Masterarbeit, 2020
92 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Struktur
1.4 Interviewleitfaden
2 KRISEN
2.1 Unternehmenskrisen
2.1.1 Bedeutung und Begrifflichkeit
2.1.2 Eigenschaften der Unternehmenskrise
2.1.3 Phänomene mit Krisencharakter
2.2 Unternehmenskrise und deren Ursachen
2.2.1 Unternehmenskrisenverlauf
2.2.2 Phasenmodell nach Müller
2.2.3 Phasenmodell nach Krystek
2.3 Die Wirkung von Unternehmenskrisen
2.3.1 Unternehmenskrisen und deren endogene destruktive Wirkung
2.3.2 Unternehmenskrisen und deren exogene destruktive Wirkung
2.3.3 Unternehmenskrisen und deren endogene konstruktive Wirkung
2.3.4 Unternehmenskrisen und deren exogene konstruktive Wirkung
3 KRISENMANAGEMENT
3.1 Krisenmanagement im engeren Sinn
3.2 Krisenmanagement im weiteren Sinn
3.3 Sichtweisen auf das Krisenmanagement
3.3.1 System
3.3.2 Prozess
3.3.3 Institution
3.4 Begriffsabgrenzung zum Risikomanagement
3.5 Persönlichkeitsprofile in einer Krise
4 LERNEN
4.1 Lernbegriff
4.2 Lernen als Individuum
4.2.1 Reiz-Reaktion-Theorie
4.2.2 Sozial kognitive Lerntheorien
4.3 Lernen in der Gruppe
4.3.1 Partizipatives Lernen in der Gruppe
4.3.2 Kooperatives Lernen in der Gruppe
4.3.3 Kollektives Lernen in der Gruppe
4.4 Organisationales Lernen
4.4.1 Single Loop Learning
4.4.2 Douple Loop Learning
4.4.3 Deutero Learning
4.5 Lernen aus Krisen
5 FAZIT UND AUSBLICK
6 EMPIRIE
6.1 Forschungsmethode
6.2 Forschungsfrage und Forschungsdesign
6.3 Leitfaden des Interviews
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, ein theoretisches Konzept zu entwickeln, um Kriterien für das organisationale Lernen in produzierenden Unternehmen explizit aus Unternehmenskrisen abzuleiten. Dabei werden die Auswirkungen von Unternehmensgröße, Unternehmenskultur und -struktur auf den Lernprozess analysiert, um eine nachhaltige Krisenbewältigung zu unterstützen.
2.1.2 Eigenschaften der Unternehmenskrise
In diesem Abschnitt der Arbeit werden die Eigenschaften einer Unternehmenskrise behandelt. Zu Beginn werden wegweisende Elemente der Unternehmenskrise erläutert und im Anschluss wird auf die Komplexität im Kontext der unternehmerischen Krise eingegangen. Die Unternehmenskrise wird durch zentrale Eigenschaften und Elemente beschrieben und somit weiter präzisiert. Die Autoren Müller (1986) und Krystek (1987) beschreiben jeweils fünf Elemente, welche die allgemeingültigsten in der Literatur darstellen und folgend angeführt sind:
Existenzgefährdung: Durch eine Unternehmenskrise wird eine tiefgreifende Unternehmensgefährdung erzeugt, welche sich auf das gesamte Unternehmen bezieht.
Ambivalenter Ausgang: Der Ausgang der Unternehmenskrise ist nicht vorherbestimmt. Es kann sowohl zu einer Unternehmensvernichtung als auch zu einem positiven Krisenausgang kommen.
Gährdung der Unternehmensziele: Die Gewinnerzielung, Zahlungsfähigkeit und die Vermeidung von Überschuldung stellen Kernziele eines Unternehmens dar. Wird eines dieser Ziele gefährdet, so ist eine Krisensituation zwangsweise.
Prozess: Das temporäre Auftreten der Unternehmenskrise verleiht ihr einen Prozesscharakter. Die Personen im betroffenen Unternehmen und deren Wahrnehmungsvermögen sind ausschlaggebend für die Wahrnehmung der Unternehmenskrise als Prozess.
Problem der Unternehmenssteuerung: Die stattfindenden Prozesse in einer Unternehmenskrise können lediglich beschränkt durch ein vorhandenes Krisenmanagement gelenkt werden.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Thematik der Unternehmenskrisen in produzierenden Betrieben ein und definiert das Ziel, Kriterien für das organisationale Lernen unter Berücksichtigung von Unternehmensgröße und -kultur zu erarbeiten.
2 KRISEN: Es erfolgt eine detaillierte Begriffsbestimmung von Unternehmenskrisen, eine Einordnung in Phasenmodelle sowie eine Erläuterung der destruktiven und konstruktiven Wirkungen von Krisen.
3 KRISENMANAGEMENT: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Ansichten zum Krisenmanagement, differenziert zwischen präventiven und reaktiven Maßnahmen und grenzt den Begriff vom Risikomanagement ab.
4 LERNEN: Nach einer allgemeinen Definition des Lernbegriffs werden die Ebenen Individuum, Gruppe und Organisation beleuchtet und in den Kontext von Krisensituationen gesetzt.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Kriterien für das organisationale Lernen aus Krisen zusammen und gibt einen Ausblick auf die steigende Relevanz der Thematik für produzierende Unternehmen.
6 EMPIRIE: Der empirische Teil erläutert die gewählte Forschungsmethode, das Design der Experteninterviews sowie die methodische Vorgehensweise bei der Auswertung der qualitativen Daten.
Unternehmenskrise, Krisenmanagement, organisationales Lernen, produzierende Unternehmen, Krisenbewältigung, Phasenmodell, Fehlerkultur, Wissensträger, Unternehmenskultur, Krisensimulation, Resilienz, Führung, Prozesslernen, Single-Loop-Learning, Double-Loop-Learning.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie produzierende Unternehmen aus Unternehmenskrisen lernen können, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zentralen Felder umfassen Krisenmanagement, individuelle und organisationale Lernprozesse sowie deren spezifische Anwendung in produzierenden Unternehmen.
Das Hauptziel ist die Erarbeitung konkreter Kriterien für das organisationale Lernen, um aus einer Krise gestärkt hervorzugehen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche, die durch qualitative Experteninterviews in produzierenden Unternehmen empirisch ergänzt wurde.
Der Hauptteil verdeutlicht, dass in der Theorie beschriebene organisationale Lernprozesse in der realen Unternehmenspraxis oft nicht gelebt werden und identifiziert Hürden sowie Erfolgsfaktoren.
Neben Krisenmanagement und organisationalem Lernen sind insbesondere die Aspekte der Fehlerkultur, Unternehmenskultur und Führung entscheidend.
Strukturen wie Familienunternehmen weisen durch die Verknüpfung von Privat- und Geschäftsleben besondere Dynamiken auf, die das Lernverhalten und die Krisenbewältigung maßgeblich beeinflussen.
Krisenübungen und Simulationen dienen als proaktive Werkzeuge, um Abläufe zu festigen und das organisationale Lernniveau zu steigern, auch wenn sie für KMUs ressourcenintensiv sind.
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