Examensarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 1,0
1 Vorwort
2 Aktuelle Situation
2.1 Nachrichten und Schlagzeilen
2.2 Internationale Klimapolitik
2.2.1 Zur Geschichte der Internationalen Klimapolitik
2.2.2 Der vierte Sachstandsbericht des IPCC
2.3 Ursachen und Folgen des Klimawandels
2.4 Ursachen der ökologischen Krise
3 Theologische Grundlagen
3.1 Missverständnisse und Fehldeutungen
3.2 Biblische Grundlagen
3.2.1 Alttestamentliche Quellen
3.2.1.1 Auslegung des Schöpfungsauftrags in Gen 1-3
3.2.1.2 Auslegung des Dekalogs
3.2.2 Neutestamentliche Quellen
3.2.2.1 Die Botschaft Jesu vom Reich Gottes
3.2.2.2 Neutestamentliche Leitlinien für den Umgang mit der Natur
3.3 Bewahrung der Schöpfung – Schöpfungsauftrag
3.3.1 Der Wert der Natur
3.3.2 Der Mensch – Teil der Natur
3.3.3 Die Sonderstellung des Menschen
3.4 Ökologische Ethik
4 Die Ungerechtigkeiten des Klimawandels
4.1 Globale Ungerechtigkeit
4.2 Intergenerationelle Ungerechtigkeit
4.3 Ökologische Ungerechtigkeit
5 Klimaschutz im Bistum Würzburg
5.1 Gespräch mit dem Umweltbeauftragten der Diözese Würzburg
5.1.1 Die Aufgaben des Umweltbeauftragten
5.1.2 Wieso braucht eine Diözese einen Umweltbeauftragten?
5.2 Beiträge der Diözese Würzburg zum Schutz der Umwelt
5.2.1 Die Aktion - CO2 Fasten
5.2.2 Umweltmanagement im Kilianeum – Haus der Jugend
5.3 Zukünftige Beitragsmöglichkeiten der Diözese Würzburg zum Klimaschutz
6 Konsequenzen für die Zukunft
6.1 Konsequenzen für die Gesellschaft
6.2 Konsequenzen für den Einzelnen
6.2.1 Probleme in der Umsetzung des Klimaschutzes
6.2.2 Umweltbewusste Haushaltsführung
6.2.3 Umweltbewusste Fortbewegung
6.3 Konsequenzen für die Kirche
6.3.1 Aufruf zur Stellungnahme
6.3.2 Mit gutem Beispiel voran gehen
6.3.3 Die Menschen zu einem Beitrag und Verzicht ermutigen
7 Resümee
7.1 Rückblick
7.2 Persönliche Stellungnahme des Verfassers
8 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Klimawandel als zentrale Herausforderung für Kirche und Gesellschaft, mit dem Ziel, die moraltheologische Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung aufzuzeigen und konkrete Handlungsmöglichkeiten auf diözesaner sowie individueller Ebene zu erörtern.
3.2.1.1 Auslegung des Schöpfungsauftrags in Gen 1-3
In der priesterlichen Weltschöpfungserzählung wird der Mensch als letztes aller Geschöpfe, als Höhepunkt erschaffen (Vgl. Gen 1,26-30), verbunden mit der Beauftragung zum verantwortlichen Herrschen. Dazu W. Ernst: „Gott verleiht (dem Menschen) eine ganz besondere Nähe zu sich selber: Er ist als Person Gottes Ebenbild. (…) Er ist von Gott beauftragt, Gottes Herrschaftsrechte in der Welt durchzusetzen, die Erde in Besitz zu nehmen und verantwortlich über sie zu herrschen, so daß sie zu seiner eigenen und zur Wohnstatt Gottes unter den Menschen werden kann.“
Ergänzend dazu seine Auslegung zur Menschenschöpfungserzählung. „Der Mensch (adam) ist von Gott geschaffen, aber er ist eng mit der Erde (adama) verbunden. (…) Der Mensch ist Mitgeschöpf mit allem anderen Geschaffenen. Seine Bestimmung ist es, von der Erde Brot und Wein zu gewinnen (Ps 104,14-15), sich von der Erde als seinem Lebensraum zu ernähren, sich an ihr zu erfreuen und mit ihr Gott zu loben. Seine Beauftragung, die Erde zu »bebauen«, hat zugleich eine Begrenzung: die Erde zu »hüten«. (…) Mit dem Auftrag zur Bebauung und Bewahrung ist der Mensch darauf verwiesen, die Ordnungsgesetze der Schöpfung zu achten und die in sie hineingelegten Möglichkeiten zu entfalten.“
Der Mensch ist von Gott dazu bestimmt, die Erde zu bebauen und zu gestalten (zu „beherrschen“ Gen 1,26), dabei aber so verantwortungsbewusst, fürsorglich und weitsichtig zu handeln, dass er die Erde, das oikos (Lebenshaus) „hütet“ (Gen 2,15) und jede Generation von ihren Früchten leben kann. Der weitere Verlauf der biblischen Urgeschichten zeigt jedoch, dass der Mensch, schon von Beginn der Schöpfung an dem Willen Gottes nicht gerecht wurde.
