Examensarbeit, 2007
119 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2. Wissenschaftlicher Theorie- und Literaturteil
2.1 Aktueller Bildungspolitischer Stand
2.2 Öffnung von Unterricht
2.2.1 Drei Ebenen der Öffnung von Unterricht
2.2.2 Nachteile des offenen Unterrichts
2.3 Mathematikunterricht im Wandel
2.3.1 Traditioneller Mathematikunterricht
2.3.2 Sachrechnen im Wandel der Zeit
2.3.2.1 Sachrechnen im 19. Jahrhundert
2.3.2.2 Sachrechnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
2.3.2.3 Sachrechnen in der Nachkriegszeit
2.3.2.4 Das neue Sachrechnen
2.3.3 Das Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens
2.4 Differenzierung im Schulwesen
2.4.1 Äußere und innere Differenzierung
2.4.2 Natürliche Differenzierung
2.4.3 Lernvoraussetzungen der Schüler im Mathematikunterricht
2.4.4 Differenzierung zum Bereich Sachrechnen
2.5 Öffnung von Aufgaben
2.5.1 Konzepte für Offene Aufgaben in der Fachliteratur
2.5.2 Typisierung von öffnenden Aufgabe
2.5.3 Kennzeichen offener Aufgaben
2.6 Problemhaltige Textaufgaben
2.7 Rechengeschichten
2.8 Struktur des Kerncurriculums des Fachs Mathematik
3. Ausarbeitung einer offenen Aufgabensequenz
3.1 Ziele der Aufgabensequenz
3.2 Grundidee, Themenfindung und die Auswahl des Themas
3.2.1 Methodische Vorüberlegungen
3.2.2 Didaktische Vorüberlegungen
3.3 Die Aufgabensequenz
3.3.1 Der Rahmen der Aufgabensequenz
3.3.2 Darstellung und Zuordnung der Aufgaben 1 - 3
3.4 Intention und Inhalte der Aufgabensequenz
3.4.1 Erwartungshorizont von Aufgabe 1
3.4.2 Erwartungshorizont von Aufgabe 2
3.4.3 Erwartungshorizont von Aufgabe 3
3.5 Bezug der Aufgaben 1 - 3 zum Kerncurriculum
3.6 Aspekte zum Analyseverfahren
4. Durchführung der Aufgabensequenz
4.1 Auswahl und Beschreibung der Testklasse
4.1.1 Auswahl und Beschreibung der Testklasse
4.1.2 Beschreibung des Lernstandes der Testklasse
4.2 Stundenverlaufsplanung zu der Aufgabensequenz
4.2.1 Stundenverlaufsplan zur Aufgabe 1 / Stunde 1
4.2.2 Stundenverlaufsplan zur Aufgabe 1 / Stunde 2
4.2.3 Stundenverlaufsplan zur Aufgabe 2 / Stunde 3
4.2.4 Stundenverlaufsplan zur Aufgabe 3 / Stunde 4
4.3 Überprüfung der Schülerergebnisse
4.3.1 Verfahren zur Analyse der Schülerergebnisse
4.4 Dokumentation der Schülerergebnisse
4.4.1 Produktorientierte Materialanalyse
4.4.1.1 Analyse und Interpretation von Aufgabe 1
4.4.1.2 Analyse und Interpretation von Aufgabe 2
4.4.1.3 Analyse und Interpretation von Aufgabe 3
4.4.2 Analyse und Interpretation der Audiotranskription
4.4.3 Analyse und Interpretation der Videotranskription
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einsatz offener Aufgaben zur natürlichen Differenzierung im Mathematikunterricht der Grundschule. Ziel ist es, durch eine sequenzielle Aufgabengestaltung die mathematischen Kompetenzen der Schüler zu fördern, wobei der Fokus auf dem selbstständigen Finden von Wegen, dem problemlösenden Denken und der Auseinandersetzung mit Inhalten in einem motivierenden Kontext liegt.
