Bachelorarbeit, 2019
47 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Abstract
1.2 Thema, Aufbau, Ziele und Begriffsdefinitionen
1.3 Methoden, offene Fragestellungen, Probleme und Fallauswahl
2. Staatsbürgerschaftsregime: Grundlagen
2.1 Geschichte und Entwicklung der Staatsbürgerschaft
2.2 Die Naturalisation/Einbürgerung
3. Theoretische Einbettung: Partizipations- und Integrationsformen
4. Fallauswahl
4.1 Die Schweiz
4.2 Frankreich
4.3 Deutschland
4.4 Die Niederlande
V.1 Soziale Integration
V.2 Politische Partizipation
V.3 Ökonomische Integration
5. Conclusio
5.1. Fazit
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen verschiedene Staatsbürgerschaftsregime auf die Integration und politische Partizipation von Migranten haben. Dabei wird analysiert, ob eine Senkung der Hürden für den Erwerb der Staatsangehörigkeit tatsächlich zu einer besseren sozialen, ökonomischen und politischen Integration führt oder ob andere Faktoren wie Bildung und Alter eine entscheidende Rolle spielen.
2.1 Geschichte und Entwicklung der Staatsbürgerschaft
Frühe Formen der Staatsbürgerschaft sind bereits im antiken Athen zu finden, jedoch hat dieses Konzept als Akkumulation von Rechten und Pflichten gegenüber einem Staat (im historischen Kontext eher „Staatlichkeit“) einen langen und wechselhaften Evolutionsprozess hinter sich. Bedeutend ist dabei der Übergang in die Neuzeit, in der der Staat nicht mehr auf religiöser Basis steht und kein „gottgewolltes“ Konstrukt mehr ist: „[…] der Übergang zur Moderne [geht] mit einer Abwendung von ‚natürlich‘ bzw. gottgewollten Ungleichheiten der Feudalgesellschaft einher, hin zu einer Ordnung auf Basis von weltlichem Recht und rechtlicher Gleichheit. Vormoderne Gesellschaften basieren auf religiöser Vergemeinschaftung und moderne Gesellschaften auf rechtlicher Ordnung. Zugespitzt formuliert wird die Religion nun durch die Nation als Vergemeinschaftungsmittel abgelöst und der Nationalstaat wirkt als eine Art Ersatzreligion“.
Mit der französischen Revolution und der daraus folgenden Revolutionsverfassung entstand 1791 erstmals eine schriftliche Definition der Staatsbürgerschaft, wie wir sie heute kennen. Der französische Staat verstand sich nun nicht mehr als reines Herrschaftsgebilde, sondern als Verbund von Bürgern und „exportierte“ sein Konzept der Staatsbürgerschaft schnell nach ganz Europa. David Reichelt bezeichnet das heutige Konzept der Staatsbürgerschaft als „Gleichheitgenerierendes Instrument vor dem Hintergrund der Nationsbildungen zu Zeiten der bürgerlichen und industriellen Revolution“ und erläutert dies anhand einer Studie von Roger Brubaker durch die Beispiele Frankreichs und Deutschlands.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsinteresse, die Zielsetzung sowie die methodischen Herausforderungen bei der Analyse von Staatsbürgerschaftsregimen und Integrationsprozessen vor.
2. Staatsbürgerschaftsregime: Grundlagen: Es werden die historischen Entwicklungen sowie die zentralen rechtlichen Prinzipien wie Ius Soli und Ius Sanguinis als Basis für die weitere Analyse definiert.
3. Theoretische Einbettung: Partizipations- und Integrationsformen: Das Kapitel führt die theoretischen Rahmenbedingungen ein, um soziale, politische und ökonomische Integration quantifizierbar zu machen.
4. Fallauswahl: Hier erfolgt eine detaillierte vergleichende Untersuchung der Staatsbürgerschaftsregime ausgewählter europäischer Staaten sowie spezifischer Indikatoren für Integrationserfolge.
5. Conclusio: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengeführt, um zu bewerten, welche Bedingungen für eine erfolgreiche Integration in verschiedenen Staatsbürgerschaftsregimen maßgeblich sind.
Staatsbürgerschaft, Naturalisation, Einbürgerung, Integration, politische Partizipation, Ius Soli, Ius Sanguinis, Migration, soziale Integration, ökonomische Integration, Staatsangehörigkeitsrecht, Migrationspolitik, kulturelle Adoption, Migranten, Europäische Staaten.
Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Staatsbürgerschaftsregime in europäischen Ländern die Integration und politische Teilhabe von Migranten beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen des Staatsbürgerschaftserwerbs, den Prozessen der Naturalisation und deren Auswirkung auf soziale, ökonomische und politische Integrationsindikatoren.
Es soll geklärt werden, welche Staatsbürgerschaftsregime die besten Bedingungen für eine gelungene Integration bieten und ob der Erwerb der Staatsbürgerschaft als Werkzeug die Integration aktiv fördern kann.
Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Daten aus dem Migrant Policy Index (MIPEX) sowie sozio-ökonomischen Daten, um diachrone und synchrone Vergleiche zu ziehen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung der Begriffe, die Untersuchung ausgewählter Fallbeispiele (Schweiz, Frankreich, Deutschland, Niederlande) sowie eine Analyse spezifischer Integrationsaspekte wie soziale Identifikation und Arbeitsmarkterfolg.
Wichtige Begriffe sind Naturalisation, Staatsbürgerschaftsregime, politische Partizipation, Ius Sanguinis, Ius Soli und Integrationserfolge von Migranten.
Die Schweiz wird als Sonderfall betrachtet, da der Einbürgerungsprozess zusätzlich zur Bundesebene stark auf kantonaler und kommunaler Ebene geprägt ist und teils direkt-demokratische Entscheidungsmechanismen beinhaltet.
Die Analyse zeigt, dass der Erwerb der Staatsbürgerschaft zwar positive Effekte auf die politische Partizipation hat, jedoch der Erfolg der Integration auch stark von anderen Faktoren wie dem Alter, dem Bildungsstand und dem familiären Hintergrund abhängt.
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