Bachelorarbeit, 2020
69 Seiten, Note: 2,4
1. Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik und Fragestellung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Methodik
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Marketing
2.1.1 Definition Marketing
2.1.2 Marketing-Mix 4Ps
2.2 Der deutsche Lebensmittelmarkt
2.2.1 Alnatura
2.2.2 Bio Company
2.2.3 Denn's Biomarkt
2.2.4 Vom Einfachen das Gute
2.2.5 Etepetete
2.2.6 Sirplus
2.2.7 Kaufnekuh.de
2.3 Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie
2.3.1 Definition Nachhaltigkeit
2.3.2 Ziele nachhaltigen Wirtschaftens
2.3.3 Definition Corporate Social Responsibility
2.4 Nachhaltigkeitsmarketing
2.4.1 Definition Nachhaltigkeitsmarketing
2.4.2 Konzept Nachhaltigkeitsmarketing
2.5 Öko- und Bio-Siegel
2.5.1 Demeter
2.5.2 Bioland
2.5.3 Naturland
2.5.4 Biokreis
2.5.5 EU-Bio-Logo
2.5.6 Das Siegel-Problem
2.6 Wandel der Zielgruppe: LOHAS
3. Praktischer Teil
3.1 Nachhaltigkeitsorientierte Strategien in der Lebensmittelindustrie
3.1.1 Fallbeispiel: Rügenwalder Mühle
3.1.2 Fallbeispiel: Milka
3.1.3 Fallbeispiel: Unilever
3.2 Experteninterviews
4. Beantwortung der Fragestellung
4.1 Umgestaltung des Marketing-Mix 4P
4.1.1 Nachhaltige Produktpolitik
4.1.2 Nachhaltige Preispolitik
4.1.3 Nachhaltige Vertriebspolitik
4.1.4 Nachhaltige Kommunikationspolitik
4.2 Ansatz Gemeinwohlökonomie
5. Zusammenfassung
5.1 Fazit und Zukunftsausblick
Die Bachelorarbeit untersucht, wie Unternehmen der deutschen Lebensmittelbranche den Marketing-Mix nachhaltig gestalten können, um den Anforderungen einer umweltbewussten Zielgruppe gerecht zu werden. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie kann der Marketing Mix nachhaltiger gestaltet werden?“
2.4.1 Definition Nachhaltigkeitsmarketing
Das Fundament des Nachhaltigkeitsmarketing stellt das klassische Marketing dar. Die Grundidee des Marketings ist, ein Unternehmen konsequent nach den Bedürfnissen des Marktes auszurichten (siehe 2.1.1 Definition Marketing). Zunehmend muss sich das klassische Marketing jedoch Vorwürfen stellen, mitschuldig am Entstehen der heutigen Konsumgesellschaft zu sein. Diese ist eine Wohlstandsgesellschaft, die aus Bequemlichkeit Dinge ersetzt anstelle eine Reparatur anzustreben. (vgl. Balderjahn & Hansen, 2001, pp. 1214-1217) Um dem ökologisch und sozial induzierten Wandel der Gesellschaft und dem damit verbundenen, gesteigerten Umweltbewusstsein zu entsprechen, muss sich auch das Marketing weiterentwickeln und vermehrt, entsprechend der Definition von Nachhaltigkeit, soziale, ökologische und ökonomische Perspektiven aufgreifen.
Bereits Ende der 1970er Jahre machte der Wirtschaftswissenschaftler Hans Raffée auf den Zwiespalt im kommerziellen Marketing aufmerksam. Er befand das unternehmerische Marketing einerseits als positiv, Versorgungs- und Wohlstandseffekte ließen sich darauf zurückführen. Andererseits bringe das gewinnorientierte Marketing auch Kritikpunkte mit sich, wie etwa allgegenwärtige Werbung, was maßgeblich zu überhöhtem Konsum beiträge. (vgl. Wiedmann, et al., 2004, pp. 469 - 470)
Das heutige Nachhaltigkeitsmarketing knüpft demnach an das konventionelle Marketing an, berücksichtigt jedoch zusätzlich die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. So soll Nachhaltigkeitsmarketing „die individuellen Kundenbedürfnisse auf eine Art und Weise befriedigen, dass ökologische Belastungen möglichst vermieden und soziale Anliegen so weit wie möglich berücksichtigt werden“ (Belz, 2003, p. 473) Nachhaltigkeitsmarketing ist demnach so zu verstehen, als dass Unternehmen nachhaltige Produkte im Sinne des konventionellen Marketings vermarkten, jedoch zeitgleich an Lösungen zur Behebung sozialökologischer Probleme mitwirken.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie ein und erläutert die methodische Herangehensweise anhand von Experteninterviews und Fallstudien.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Marketing, Nachhaltigkeit und CSR sowie die Bedeutung von Öko-Siegeln und der Zielgruppe LOHAS.
3. Praktischer Teil: Es werden konkrete Nachhaltigkeitsstrategien anhand von Fallbeispielen wie Rügenwalder Mühle, Milka und Unilever sowie durchgeführte Experteninterviews analysiert.
4. Beantwortung der Fragestellung: Das Kapitel leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines nachhaltigen Marketing-Mix (4Ps) ab und stellt den Ansatz der Gemeinwohlökonomie vor.
5. Zusammenfassung: Das Kapitel bietet ein abschließendes Fazit zur Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Nachhaltigkeitsmarketing, Lebensmittelindustrie, Marketing-Mix, CSR, LOHAS, Öko-Siegel, Nachhaltigkeit, Konsumentenverhalten, Gemeinwohlökonomie, Unternehmensstrategie, Bio-Lebensmittel, Nachhaltige Entwicklung, Zielgruppenanalyse
Die Arbeit untersucht die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das Marketing von Unternehmen innerhalb der deutschen Lebensmittelindustrie.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen von Marketing und Nachhaltigkeit, der Analyse von Siegeln, dem Wandel des Konsumverhaltens (LOHAS) und der praktischen Anwendung in Unternehmen.
Ziel ist es, fundierte Antworten auf die Frage zu geben, wie der klassische Marketing-Mix unter Berücksichtigung sozialökologischer Ziele nachhaltig gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturarbeit, ergänzt durch qualitative Experteninterviews und eine deduktive Analyse von Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse des Markt- und Siegelumfelds sowie einen praktischen Teil, in dem konkrete Unternehmensstrategien beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeitsmarketing, LOHAS, 4P-Marketing-Mix, Corporate Social Responsibility (CSR) und Gemeinwohlökonomie.
LOHAS-Konsumenten verfügen über eine überdurchschnittliche Bildung und ein höheres Einkommen, sind umweltbewusst und bereit, für Produkte mit nachhaltigem Mehrwert höhere Preise zu zahlen.
Die Arbeit thematisiert die enorme Fülle und Intransparenz der verschiedenen Siegel auf dem Markt, die den Verbraucher oft überfordern oder irreführen können.
Die Gemeinwohlökonomie wird als alternatives Wirtschaftsmodell vorgestellt, bei dem nicht die Gewinnmaximierung, sondern das Gemeinwohl und ökologische/soziale Werte im Zentrum unternehmerischen Handelns stehen.
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