Bachelorarbeit, 2017
55 Seiten
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Struktur der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund und Softwaregrundlagen
2.1 Status Quo
2.2 Begriffsdefinitionen
2.2.1 Digital Nudging
2.2.2 Dual-Process Accounts / Zwei Systeme
2.2.3 Heuristiken und Biases
2.3 Psychologische Effekte
2.3.1 Framing
2.3.2 Status Quo Bias
2.3.3 Soziale Norm
2.4 Prozessmodelle im Digital Nudging
2.4.1 Digital Nudging Prozess nach Weinmann et al. (2016)
2.4.2 DINU-Modell nach Meske und Potthoff (2017)
2.4.3 Vergleich
3 Konzeption
3.1 Zentrale Anforderungen und Basisfunktionen
3.1.1 Funktionale Anforderungen
3.1.2 Nichtfunktionale Anforderungen
3.2 Content Management Systeme
3.2.1 Drupal
3.2.2 Drupal Architektur
3.3 Piwik
3.4 LimeSurvey
3.5 Gestaltung der Nudges
3.5.1 Popup Prompt Nudge
3.5.2 Framing Nudge
3.5.3 Soziale Norm Nudge
3.6 Struktur der Website
3.7 Designentscheidungen
3.7.1 Bootstrap
4 Implementierung der Weboberfläche
4.1 Drupal Grundaufbau
4.1.1 Inhaltstypen
4.1.2 Blöcke
4.1.3 Ansichten
4.2 Übersicht der Module
4.2.1 Essentielle Module
4.2.2 Optionale Module
4.3 Implementierung der Nudges
4.3.1 Umsetzung des Pop-Up Prompt mit Splashify
4.3.2 Umsetzung des Framing Nudge mit Menu attributes
4.3.3 Umsetzung des Nudges für soziale Norm mit HTML Code
4.4 Datenerfassung und Analyse
4.4.1 Datenerfassung und Export mit Piwik
4.4.2 Anzeige vergleichender Statistiken mit Statistics und Views
4.5 Einschränkungen und nicht umgesetzte Funktionalitäten
4.6 Grafische Oberfläche des Webportals
5 Fazit und Ausblick
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und prototypischen Implementierung eines Webportals, das Nutzern ihre Anfälligkeit gegenüber digitalen Nudges aufzeigt und über deren Wirkungsweise aufklärt. Ziel ist es, durch die Bereitstellung einer interaktiven Plattform empirische Daten zu sammeln und das Bewusstsein für Entscheidungsprozesse in digitalen Umgebungen zu schärfen.
2.4.1 Digital Nudging Prozess nach Weinmann et al. (2016)
Der Digital Nudging Prozess (DNP) nach Weinmann et al. (2016) ist ein lineares Prozessmodell, das einen Ablauf zur Entwicklung und Evaluierung von Nudges speziell in digitalen Entscheidungsumgebungen vorschlägt. Es umfasst fünf Schritte, die seriell durchlaufen werden.
(1) Define digital context and goals: Der Kontext, in dem die Entscheidung getroffen wird, sowie das Ziel, welches dadurch erreicht werden soll, bilden in diesem Modell die Grundlage. Sie wird zu Beginn definiert. Weinmann et al. (2016) basieren dies auf der Annahme, dass das Entscheiden immer durch den Kontext beeinflusst werden.
(2) Understand the decision process: In Abhängigkeit des Kontextes werden in dem zweiten Schritt des Modells relevante Heuristiken und Biases identifiziert. Sie umfassen, wie in Abschnitt 2.3 dargelegt, psychologische Effekte, die bewusst und unbewusst ausgelöst werden.
(3) Select nudge: Basierend auf den Erkenntnissen von (1) und (2) werden geeignete Nudges gewählt, die entweder Biases auslösen oder ihnen entgegenwirken können. Der DNP schlägt hier keine genauen Elemente zur Verwendung vor.
(4) Implement nudge: Die theoretisch erarbeiteten Nudges werden implementiert. Weinmann et al. (2016) gehen dabei vor allem auf die Manipulation des UI einer Webanwendung ein.
(5) Test / Experiment: Der letzte Schritt suggeriert die Evaluation des Nudges durch A/B Tests und Konsultation durch Experten. Sollte der Nudge nicht effektiv sein, gilt zuerst seine Präsentation zu überprüfen (ist der Nudge zu auffällig?). Erst danach wird ein Umdenken von (1) oder (2) in Erwägung gezogen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Motivation für das Thema Digital Nudging dar, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau.
2 Theoretischer Hintergrund und Softwaregrundlagen: Es werden grundlegende Begriffe, psychologische Effekte wie Framing und Status Quo Bias sowie gängige Prozessmodelle für das Digital Nudging erläutert.
3 Konzeption: Dieses Kapitel definiert die funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen, wählt das CMS Drupal als technische Basis aus und entwirft die Gestaltung der spezifischen Nudges.
4 Implementierung der Weboberfläche: Hier wird die praktische Umsetzung des Prototyps beschrieben, inklusive der verwendeten Module, der konkreten Implementierung der Nudges sowie der Methoden zur Datenerfassung.
5 Fazit und Ausblick: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und es werden Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen sowie die Weiterentwicklung des Systems diskutiert.
Digital Nudging, User Interface, Entscheidungsprozesse, Heuristiken, Biases, Content Management System, Drupal, Nutzerwahrnehmung, Framing, Soziale Norm, Webportal, Datenerfassung, Usability, Persuasionsforschung, Prototyp.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Digital Nudging auf das Entscheidungsverhalten von Nutzern in digitalen Umgebungen und der Entwicklung eines Webportals, um diese Effekte aufzuzeigen.
Die zentralen Themen umfassen Verhaltensökonomie (Nudging), Mensch-Computer-Interaktion (HCI), Web-Usability und die technische Implementierung mittels Content Management Systemen.
Das Ziel ist die Konzeption und prototypische Umsetzung eines Webportals, das Nutzern ihre Anfälligkeit für digitale Beeinflussung verdeutlicht und gleichzeitig eine Umgebung zur empirischen Erfassung dieser Prozesse bietet.
Es wird ein gestaltungsorientierter Ansatz gewählt, der theoretische Erkenntnisse der Entscheidungspsychologie in ein technisches Konzept (Prozessmodell) überführt und dieses prototypisch implementiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Konzeption des Portals unter Berücksichtigung von CMS-Architekturen sowie die detaillierte technische Umsetzung der Nudging-Elemente.
Wesentliche Begriffe sind Digital Nudging, Entscheidungsprozesse, Heuristiken, Biases, Drupal, Persuasionsforschung und Nutzerwahrnehmung.
Die Wirksamkeit wird durch das Tracking von Nutzerinteraktionen mittels Piwik und die Auswertung von Zugriffszahlen auf die jeweiligen Aufklärungsseiten der Nudges analysiert.
Drupal dient als flexibles Grundgerüst, das durch verschiedene Module (wie Splashify oder Menu attributes) so angepasst wurde, dass Nudging-Interventionen effizient implementiert und verwaltet werden können.
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