2.5.2 Typisierung von öffnenden Aufgabe
Nach BLUM/WIEGAND enthält eine offene Aufgabe die drei Elemente Anfangszustand A, Transformation T und Zielzustand Z.
Je nachdem, ob A, T oder Z klar (k) oder unklar (u) sind, ergeben sich folgende Typen: Typ 1: uuu Reale Sachprobleme, Rechengeschichten Typ 2: uuk Beweisprobleme Typ 3: kuu Vorstrukturierte Sachaufgaben, Projektaufbaben, Zielumkehraufgaben Typ 4: kuk (T mehrdeutig) Einige open-ended-Probleme (z.B. eine vorgegebene Flächenveränderung auf möglichst viele Arten) Typ 5: kku Zielumkehraufgaben mit bekannter Lösung Typ 6: kkk (T mehrdeutig) (herkömmliche) Aufgaben (Beispiel: Dreisatzaufgabe)
Offene Aufgaben können z.B. durch Weglassen von Angaben oder weniger eng formulierten Fragen geschaffen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Zielumkehr, bei der Ergebnisse üblicher Aufgaben vorgegeben werden und der Weg dahin gesucht wird. Diese Aufgaben müssen nicht aufwendig neu erstellt werden, sondern vorhandene Schulbuchaufgaben können durch Umformulierung in offene Aufgaben umgewandelt werden (vgl. Blum/ Wiegand, 2000, S. 52 – 55).
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung des Rahmens der Hausarbeit sowie der Zielsetzung des Projekts im Kontext der mathematischen Lernwerkstatt.
2. Wissenschaftlicher Theorie- und Literaturteil: Wissenschaftliche Fundierung der Begriffe "offene Aufgabe" und "natürliche Differenzierung" sowie Diskussion der historischen und aktuellen Entwicklung des Sachrechnens.
3. Ausarbeitung einer offenen Aufgabensequenz: Detaillierte Darstellung der entwickelten Aufgabensequenz, der methodischen Vorüberlegungen und der Zielsetzung im Einklang mit dem Kerncurriculum.
4. Durchführung der Aufgabensequenz: Dokumentation und Analyse der Praxiserprobung, inklusive der Vorstellung der Testklasse, der Stundenplanungen sowie der Interpretation der Schülerergebnisse.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse der durchgeführten Aufgabensequenz und kritische Reflexion der Unterrichtseinheit inklusive Ausblick.
Mathematikunterricht, Grundschule, offene Aufgaben, natürliche Differenzierung, Sachrechnen, aktiv-entdeckendes Lernen, Problemlösen, Modellieren, Kompetenzförderung, Lernwerkstatt, Binnendifferenzierung, Unterrichtsqualität, Schülerergebnisse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Gestaltung und Erprobung offener mathematischer Aufgaben in der Grundschule, um eine natürliche Differenzierung zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind die Öffnung von Unterricht und Aufgaben, das mathematische Sachrechnen sowie das Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer Aufgabensequenz, die Schüler unterschiedlicher Leistungsniveaus durch offene Aufgabenstellungen individuell fördert.
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, der neben der produktorientierten Materialanalyse auch Audio- und Videotranskriptionen zur Erfassung der Lösungsprozesse nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung, die detaillierte Vorstellung der drei Schatz-Aufgaben und die Analyse ihrer Durchführung in einer vierten Klasse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen natürliche Differenzierung, offene Aufgaben, Sachrechnen, Problemlösen und prozessbezogene Kompetenzen.
Die Reaktionen waren heterogen: Während leistungsstarke Schüler kreative Lösungswege entwickelten, waren andere durch den hohen Freiheitsgrad und die Komplexität teilweise überfordert.
Die Analyse der Transkripte zeigt, dass zu frühe Hilfestellungen durch die Lehrkraft den eigenständigen Problemlöseprozess der Kinder teilweise abkürzten und potenziell weitere Lösungsstrategien verhinderten.
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