Diplomarbeit, 2007
154 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitende Betrachtung
2 Handlungsbedarf bei Zeitschriftenverlagen
2.1 Klassisches Erlösmodell eines Zeitschriftenverlages
2.2 Problemfeld Lesermarkt
2.3 Problemfeld Werbemarkt
3 Zeitschriften als Marke
3.1 Klärung des Markenbegriffs
3.1.1 Definition des Markenbegriffs
3.1.2 Funktionen einer Marke
3.1.2.1 Unternehmenssicht
3.1.2.2 Konsumentensicht
3.1.3 Markenidentität und Markenimage
3.2 Zeitschriftenmarke
3.2.1 Besonderheiten des Zeitschriftenprodukts
3.2.2 Ziele der Zeitschriftenmarke
4 Markentransfer
4.1 Wesen und Begriff des Markentransfers
4.1.1 Line Extensions
4.1.2 Category Extensions
4.2 Vorteile des Markentransfers
4.3 Gefahren des Markentransfers
4.4 Erfolgsfaktoren des Markentransfers
5 Medialer Markentransfer von Zeitschriften
5.1 Line Extensions
5.2 Cross-mediale Line Extensions
5.3 Mediale Nebenprodukte
6 Nicht-mediale Nebenprodukte
6.1 Definition
6.2 Konzeption und Realisierung
6.2.1 Ideengewinnung
6.2.2 Produktwahl
6.2.2.1 Quellen für Produktideen
6.2.2.2 Auswahl der Produktideen
6.2.3 Auswahl eines Partners
6.2.3.1 Möglichkeiten
6.2.3.2 Auswahlkriterien
6.2.4 Distribution
6.2.5 Kommunikative Maßnahmen
6.2.5.1 Verpackungsgestaltung
6.2.5.2 Redaktionelle Begleitung im Heft
6.2.5.3 Direktkommunikation
6.2.5.4 Verkaufsförderung
6.3 Chancen und Risiken der nicht-medialen Nebenprodukte
6.3.1 Chancen
6.3.1.1 Erlöspotential
6.3.1.2 Stärkung der Zeitschriftenmarke
6.3.1.3 Erhöhung der Kundenbindung
6.3.1.4 Gewinnung neuer Anzeigenkunden
6.3.1.5 Gewinnung neuer Leser
6.3.2 Risiken
6.3.2.1 Verwässerung der Marke
6.3.2.2 Verlust von Anzeigenkunden
6.3.2.3 Grenzüberschreitung zwischen Redaktion und Vermarktung
6.4 Erfolgsfaktoren
6.4.1 Fit zwischen Zeitschriftenmarke und nicht-medialem Nebenprodukt
6.4.2 Qualität der Zeitschrift
6.4.3 Auswahl des Partner
6.4.4 Corporate Identity
7 Marktstatus und Marktentwicklung
7.1 Marktstatus
7.1.1 Allgemein
7.1.2 Nicht-mediale Nebenprodukte nach Gattungen
7.1.2.1 Vorgehensweise der Recherche
7.1.2.2 Aktuelle Zeitschriften
7.1.2.3 Elternzeitschriften
7.1.2.4 Esszeitschriften
7.1.2.5 Frauenzeitschriften
7.1.2.6 IT- und Telekommunikations-Zeitschriften
7.1.2.7 Kinder- und Jugendzeitschriften
7.1.2.8 Lifestyle-Zeitschriften
7.1.2.9 Motorpresse
7.1.2.10 Sportzeitschriften
7.1.2.11 Wirtschaftspresse
7.1.2.12 Wissenszeitschriften
7.1.2.13 Wohn- und Gartenzeitschriften
7.1.2.14 Weitere Gattungen
7.1.3 Gattungsübergreifende Erkenntnisse
7.1.3.1 Aktivität im nicht-medialen Bereich
7.1.3.2 Fit zwischen Zeitschriftenmarke und nicht-medialem Nebenprodukt
7.1.3.3 Vertrieb der nicht-medialen Nebenprodukten
7.1.3.4 Aktivität der Verlage
7.2 Marktentwicklung
7.2.1 Marktentwicklung neue Geschäftsfelder
7.2.2 Marktentwicklung nicht-mediale Nebenprodukte
8 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung von nicht-medialen Nebenprodukten als neue Geschäftsfelder für Publikumsverlage, um die Abhängigkeit von klassischen Anzeigen- und Vertriebsmärkten zu reduzieren und Potenziale zur Markenstärkung sowie Erlösgenerierung zu identifizieren.
