Bachelorarbeit, 2007
54 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Vorgehensweisen
1.2 Definitionen
1.2.1 Der Begriff: Mode
1.2.2 Der Begriff: Modetheorie
2. Die modesoziologischen Ansätze von Rene König
2.1 Mode als soziales Phänomen
2.2 Mode als anthropologisches bzw. kulturelles Phänomen
2.3 Mode als historisches Phänomen
3. Modetheorie als Theorie des Wandels
3.1 Modeentstehung
3.2 Modeerscheinung
3.3 Modeauswirkung
4. Die Ausbreitungsstile der Mode nach König vor dem Hintergrund bekannter Modetheorien
5. Dimensionen des Wandels
5.1 Tiefendimension
5.2 Oberflächendimensionen
5.2.1 Optische Dimension
5.2.2 Akustische Dimension
5.2.3 Olfaktische Dimension
6. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den modesoziologischen Ansätzen von Rene König auseinander, um dessen spezifischen Beitrag zur Modesoziologie einzuordnen und in den Kontext bestehender Modetheorien zu stellen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Interdisziplinarität sowie die Vierdimensionalität des Modebegriffs nach König.
3.1 Modeentstehung
Das Ursachenspektrum ist bei König einmal beim Individuum zu finden, dass sich durch den bereits beschriebenen Trieb äußerlich ausdrücken möchte. Dieser Ausdruck wandelt sich mit der sich wandelnden „Aussage“ des Individuums. „ Denn der menschliche Reichtum der steten Selbsterneuerung des Lebens trägt seinen Sinn in sich selbst.“64
„ Es heißt dies nämlich nicht mehr und nicht weniger, als dass Mode keineswegs nur eine Rand- und Oberflächenerscheinung der sozialen Welt ist, sondern dass sie mit ihrer Verwurzelung in bestimmten anthropologischen, psychologischen, ethologischen und soziologischen Grundverhältnissen wirklich die Möglichkeit besitzt, zu einer elementaren Macht des sozialen Geschehens zu werden.“65
Darüber hinaus obliegt der Mode an sich der Wesenszug der ständigen Wandelbarkeit, der gerade die Mode ausmacht. Die Mode ist somit eine Regelmäßigkeit, die Abweichungen, von bereits bestehenden und feststehenden Sitten abbildet. Sie ist in sich regelmäßig und unumgänglich.66
Im Rahmen des historischen Aspektes der Mode ging König bereits auf die langfristigen Erscheinungsformen der Mode ein. Diese treten als Stil oder Sitte auf. Würden Still und Sitte verharren und sich nicht mehr entwickeln bzw. wandeln würden, sie ihre soziale, kulturelle und historische Funktion verlieren. Erst durch die „schöpferische Spontaneität“67 der Mode und die damit verbundenen Abweichungen bleiben Stil und Sitte in der notwendigen Konstanz, um ihre Funktion als Regelsystem sozialer, kultureller und geschichtlicher Natur.68
1. Einleitung: Einführung in die Person Rene König und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Die modesoziologischen Ansätze von Rene König: Darstellung der zentralen Konzepte Königs, wie Mode als soziales, anthropologisches und historisches Phänomen.
3. Modetheorie als Theorie des Wandels: Untersuchung der Entstehung, Erscheinung und Auswirkung von Mode als Prozess des Wandels.
4. Die Ausbreitungsstile der Mode nach König vor dem Hintergrund bekannter Modetheorien: Gegenüberstellung von Königs Ansätzen mit gängigen Verbreitungstheorien wie der Trickle-Theorie.
5. Dimensionen des Wandels: Differenzierung des Wandels in Tiefen- und Oberflächendimensionen inklusive optischer, akustischer und olfaktischer Aspekte.
6. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und Würdigung des interdisziplinären Beitrags von Rene König.
Rene König, Modesoziologie, Modetheorie, Modewandel, Modeausbreitung, Totalphänomen, Sozialpsychologie, Zivilisationsprozess, Trickle-Down-Theorie, Tiefendimension, Oberflächendimension, Kommunikation, Kulturgeschichte, Nachahmung, Innovation.
Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen Beitrag des Soziologen Rene König zum Bereich der Modesoziologie und ordnet seine Theorien in den wissenschaftlichen Diskurs ein.
Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Mode, die modesoziologischen Ansätze Königs, die verschiedenen Ausbreitungsstile sowie die psychologischen und kulturellen Dimensionen des modischen Wandels.
Das Ziel ist es, den Beitrag Rene Königs zur Modesoziologie aufzuzeigen und seine Theorieansätze mit anderen Modetheorien hinsichtlich ihrer Ursachen, Formen und Auswirkungen zu vergleichen.
Es wird primär die in der Soziologie verbreitete vergleichende Methode eingesetzt, um Königs Ansätze in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen und von anderen Thesen abzugrenzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Königs modesoziologischen Ansätzen, die Untersuchung der Modetheorie als Theorie des Wandels, eine Analyse der Ausbreitungsstile sowie die Erläuterung der verschiedenen Dimensionen des Wandels.
Wesentliche Begriffe sind Totalphänomen, Modewandel, Vierdimensionalität, Zivilisationsprozess sowie die verschiedenen sozialen, anthropologischen und historischen Phänomene der Mode.
König betrachtet Mode nicht isoliert, sondern als Teil eines umfassenden sozialen Regelungssystems, das tief in die Psyche und die zivilisatorische Entwicklung des Menschen eingebettet ist.
Während klassische Theorien oft stark auf Schichtenmodelle und den vertikalen Austausch fokussieren, legt König den Schwerpunkt auf eine ganzheitliche Langzeitbetrachtung, die Mode als ein interdisziplinäres, kulturelles Phänomen begreift.
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