Bachelorarbeit, 2019
51 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Definitionen und Klassifikation
2.1. Die autistische Störung als tiefgreifende Entwicklungsstörung
2.2. Historische Betrachtung der Autismusforschung
2.3. Frühkindlicher Autismus
2.4. Atypischer Autismus
2.5. Epidemiologie
3. Auffälligkeiten im Sprachverständnis und Sprachgebrauch
3.1. Sprache und Kommunikation
3.2. Spezifische Sprachentwicklungsstörung
3.3. Sprachdiagnostik bei Kindern mit ASS
3.4. Sprachliche Besonderheiten der Störung
3.4.1. Phoneme
3.4.2. Echolalie
3.4.3. Prosodie
3.4.4. Pragmatik
3.4.5. Mutismus
4. Ansätze zur sprachlichen Förderung
4.1. Früherkennung und Frühförderung
4.2. Individuelle Sprachtherapien
4.3. Der TEACCH-Ansatz
4.4. Aufmerksamkeits-Interaktions-Therapie (AIT)
4.5. Förderprogramme
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Autismus-Spektrum-Störung bei minimal verbalen Kindern mit dem primären Ziel, effektive Methoden zur Förderung der Kommunikations- und Sprachfähigkeit aufzuzeigen und die Relevanz einer frühzeitigen Intervention zu verdeutlichen.
3.4.1. Phoneme
Im Grunde können Jahre vergehen bis einzelne Laute und Phoneme einer Sprache vollkommen beherrscht werden. Gesunde Kinder entwickeln mit der Zeit kulturspezifische Intonationsmuster und lernen linguistische Signale voneinander zu unterscheiden. Die Bezugsentwicklung zu anderen Menschen spielt hier eine sehr wichtige Rolle für die allgemeine Sprachentwicklung, da sie die grundlegenden Werte der Kommunikation (Gestik, Mimik, Wissen über Objekte und Erfahrungen) weitergeben und dem Kind so optimalen Zugang zur Sprache gewähren (vgl. Sigman/Capps, 2000, S. 56).
Bei Kindern mit Autismus treten erste Sprechversuche relativ spät ein und entwickeln sich langsamer. Da sie mit der gemeinsamen Aufmerksamkeit Schwierigkeiten haben, brauchen sie in der Regel länger als gesunde Kinder, um neue Wörter zu lernen, können jedoch Sprachlaute genauso gut voneinander unterscheiden. Untersuchungen ergaben, dass konzeptuelles Wissen keine Beeinträchtigung der autistischen Störung ist, welche dem Erwerb der Bedeutung von Wörtern zugrunde liegt. Die idiosynkratische Verwendung von den in ihrem geringen Wortschatz zur Verfügung stehenden Wörtern ist grundlegend auf eine geistige Behinderung zurückzuführen. Daher sind geistig behinderte Autisten oft auch in der Lage konzeptuelle Wortkategorien herauszubilden und zu benennen. Es wurde ebenso nachgewiesen, dass Kinder mit autistischer Störung aus mehreren Bildern solche aussortieren konnten, die einer Kategorie angehören. Fraglich ist nur, ob sie auch die Bedeutung von Bildern und Wörtern erkennen, wie beispielsweise Meer, welches man mit den Begriffen „Urlaub“, „Strand“ und „baden“ in Verbindung bringen würde. Es hängt von dem jeweiligen Blickwinkel und Standpunkt der Person ab, ob sprachliche Bedeutungen erfasst werden. Forschungen bezogen sich auf eine geringe Anzahl von Wörtern für bestimmte Objekte (z. B. „Mädchen“, „Hund“). Jedoch gibt es einen Unterschied darin, ob nur einzelne Hauptwörter gedeutet werden können oder auch aufeinander beziehende Wörter, wie z. B. „Das Mädchen hat einen Hund“, für das Kind mit Autismus einen Sinn ergeben. Das Erkennen von größeren Bezügen bereitet Autisten deutliche Schwierigkeiten, anders als bei gesunden und geistig behinderten Kindern (vgl. Sigman/Capps, 2000, S. 64 f.).
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch persönliche Erfahrungen und definiert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über das Störungsbild sowie therapeutische Möglichkeiten zu geben.
2. Definitionen und Klassifikation: Dieses Kapitel erläutert die klinische Einordnung der Autismus-Spektrum-Störung in Klassifikationssystemen und beleuchtet die historische Entwicklung sowie epidemiologische Aspekte.
3. Auffälligkeiten im Sprachverständnis und Sprachgebrauch: Der Abschnitt analysiert die zentralen kommunikativen Hürden bei Kindern mit ASS, einschließlich spezifischer Phänomene wie Echolalie, Prosodie und Mutismus.
4. Ansätze zur sprachlichen Förderung: Hier werden bewährte Förder- und Therapiekonzepte, insbesondere der TEACCH-Ansatz und die AIT, detailliert vorgestellt und in ihrer methodischen Anwendung diskutiert.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit individueller, angepasster Förderkonzepte und unterstreicht den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Forschung zu therapeutischen Wirksamkeitsnachweisen.
6. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.
Autismus-Spektrum-Störung, Frühförderung, Kommunikation, Sprachtherapie, Echolalie, Mutismus, TEACCH, AIT, Sprachverständnis, Sozialverhalten, Entwicklungsstörung, Intervention, Verhaltenstherapie, Kanner-Syndrom, Inklusion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern, mit besonderem Fokus auf die Schwierigkeiten in der sprachlichen Kommunikation und die verschiedenen Möglichkeiten der Frühförderung.
Zentrale Themen sind die diagnostische Einordnung, die spezifischen sprachlichen Auffälligkeiten (z.B. Echolalie, Prosodie) und die Vorstellung klinischer Förderansätze wie TEACCH und AIT.
Ziel ist es, einen Überblick über das Störungsbild zu geben und aufzuzeigen, wie minimal verbale Kinder durch gezielte therapeutische Maßnahmen in ihrer Sprach- und Kommunikationsentwicklung unterstützt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien, Fachpublikationen und etablierter therapeutischer Konzepte zur Autismusförderung.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen und Erscheinungsformen sprachlicher Barrieren sowie die Wirksamkeit und praktische Anwendung verschiedener Therapieprogramme zur Verbesserung der sozialen Interaktion.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Autismus-Spektrum-Störung, Sprachförderung, Frühintervention und kommunikative Kompetenz definieren.
Der TEACCH-Ansatz legt den Fokus auf die Strukturierung der Umwelt und visuelle Hilfen, statt allein auf klassische verhaltensorientierte Konditionierung, um dem Kind Sicherheit und Orientierung zu geben.
Echolalie wird als ein häufiges Symptom beschrieben, bei dem Kinder Gehörtes wiederholen, ohne dabei immer eine primär kommunikative Absicht zu verfolgen; sie kann jedoch als Ausgangspunkt für therapeutische Interventionen genutzt werden.
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