Masterarbeit, 2016
67 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Gewalt und Aggression in der Schule: Theoretischer Bezugsrahmen
1.1 Schulische Gewalt in der Sozialforschung
1.2 Formen von Gewalt
1.2.1 Physische Gewalt
1.2.2 Psychische Gewalt
1.3 Motive gewalttätigen Verhaltens
1.4 Ursachen und Risikofaktoren
1.4.1 Persönlichkeitsmerkmale
1.4.2 Soziale Faktoren
1.4.3 Schulische Faktoren
1.4.4 Die Passivität der Opfer
1.5 Folgen von Mobbing und Gewaltverhalten
2. Mit Gewalt umgehen: Konzepte und Maßnahmen gegen Gewalt in der Schule
2.1 Gewaltintervention
2.1.1 Mediation
2.1.2 Anti-Aggressionstraining
2.1.3 Krisenteams
2.1.4 Die Trainingsraum-Methode
2.2 Gewaltprävention
2.2.1 Soziale Kompetenztrainings
2.2.2 Gewaltpräventionsprogramme
2.2.3 Netzwerke
2.2.4 Lehrerbildung und Schulqualität
2.3 Der Umgang von Lehrkräften mit Schülergewalt
2.4 Die Bedeutung der Elternarbeit in der Gewaltprävention
2.5 Ein Vergleich verschiedener Maßnahmen und ihrer Eignung für die Praxis auf Basis struktureller Voraussetzungen
Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Phänomen der physischen und psychischen Gewalt an deutschen Schulen. Das primäre Ziel ist es, die Ursachen und Erscheinungsformen schulischer Gewalt zu analysieren und ein umfassendes Verständnis für Interventions- sowie Präventionsstrategien zu vermitteln, um Lehrkräften Handlungsmöglichkeiten in ihrem beruflichen Alltag aufzuzeigen.
1.2.2 Psychische Gewalt
Eine wesentlich subtilere Form der Schädigung stellt die psychische Gewalt dar. Diese für Außenstehende oftmals nicht oder nur kaum zu erkennende Gewaltform erfordert eine weit fortgeschrittene soziokognitive Entwicklung auf Seiten des Täters, der bewusst die Schwächen seines Opfers erkennt und nutzt, um diesem Schaden zuzufügen (vgl. Wasilewski 2012: 11f.). Diese Form der Gewaltanwendung schließt jede Handlung ein, deren Ziel die Demütigung und Kränkung eines anderen beinhaltet (vgl. Wöbken-Ekert 1998: 17). Sie geht in vielen Fällen mit physischen Handlungen einher (z.B. Bespucken oder Treten), ist jedoch in ihrer Intensität häufig als noch schwerwiegender zu beurteilen (vgl. Meier 2004: 21), was sich besonders anhand der daraus resultierenden Folgeerscheinungen festmachen lässt (Näheres dazu in Kapitel 1.5). Ungeachtet dessen, wird nicht immer allzu häufig die tiefgreifende Wirkung psychischer Gewalt von Außenstehenden unterschätzt oder bagatellisiert (vgl. Ehlert 2006: 13).
Die häufigste Form psychischer Gewalt stellt das Mobbing, beziehungsweise das Bullying dar. Bis zu Beginn der 1990er Jahre hatte dieses Phänomen aufgrund fehlender wissenschaftlicher Fundierung noch keine eigene Bezeichnung. Mit der zunehmenden Sensibilisierung von Fachpersonen und Laien nahm jedoch auch seine Bedeutung zu. Der im deutschen Sprachgebrauch zumeist verwendete Begriff des Mobbings stammt ursprünglich aus dem Skandinavischen. »Mobbing« (Norwegen, Dänemark) oder auch »mobbing« (Schweden, Finnland) basiert auf dem englischen Wortstamm »mob« und bezieht sich auf das gewaltsame Einwirken einer Gruppe (engl.: mob = Pöbel, Gesindel, Verbrecherbande) auf einen Einzelnen (vgl. Olweus 2006: 22).
