Masterarbeit, 2019
154 Seiten, Note: 1,1
1 EINFÜHRUNG
1.1 EINORDNUNG DES NGO-SEKTORS
1.2 THEORETISCHER RAHMEN
2 FORSCHUNGSSTAND
2.1 DER DRITTE SEKTOR IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN MIT FOKUS AUF KAMBODSCHA
2.2 ENTWICKLUNG EINER INTERNATIONALEN ZIVILGESELLSCHAFT DURCH NGOS
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
3.1 RELEVANTE KERNKONZEPTE DES NEOINSTITUTIONALISMUS
3.1.1 DAS ORGANISATIONALE FELD INTERNATIONALER NGOS
3.1.2 LEGIMITÄT
3.1.3 ENTKOPPELUNG
3.2 RESSOURCENABHÄNGIGKEIT VON NGOS IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN
3.3 FRAGESTELLUNG UND ANNAHMEN
4 METHODIK
4.1 DATENERHEBUNG
4.1.1 BEOBACHTUNGEN VOR ORT UND ENGAGEMENT IM FELD/FELDFORSCHUNG
4.1.2 TEIL-NARRATIVE INTERVIEWS MIT GESCHÄFTSFÜHRERN UND PROGRAMMLEITERN
4.2 DATENAUSWERTUNG UND -ANALYSE
4.3 METHODENKRITIK
5 ERGEBNISPRÄSENTATION: DAS FELD INTERNATIONALER NGOS IN PHNOM PENH
5.1 DAS ORGANISATIONALE FELD INTERNATIONALER NGOS IN PHNOM PENH
5.2 LEGIMITÄTSPROBLEMATIKEN DES KAMBODSCHANISCHEN NGO-SEKTORS
5.2.1 RATIONALE ORGANISATIONSSTRUKTUREN
5.2.2 KULTURRELEVANTE ARBEITSWEISEN
5.3 ENTKOPPLUNGSSTRATEGIEN DER NGOS IM SEKTOR
5.4 DIE RESSOURCENABHÄNGIGKEIT DES SEKTORS
6 DISKUSSION UND AUSBLICK
6.1 CHANCEN UND RISIKEN DES GLOBALEN FELDES FÜR NGOS IN PHNOM PENH
6.2 FOLGEN DER UNHINTERFRAGTEN ÜBERNAHME WESTLICHER RATIONALITÄTSMYTHEN ZUR LEGITIMIERUNG
6.3 SCHWÄCHUNG DER ZIVILGESELLSCHAFT DURCH ENTKOPPELUNGSSTRATEGIEN
6.4 RESSOURCENABHÄNGIGKEIT
6.5 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht Anpassungsprozesse und Begrenzungen von NGOs in Phnom Penh (Kambodscha) bei der Umsetzung westlicher Standards. Dabei wird analysiert, wie diese Organisationen Legitimationsdruck in einem globalen Feld begegnen und inwieweit sie westliche Rationalitätsmythen in ihre lokalen Organisationsstrukturen integrieren oder durch Entkoppelungsstrategien modifizieren.
3.1.2 Legimität
Wie eingangs erwähnt hängt das Überleben von Organisationen neben materiellen und technischen Ressourcen erheblich von einer durchgängigen kulturellen Bestätigung durch die Umwelt ab (vgl. Scott 1991). Damit Regeln innerhalb von Organisationen institutionalisiert werden können, bedürfen sie der Legitimierung durch die Gesellschaft (vgl. Berger und Luckmann 2004). Wichtig für das Bestehen von Organisationen ist die Korrelation von Stabilität und Legitimität. Ohne Legitimität verliert eine Organisation ihre Grundlage und kann somit (zumindest auf Dauer) nicht weiterbestehen (Boulding 1968; Senge und Hellmann 2006).