Vorwort: Der Verfasser erläutert seine persönliche Motivation und die Zielsetzung der Arbeit, die christliche Verantwortung für den Klimaschutz hervorzuheben.
Aktuelle Situation: Dieser Abschnitt skizziert den anthropogenen Klimawandel, die internationale Klimapolitik sowie die ökologische Krise als dringliche Handlungsfelder.
Theologische Grundlagen: Das Kapitel befasst sich mit der biblischen Exegese des Schöpfungsauftrags, korrigiert Missverständnisse und begründet eine christliche Schöpfungsethik.
Die Ungerechtigkeiten des Klimawandels: Hier werden die globalen, intergenerationellen und ökologischen Aspekte der durch den Klimawandel verschärften Ungerechtigkeiten erörtert.
Klimaschutz im Bistum Würzburg: Anhand von Praxisbeispielen, wie dem Umweltmanagement im Kilianeum, wird das Engagement einer Diözese für den Klimaschutz konkret dargestellt.
Konsequenzen für die Zukunft: Das Kapitel leitet aus der Analyse konkrete Konsequenzen für die Gesellschaft, den Einzelnen und die Kirche ab, um ein nachhaltiges Handeln zu fördern.
Resümee: Ein Rückblick auf die theologischen Argumente und eine persönliche Stellungnahme des Verfassers zur Notwendigkeit individueller Verhaltensänderungen.
Ausblick: Der Autor reflektiert die zukünftigen Herausforderungen bei der Sensibilisierung von Kirche und Gesellschaft für den Klimaschutz.
Klimaschutz, Moraltheologie, Schöpfungsauftrag, Bistum Würzburg, ökologische Krise, Klimapolitik, anthropogener Klimawandel, Nachhaltigkeit, Schöpfungsethik, intergenerationelle Gerechtigkeit, Umweltmanagement, Bewahrung der Schöpfung, christliche Verantwortung, Umweltschutz, CO2-Einsparung
Die Arbeit beleuchtet den Klimaschutz als eine moraltheologische Herausforderung, die sowohl die Kirche als auch die gesamte Gesellschaft dazu verpflichtet, die von Gott geschenkte Schöpfung zu bewahren.
Zentrale Themen sind die aktuelle Klimasituation, die biblische und theologische Fundierung des Schöpfungsauftrags, die Ungerechtigkeiten des Klimawandels sowie praktische Beispiele kirchlicher Umweltschutzarbeit.
Das Ziel ist es, Christen und die Kirche zur aktiven Übernahme von Verantwortung im Klimaschutz zu bewegen, indem biblische Grundlagen und moderne ethische Notwendigkeiten verknüpft werden.
Die Arbeit nutzt einen moraltheologischen Ansatz, der biblische Texte und lehramtliche Dokumente auswertet und mit aktueller ökologischer Literatur sowie Praxisbeispielen aus der Diözese Würzburg in Beziehung setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der ökologischen Krise, die theologische Deutung des Schöpfungsauftrags (inklusive Altem und Neuem Testament) und die Analyse praktischer kirchlicher Klimaschutzmaßnahmen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schöpfungsauftrag, Klimagerechtigkeit, anthropogener Klimawandel, ökologische Ethik und kirchliches Umweltengagement geprägt.
Das Bistum Würzburg dient als Fallbeispiel für konkrete kirchliche Klimaschutzbemühungen, etwa durch die Arbeit eines Umweltbeauftragten, die Aktion "CO2 Fasten" und das nach EMAS validierte Umweltmanagement des Jugendhauses "Kilianeum".
Der Verzicht wird nicht als Mangel, sondern als Chance für neue Lebensmöglichkeiten verstanden, um als "Mitschöpfer" Gottes Verantwortung für kommende Generationen und benachteiligte Regionen zu übernehmen.
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