Gewalt und Aggression in der Schule: Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zum Thema schulische Gewalt, indem es Forschungsansätze, Gewaltformen sowie Motive und Ursachen von Aggressionen beleuchtet.
Mit Gewalt umgehen: Konzepte und Maßnahmen gegen Gewalt in der Schule: Dieser Abschnitt überträgt das theoretische Wissen in die pädagogische Praxis und stellt konkrete Interventions- sowie Präventionsstrategien vor.
Gewaltintervention: Hier werden spezifische Methoden wie Mediation und Anti-Aggressionstraining analysiert, um auf akute Vorfälle im Schulalltag reagieren zu können.
Gewaltprävention: Dieses Kapitel fokussiert sich auf langfristig angelegte Programme und Maßnahmen, die zur Stärkung sozialer Kompetenzen und zur Verbesserung der Schulkultur beitragen.
Der Umgang von Lehrkräften mit Schülergewalt: Der Fokus liegt auf der Rolle der Lehrkraft bei der Wahrnehmung und Bewältigung von Gewalt im Klassenzimmer.
Die Bedeutung der Elternarbeit in der Gewaltprävention: Hier wird die Notwendigkeit der Kooperation zwischen Schule und Elternhaus für den Erfolg präventiver Maßnahmen dargelegt.
Ein Vergleich verschiedener Maßnahmen und ihrer Eignung für die Praxis auf Basis struktureller Voraussetzungen: Abschließend werden die vorgestellten Programme anhand definierter Kriterien vergleichend gegenübergestellt, um eine Entscheidungshilfe für die Praxis zu bieten.
Fazit: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit einer frühzeitigen und komplexen Herangehensweise an das Thema Gewalt und betont die zentrale Rolle der Lehrkräfte und Schulleitungen.
Schulische Gewalt, Mobbing, Aggression, Gewaltprävention, Gewaltintervention, soziale Kompetenz, Schulsozialarbeit, Schulklima, Täter-Opfer-Problematik, pädagogische Verantwortung, Elternarbeit, Konfliktlösung, Anti-Aggressionstraining, Mediation, Schulentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewältigung von physischer und psychischer Gewalt im deutschen Schulkontext unter besonderer Berücksichtigung von Auslösern, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Aggression, Formen der Gewalt (z.B. Mobbing, Cyber-Mobbing), Ursachen und Risikofaktoren sowie konkrete Maßnahmen der Prävention und Intervention an Schulen.
Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für schulische Gewalt zu schaffen und Lehrkräften einen strukturierten Überblick über etablierte Programme zu geben, um aktiv gegen gewalttätiges Verhalten vorzugehen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender Forschungsstudien, Evaluationsergebnisse und Metaanalysen zur schulischen Gewaltforschung und Präventionspädagogik.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu Grundlagen, Ursachen und Motiven sowie einen praktischen Block, der Interventions- und Präventionskonzepte detailliert vorstellt und vergleicht.
Schlüsselwörter sind insbesondere schulische Gewalt, Mobbing, Gewaltprävention, Interventionskonzepte und soziale Kompetenz.
Prävention zielt auf die langfristige Vermeidung zukünftiger Gewalt durch Förderung sozialer Kompetenzen ab, während Intervention sich auf die direkte Reaktion auf bereits bestehende Konflikte und Gewaltfälle bezieht.
Die Arbeit betont, dass Elternarbeit essenziell ist, da die Kooperation zwischen Schule und Elternhaus eine notwendige Voraussetzung für die nachhaltige Wirkung von Gewaltpräventionsprogrammen darstellt.
Dieser Vergleich bietet Lehrkräften und Schulen eine Entscheidungshilfe, indem er die Wirksamkeit, Zielgruppen, Kosten und den Zeitaufwand verschiedener etablierter Programme kompakt gegenüberstellt.
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