Legitimität wird in der Literatur in strategische und institutionelle Ansätze unterteilt (Suchman 1995). Der strategische Ansatz stellt Legitimität als operationale Ressource dar, die im Wettbewerb stehende Organisationen von ihrer kulturellen Umgebung beziehen und dann zur Erreichung ihrer Ziele einsetzen. Vertreter dieses Ansatzes sind vor allem Pfeffer und seine Kollegen, die den Ressourcenabhängigkeitsansatz maßgeblich entwickelt haben, der später in dieser Arbeit zum Tragen kommt (Ashforth und Gibbs 1990; Dowling und Pfeffer 1975). Der Legitimitätsprozess ist deshalb stark an eine hohe Kontrolle durch das Management gebunden, die symbolische Aktivitäten den tatsächlichen Outputs wie Verkäufen, Profit und Budget bevorzugen, wohingegen die Auftraggeber Aktivitäten von echter Bedeutung bevorzugen. Folglich mündet diese Beziehung häufig in einen Konflikt über die Art der Legitimationsaktivitäten.
1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung stellt das Forschungsthema vor, bettet NGOs in den globalen Kontext ein und definiert die grundlegende Problemstellung bezüglich der Legitimation von NGOs.
2 FORSCHUNGSSTAND: Es wird ein Überblick über den Sektor in Entwicklungsländern, speziell Kambodscha, gegeben und die Entstehung der internationalen Zivilgesellschaft durch NGOs beleuchtet.
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die Kernkonzepte des Neoinstitutionalismus wie das organisationale Feld, Legitimität und Entkoppelung sowie den Ressourcenabhängigkeitsansatz.
4 METHODIK: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Feldstudie inklusive Datenerhebung durch Interviews und Beobachtungen sowie die methodische Auswertung dargelegt.
5 ERGEBNISPRÄSENTATION: DAS FELD INTERNATIONALER NGOS IN PHNOM PENH: Die empirischen Ergebnisse werden präsentiert, wobei die Organisationsstrukturen, Legitimitätsproblematiken und Entkoppelungsstrategien der NGOs in Phnom Penh analysiert werden.
6 DISKUSSION UND AUSBLICK: Die Ergebnisse werden in den theoretischen Kontext eingeordnet, die Konsequenzen der Übernahme westlicher Mythen diskutiert und eine Prognose für die Entwicklung des Sektors gewagt.
NGOs, Neoinstitutionalismus, Kambodscha, Legitimität, Entkoppelung, Ressourcenabhängigkeit, Zivilgesellschaft, Organisationsstruktur, Weltkultur, Glokalisierung, Internationale Zusammenarbeit, Phnom Penh, Stakeholder-Management, Rationalitätsmythen, Entwicklungshilfe
Die Arbeit untersucht, wie NGOs in Phnom Penh westliche Standards übernehmen und welche Herausforderungen und Anpassungsprozesse sich daraus für ihre Organisationsstrukturen ergeben.
Die zentralen Felder umfassen den Neoinstitutionalismus, die Legitimität von NGOs, Abhängigkeiten von ausländischen Geldgebern sowie die kulturelle Einbettung der NGO-Arbeit.
Das Ziel ist es, die Anpassungsprozesse und die dabei auftretenden Begrenzungen westlicher Legitimationsstandards in der kambodschanischen Zivilgesellschaft zu identifizieren.
Die Autorin verwendet einen qualitativen, sozialkonstruktivistischen Ansatz, basierend auf teilstrukturierten Experteninterviews mit NGO-Managern und teilnehmender Beobachtung im Feld.
Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse aus dem Feld, analysiert die Organisationsstrukturen der NGOs und diskutiert die angewandten Entkoppelungsstrategien.
Die wichtigsten Begriffe sind NGOs, Neoinstitutionalismus, Legitimität, Entkoppelung, Ressourcenabhängigkeit und die spezifische Situation in Kambodscha.
Die Entkoppelung dient als Strategie, um trotz formaler Übernahme westlicher Organisationsstrukturen (die oft nicht effizienzsteigernd wirken) den für das Überleben notwendigen Anschein von Legitimität nach außen hin zu wahren.
Die Abhängigkeit von ausländischen Geldgebern führt oft zu einer Zielverschiebung (goal displacement) und zwingt Manager, sich eher den Erwartungen der Spender als den tatsächlichen Bedürfnissen der lokalen Zielgruppen anzupassen.
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