Bachelorarbeit, 2020
86 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Darstellung der bisherigen Standards zur Umsatzrealisation
2.1 Darstellung des IAS 18: Umsatzerlöse
2.1.1 Erträge aus dem Verkauf von Gütern
2.1.2 Erträge aus dem Erbringen von Dienstleistungen
2.1.3 Erträge aus der Nutzung von Vermögensgegenständen durch Dritte
2.2 Darstellung des IAS 11: Fertigungsaufträge
2.2.1 Auftragserlöse und Auftragskosten
2.2.2 Percentage-of-completion-Methode
2.2.3 Modifizierte Completed-Contract-Methode
3 Darstellung des IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden
3.1 Entstehung des IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden
3.2 Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisation
3.2.1 Schritt 1: Identifikation von Verträgen mit Kunden
3.2.2 Schritt 2: Identifikation separater Leistungsverpflichtungen
3.2.3 Schritt 3: Bestimmung des Transaktionspreises
3.2.4 Schritt 4: Allokation des Transaktionspreises
3.2.5 Schritt 5: Erfassung der Umsatzerlöse
3.3 Darstellung und Angaben zum IFRS 15
3.4 Vergleichende kritische Würdigung der Standards
4 Auswirkung des IFRS 15 auf ausgewählte DAX30-Unternehmen
4.1 Stand der Forschung
4.2 Untersuchungsdesign und Gang der Untersuchung
4.3 Auswirkung durch IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden
4.4 Kritische Würdigung der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse
5.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung des IFRS 15 und dessen Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis von DAX30-Unternehmen. Ziel ist es, zu analysieren, wie sich der neue Standard auf die Darstellung in Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Anhang auswirkt und welche Veränderungen in der Praxis gegenüber den bisherigen Standards IAS 11 und IAS 18 auftreten.
3.2.1 Schritt 1: Identifikation von Verträgen mit Kunden
Im Kontext des Fünf-Schritte Modells ist zunächst die Identifikation des Vertrags gemäß IFRS 15.9-21 durchzuführen.
Bei einem Vertrag handelt es sich nach der Erläuterung von IFRS 15.10 um die Vereinbarung von zwei oder mehr Vertragsparteien die durchsetzbare Rechte und Pflichten beinhaltet. Bevor der Vertrag berücksichtigt wird, müssen kumulativ die Kriterien des IFRS 15.9 erfüllt sein. Die Parteien haben den Bedingungen des Vertrages zugestimmt, daraus resultierenden Rechte und Pflichten als auch die Zahlungsbindungen sind identifizierbar. Der Vertrag hat wirtschaftliche Substanz. Schließlich muss davon auszugehen sein, dass die Gegenleistung vereinnahmt wird.
Bei der Beurteilung der durchsetzbaren Rechte und Pflichten ist auf das jeweilig geltende Zivil- und Vertragsrecht abzustellen, durch diese nationale Restriktion wird im Umkehrschluss allerdings die internationale Vergleichbarkeit eingeschränkt.
Bei der Wahrscheinlichkeit des Erhalts der Gegenleistung sind die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft des Kunden zu prüfen. Hängt die Zahlung von Genehmigungen von Auslandsbehörden ab oder hat der Kunde eine schlechte Bonität, so ist zunächst nicht von einer Vereinnahmung auszugehen. Die Umsatzrealisierung kann somit erst nach Zahlungseingang erfolgen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der Umsatzrealisierung, die Relevanz des IFRS 15 für die Unternehmensbewertung sowie die Zielsetzung und den Aufbau der Bachelor-Thesis.
2 Darstellung der bisherigen Standards zur Umsatzrealisation: Dieses Kapitel erläutert die bisherigen maßgeblichen Standards IAS 18 für Umsatzerlöse und IAS 11 für Fertigungsaufträge sowie deren jeweilige Erfassungs- und Bewertungsmethoden.
3 Darstellung des IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung des neuen IFRS 15, insbesondere des zentralen Fünf-Schritte-Modells, sowie eine kritische Würdigung der Unterschiede zu den Vorgängerstandards.
4 Auswirkung des IFRS 15 auf ausgewählte DAX30-Unternehmen: In diesem Kapitel wird der Stand der Forschung zusammengefasst, das Untersuchungsdesign erläutert und die empirische Analyse der Auswirkungen des IFRS 15 bei DAX30-Unternehmen präsentiert.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse aus den vorherigen Analysen zusammen und zieht ein abschließendes Fazit zur Forschungsfrage.
IFRS 15, Umsatzrealisation, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, DAX30, Jahresabschluss, Bilanzierungspraxis, Fünf-Schritte-Modell, Leistungsverpflichtungen, Transaktionspreis, Anhangangaben, IAS 11, IAS 18, Mehrkomponentenverträge, Vertragsvermögenswerte, Bilanzierungseffekte
Die Arbeit analysiert die Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 und dessen praktische Auswirkungen auf die Umsatzrealisation bei ausgewählten DAX30-Unternehmen.
Der Fokus liegt auf der Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden und den damit verbundenen Änderungen in der Praxis im Vergleich zu den vorherigen Standards IAS 11 und IAS 18.
Das Ziel ist es, zu eruieren, wie sich der neue IFRS 15 konkret in der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung und im Anhang der untersuchten Unternehmen auswirkt und inwieweit die Zielsetzung des IASB erreicht wurde.
Die Autorin nutzt eine strukturierende qualitative Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten sowie eine empirische Untersuchung von DAX30-Unternehmen, um Anpassungseffekte quantitativ und qualitativ zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der alten und neuen Standards sowie eine anschließende empirische Untersuchung, die den Stand der Forschung verifiziert und weiterführt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere IFRS 15, Fünf-Schritte-Modell, Umsatzrealisation, DAX30-Unternehmen, Anhangangaben und Vertragsvermögenswerte.
Die Wahl zwischen der modifizierten und der vollständig retrospektiven Methode hat Einfluss auf den Aufwand der Datenaufbereitung und die Vergleichbarkeit der Jahresabschlusszahlen mit den Vorperioden.
Anhangangaben dienen dazu, Adressaten mit entscheidungsrelevanten Informationen zu Art, Höhe, Unsicherheit und Cashflow aus Verträgen zu versorgen; ihre Bedeutung und ihr Umfang haben mit IFRS 15 deutlich zugenommen.
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