Bachelorarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
2.1 Begriff des Fair Values
2.2 Stufenkonzept
2.2.1 Mark-To-Market Methode
2.2.2 Mark-to-Model
2.2.2.1 Inputfaktoren auf der Stufe 2
2.2.2.2 Inputfaktoren auf der Stufe 3
2.3 Alternative Bewertungsverfahren
2.3.1 Marktbasierter Ansatz
2.3.2 Kostenbasierter Ansatz
2.3.3 Einkommensbasierter Ansatz
3 Fair Value finanzieller Vermögenswerte
3.1 Begriff der finanziellen Vermögenswerte
3.2 Voraussetzungen
3.3 Klassifizierung und Folgebewertung
3.3.1 Fair Value through profit or loss
3.3.2 Fair Value through other comprehensive income
3.4 Vor- und Nachteile
4 Sachanlagen
4.1 Begriff der Sachanlagen
4.2 Neubewertungsmethode
4.2.1 Voraussetzungen
4.2.2 Durchführung
4.2.3 Vor- und Nachteile
5 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
5.1 Begriff der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
5.2 Modell des beizulegenden Zeitwerts
5.2.1 Voraussetzungen
5.2.2 Durchführung
5.2.3 Vor- und Nachteile
6 Abschließender kritischer Vergleich der Vermögenswerte
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit analysiert die Sinnhaftigkeit und die Anwendungsbereiche der Fair Value-Bewertung nach IFRS für finanzielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob das Fair Value-Konzept die Informationsvielfalt für Adressaten verbessert oder primär Ermessensspielräume für das Management schafft.
2.2 Stufenkonzept
Der Hauptbestandteil des IFRS 13 ist die Fair Value Hierarchie, welche aus dem IFRS 7 übernommen wurde. Die Fair Value Hierarchie wurde grundsätzlich durch den IASB mit der Intention der höheren Vergleichbarkeit und Vereinheitlichung bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingeführt. Im Rahmen der Fair Value Hierarchie wird eine Unterteilung des ermittelbaren Fair Values in drei qualitativ unterschiedlichen Stufen vorgenommen. Dabei ist zu erwähnen, dass es sich auf Grundlage der Formulierung einer höchsten und niedrigsten Priorität dieser Stufen um eine Rangfolge handelt, bei der die jeweils vorangehende Stufe eine höhere Qualität hinsichtlich der in die Ermittlung des Fair Values eingehenden Inputfaktoren aufweist und damit einen höheren Entscheidungsnützlichen Informationsgehalt aufweist.
Auf der ersten Stufe dieser Bemessungshierarchie werden die Inputfaktoren in Form von Preisnotierungen auf aktiven Märkten von identischen Vermögenswerten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts genutzt, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat. Diese Methode wird als Mark-To-Market Methode bezeichnet, da man sich hierbei auf eine marktbasierte Bewertung stützt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Fair Value-Bewertung nach IFRS ein und motiviert die Relevanz der Untersuchung durch den Paradigmenwechsel von historischen Kosten hin zu aktuellen Marktwerten.
2 Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen der Fair Value-Hierarchie, einschließlich der Mark-to-Market- und Mark-to-Model-Methoden sowie alternativer Bewertungsansätze.
3 Fair Value finanzieller Vermögenswerte: Hier werden die Klassifizierungskriterien und Bewertungskategorien für Finanzinstrumente (FVTPL, FVTOCI) sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile detailliert analysiert.
4 Sachanlagen: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung der Neubewertungsmethode für Sachanlagen, insbesondere die Voraussetzungen, Durchführung sowie die damit einhergehenden bilanziellen Ermessensspielräume.
5 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien: Diese Analyse behandelt die Bewertung von Investment Properties mithilfe des Modells des beizulegenden Zeitwerts unter besonderer Berücksichtigung der Bewertungshierarchie.
6 Abschließender kritischer Vergleich der Vermögenswerte: Ein kritisch-würdigender Vergleich, der die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Bewertungskonzepte zusammenführt und bewertet.
7 Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und ordnet die Bedeutung der Fair Value-Bewertung im Hinblick auf Objektivität, Komplexität und Informationsgehalt für den Jahresabschluss ein.
Fair Value, IFRS 13, Finanzinstrumente, Sachanlagen, Immobilien, Neubewertungsmethode, Bewertungskonzepte, IAS 16, IAS 40, Mark-to-Market, Mark-to-Model, Bilanzierung, Abschlussadressaten, Ermessensspielraum, Gewinnvolatilität
Die Arbeit untersucht kritisch die Fair Value-Bewertung von Vermögenswerten nach IFRS und analysiert, welche Unterschiede sich bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten, Sachanlagen und Immobilien ergeben.
Die zentralen Felder sind die methodischen Hierarchien der Fair Value-Ermittlung, die Klassifizierung von Finanzvermögen sowie die Anwendung spezifischer Bewertungsmodelle für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Das Ziel ist die Erörterung der Sinnhaftigkeit der Fair Value-Bewertung durch einen kritischen Vergleich der Anwendungsbereiche, insbesondere unter Berücksichtigung von Vor- und Nachteilen für gewinnmaximierende Unternehmen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, gestützt auf die einschlägigen IFRS-Standards (wie IFRS 13, IFRS 9, IAS 16, IAS 40) sowie eine umfangreiche Auswertung der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ermittlungsmethoden (Hierarchie) und die detaillierte Darstellung der speziellen Bewertungskategorien für die drei gewählten Vermögensklassen, jeweils inklusive ihrer spezifischen Vor- und Nachteile.
Wesentliche Begriffe sind Fair Value, IFRS, Bilanzierung, Mark-to-Market, Neubewertungsmethode, Informationsgehalt und Ermessensspielräume.
Dies liegt meist an der mangelnden Identität der Vermögensgegenstände und dem fehlenden aktiven Markt, was die Ermittlung schwierig macht und das Management zu subjektiven Schätzungen zwingt.
Da die Fair Value Option häufig eine erfolgswirksame Erfassung von Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung nach sich zieht, führt dies zu schwankenden Ergebnissen, die als Gewinnvolatilität bezeichnet werden.
Der Autor stellt fest, dass der IFRS-Abschluss primär der Informationsvermittlung dient und nicht direkt zur Ausschüttungsbemessung genutzt wird, wodurch der Gläubigerschutz nicht durch die Fair Value-Bewertung direkt missachtet wird.
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