Magisterarbeit, 2004
86 Seiten, Note: 1,6
Diese Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte des barocken Residenzensembles Neustrelitz in Mecklenburg. Der Fokus liegt auf den Entwicklungsprozessen der Residenzbildung, die mit der Entstehung des Fürstentums Mecklenburg-Strelitz im Jahre 1701 begann und mit der Verfestigung der Stadtgestalt endete. Die Studie beleuchtet die Motivationen und den Einfluss der beteiligten Akteure, darunter der Herzog und seine Gemahlin, die Landesstände, die Stadtverwaltung und die Bürger.
Die Arbeit beginnt mit der Darstellung der historischen Grundlagen der Residenzbildung, insbesondere der Landesteilung und der Gründung des Fürstentums Mecklenburg-Strelitz im Jahre 1701. Anschließend wird der Ausbau der ersten Residenz in Strelitz unter Adolph Friedrich II. und Adolph Friedrich III. beleuchtet. Dabei wird besonders auf die Rolle der Herzogin Dorothea Sophia von Holstein-Plöen bei der Finanzierung des Schlossbaus eingegangen. Die Studie analysiert den Brand des Strelitzer Schlosses von 1712, die Interimslösungen und die Bemühungen um einen Wiederaufbau, die schließlich zugunsten eines Neubaus außerhalb der Stadt aufgegeben wurden.
Ein weiteres Kapitel widmet sich dem fürstlichen Haus in Glieneke, das zunächst als Jagdschloss errichtet wurde und später zum neuen Residenzschloss ausgebaut wurde. Die Studie untersucht die Bauphasen, die Gestaltungsmerkmale und die Bedeutung des Gebäudes im Kontext der Residenzbildung. Die Gestaltung des Lustgartens in Glieneke und des Tiergartens werden im Detail beschrieben und ihre Bedeutung im Kontext barocker Gartenkunst herausgearbeitet.
Die Arbeit stellt auch den Neubau des Neustrelitzer Residenzschlosses und die damit verbundene Stadtplanung vor. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse des Stadtgrundrisses, der sich vom geometrischen Barock abhebt, und der Bedeutung der Stadtgestalt im Sinne der fürstlichen Repräsentation.
Residenzbildung, Barock, Architektur, Gartenkunst, Stadtplanung, Neustrelitz, Mecklenburg-Strelitz, Adolph Friedrich II., Adolph Friedrich III., Dorothea Sophia von Holstein-Plöen, Christoph Julius Löwe, Domenico Pelli, Stadterweiterung, Stadtneugründung, Repräsentation, Machtdemonstration, Gestaltungsprinzipien, historische Quellen, Aktenforschung.
Der 20. Mai 1733 gilt als das offizielle Gründungsdatum der Stadt Neustrelitz.
Nachdem das Schloss in Strelitz 1712 abgebrannt war, entschied sich der Herzog für einen Neubau in Glieneke, was schließlich zur Gründung von Neustrelitz führte.
Die Stadt hat einen quadratischen Marktplatz, von dem acht Straßen sternförmig abgehen – ein typisches Merkmal barocker Stadtplanung.
Der Lustgarten und der Tiergarten in Glieneke waren zentrale Bestandteile des Residenzensembles und dienten der fürstlichen Repräsentation.
Obwohl es als Neugründung gilt, untersucht die Arbeit die Hintergründe der Residenzverlagerung und das Verhältnis zur alten Stadt Strelitz.
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