzeption des Fragebogens
5.3.1 Fragebogen für Schulen mit Schülerfirma
5.3.2 Fragebogen für Schulen ohne Schülerfirma
6. Auswertung des Fragebogens
6.1 Auswertung des „Ja“ Fragebogens
6.2 Auswertung des „Nein“ Fragebogens
6.3 Besonderheiten
6.3.1 Eine Schülerfirma wurde beendet
6.3.2 Die Schülerfirmen werden gegründet
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung und Erfahrungen mit Schülerfirmen an Schulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz, um aufzuzeigen, wie diese pädagogische Methode zur Berufs- und Lebensvorbereitung benachteiligter Schüler beitragen kann.
2.2 Definition und Beschreibung der Schülerfirma
„Schülerfirmen können definiert werden als von den Schü ler/inne/n selbstständig betriebene ökonomische Projekte, in de nen sie ein Produkt herstellen bzw. eine Dienstleistung erbrin gen, die sie entweder nur in der Schule oder auch außerhalb der Schule verkaufen“ (siehe Dohmke-Aleithe 1999, S. 21). Schüler firmen sind Schulprojekte und keine realen Wirtschaftsunterneh men. Das bedeutet auch, dass vor allem pädagogische Ziele ver folgt werden und keine wirtschaftlichen. „Das Lernen steht im Mittelpunkt, nicht das Geldverdienen“ (siehe Dasecke 2002, S. 30). Schülerfirmen sollen und dürfen keine Konkurrenz zu realen Wirtschaftsunternehmen darstellen. Der pädagogische Gedanke hinter dieser Methode ist die Vorbereitung auf den späteren Be rufsalltag, um dadurch den Übergang zwischen Schule und Beruf zu erleichtern. Außerdem erlernen die Schüler Schlüsselqualifi kationen für den späteren Beruf und den Alltag. „Selbstständig keit, Unternehmergeist, Mut zur Innovation kann man nicht wie Fakten lernen, sondern muss sie als Anforderung und als eigene Qualifikation erfahren und entwickeln können“ (siehe Landesin stitut für Schule und Weiterbildung 2000, S. 8). Dazu bietet die Schülerfirma Gelegenheit, da die Schüler nicht nur theoretisch lernen, sondern praktisch eine Firma führen.
Ein ganz wichtiger Punkt für die Motivation der Jugendlichen ist, dass sie an praktischen Beispielen erkennen, wofür sie lernen und in welchen Situationen bestimmte Fähigkeiten und Fertigkei ten benötigt werden. Dabei bringen sowohl positive als auch ne gative Erfahrungen die Schüler in ihrem Berufsfindungsprozess weiter (vgl. Krause 2002, S. 7).
„Aus fachdidaktischer Sicht ist die Schülerfirma ein handlungs orientiertes Lehr-Lernarrangement, in dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, am Beispiel „ihres“ Unterneh-
0. Vorbemerkung: Erläuterung der Verwendung der maskulinen Sprachform in der Arbeit.
1. Einleitung: Vorstellung des Projektes und der persönlichen Motivation der Autorin zur Untersuchung von Schülerfirmen.
2. Was ist eine Schülerfirma?: Grundlagen, didaktische Konzepte, Ziele und rechtliche Aspekte von Schülerfirmen allgemein.
3. Wie gründe ich eine Schülerfirma?: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Planung und Umsetzung von der Gruppenfindung bis zur Geschäftsführung.
4. Schülerfirmen in der „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“: Analyse des Bildungsauftrags dieser speziellen Schulform und Integration von Schülerfirmen.
5. Die Befragung: Methodische Erläuterung zur Konzeption und Durchführung der Umfrage an Schulen in Rheinland-Pfalz.
6. Auswertung des Fragebogens: Statistische Analyse und Darstellung der Ergebnisse aus den zurückgesendeten Fragebögen.
7. Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerungen aus Theorie und praktischer Umfrage.
Schülerfirma, Förderschule, ganzheitliche Entwicklung, Berufsvorbereitung, Schlüsselqualifikationen, Projektunterricht, Arbeitspädagogik, Werkstufe, Wirtschaftspädagogik, Selbstständigkeit, Praxisorientierung, Rheinland-Pfalz, Inklusion, Kompetenzförderung, Schulkiosk
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Schülerfirmen als handlungsorientierte Lehrmethode, speziell an Schulen mit dem Förderschwerpunkt „ganzheitliche Entwicklung“ in Rheinland-Pfalz.
Die Themen umfassen die Definition und Ziele von Schülerfirmen, die praktische Gründungsberatung sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Erfahrungen an verschiedenen Förderschulen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Schülerfirmen an Förderschulen umgesetzt werden können und welchen Beitrag sie zur Berufsvorbereitung und persönlichen Entwicklung der Schüler leisten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu pädagogischen und ökonomischen Grundlagen sowie einer quantitativen Umfrage mittels Fragebögen, die an 39 Schulen in Rheinland-Pfalz verschickt wurden.
Im Hauptteil wird beleuchtet, wie Schülerfirmen im Rahmen des spezifischen Lehrplans der Förderschulen funktionieren und wie der Übergang von der Schule in das Berufsleben durch Praxisprojekte wie die Werkstufe unterstützt wird.
Wichtige Begriffe sind Berufsvorbereitung, Schlüsselqualifikationen, Projektunterricht, Werkstufe sowie die Förderung von Handlungskompetenz und Integration bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Obwohl es rechtlich oft als Schulveranstaltung läuft, hilft eine Rechtsform (wie S-AG oder S-GmbH) dabei, Realitätsnähe zu erzeugen und die Schüler im Umgang mit wirtschaftlichen Strukturen zu schulen.
Kooperationen mit Betrieben oder Institutionen werden als essenziell erachtet, um Beratung, Praktikumsplätze und finanzielle Sicherheit für das Projekt zu gewährleisten, wobei dieses Potenzial aktuell noch zu selten genutzt wird.
Die Beendigung deutet darauf hin, dass eine Überlastung der Lehrkräfte, mangelnde Einbeziehung der Schüler in den Entscheidungsprozess und ein zu hoher administrativer Aufwand das Scheitern des Projekts begünstigen können.
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