Masterarbeit, 2019
192 Seiten, Note: 1,5
Die Masterarbeit „Berliner Bären" widmet sich einer sozial- und kulturgeschichtlichen Analyse der Beziehung zwischen der Berliner Bevölkerung und ihren Stadtbären. Dabei wird die Zeitspanne von 1937 bis 1995 untersucht, also die Jahre der NS-Zeit, der DDR und der Nachwendezeit. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung und Wandlung dieser Beziehung im Kontext des politischen und gesellschaftlichen Wandels zu beleuchten.
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Bär*innenhaltung, Berliner Stadtgeschichte, Zoogeschichte, Mensch-Tier-Beziehungen, kulturelle Identitätsbildung, Politik und Gesellschaft, NS-Zeit, DDR und Nachwendezeit. Im Zentrum stehen die Analyse der öffentlichen Inszenierung der Berliner Stadtbär*innen, die Herausarbeitung der unterschiedlichen Perspektiven auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie die Bedeutung der Bären als kulturelles Symbol und Identifikationsfigur.
Die Arbeit untersucht die Beziehung zwischen der Berliner Bevölkerung und den Stadtbären im Zeitraum von 1937 bis 1995.
Wilhelm Bade, ein Mitarbeiter des Reichspropagandaministeriums, regte 1937 an, etwas „Lebendiges“ für die Stadt zu schaffen, woraufhin der Zwinger im Köllnischen Park entstand.
Die Bären wurden als mediale Stars in drei verschiedenen Staatssystemen (NS-Staat, DDR, BRD) inszeniert und dienten als Projektionsflächen für die jeweilige Ideologie und Propaganda.
In der DDR entwickelten die Bürger eine enge emotionale Bindung zu Bären wie Nante und Jette. Der „Bärenvater“ August Porath war dabei eine zentrale Identifikationsfigur.
Nach 1990 führten neue Tierschutzgesetze und veränderte gesellschaftliche Ansichten zu emotionalen Diskussionen über den Fortbestand des Zwingers und die Haltungsbedingungen.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung des Bären vom Wappentier hin zum lebendigen kulturellen Symbol und zur Identifikationsfigur für die Stadtbewohner.
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