6.2.2.1 Quellen für Produktideen
Zur Beschaffung von Produktideen sollten unternehmensexterne und unternehmensinterne Quellen genutzt werden.
Auf Seiten der unternehmensexternen Quellen spielen die Leser eine entscheidende Rolle. Ihre geäußerten Wünsche, Beschwerden oder Anregungen können als Grundlage zur Entwicklung neuer Produkte dienen. Außerdem kann die Analyse der Wettbewerber, vor allem deren Ankündigungen über Neuprodukte, Anstöße zur Ideengewinnung geben (vgl. Meffert 1998, S. 376f.).
Von besonderer Bedeutung sind auch die unternehmensinternen Quellen. Hierbei muss jede Abteilung des Zeitschriftenverlages die Möglichkeit haben, ihre Ideen vorzuschlagen. Um dies zu optimieren, lohnt sich die Einrichtung eines betrieblichen Vorschlagwesens (vgl. ebd., S. 378). Zusätzlich kann die Kreativität der Mitarbeiter durch Ideenwettbewerbe und Workshops gezielt gefördert werden (vgl. Esch/Honal 2006, S. 468).
Man unterscheidet außerdem zwischen unsystematischer und systematischer Suche. Bei der unsystematischen Suche verlässt sich ein Unternehmen darauf, dass ihm ohne gezielte Suchaktivitäten Ideenvorschläge von außen oder innen zugeführt werden (vgl. Meffert 1998, S. 376). Die Sammlung der Rückmeldungen durch den Kunden, bspw. im Call-Center, entspricht einer externen unsystematischen Suche (vgl. Horn, Anhang, S. XXIV).
Bei der systematischen Suche werden bestimmte Analyseinstrumente eingesetzt, um gezielt Neuproduktideen zu finden (vgl. Meffert 1998, S. 376ff.). Auf unternehmensinterner Sicht kann ein Verlag hierbei methodisch nach Bedürfnisse und Interessen der Zeitschriftenzielgruppe suchen. Die Media- und Markt-Media-Studien liefern hierfür die notwendige Informationsgrundlage, da darin neben der Mediennutzung auch das Konsumverhalten, die Kaufabsicht für bestimmte Güter und die persönlichen Interessen abgefragt werden (vgl. Breyer-Mayländer/Seeger 2006, S. 136ff.).
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Problematik sinkender Erlöse im klassischen Zeitschriftenmarkt und die Motivation für Verlage, neue Geschäftsfelder wie nicht-mediale Nebenprodukte zu erschließen.
2 Handlungsbedarf bei Zeitschriftenverlagen: Analyse des klassischen Erlösmodells und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die durch den Rückgang in Leser- und Werbemärkten entstehen.
3 Zeitschriften als Marke: Erörterung theoretischer Grundlagen der Markenbildung und der spezifischen Funktionen sowie Zielsetzungen einer Zeitschriftenmarke.
4 Markentransfer: Definition und Erläuterung der Strategie des Markentransfers, einschließlich der Vorteile, Gefahren und zentralen Erfolgsfaktoren.
5 Medialer Markentransfer von Zeitschriften: Überblick über Möglichkeiten des Transfers innerhalb des medialen Bereichs, wie Line Extensions und cross-mediale Ansätze.
6 Nicht-mediale Nebenprodukte: Detaillierte Betrachtung der Konzeption, Realisierung, Chancen und Risiken sowie der Erfolgsfaktoren für Produkte außerhalb des Medienspektrums.
7 Marktstatus und Marktentwicklung: Empirische Marktrecherche zur aktuellen Aktivität der Verlage in unterschiedlichen Gattungen und Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.
8 Schlussbetrachtung: Fazit über die Bedeutung von nicht-medialen Nebenprodukten als ergänzendes Geschäftsfeld zur Sicherung der Wettbewerbsposition der Verlage.
Nicht-mediale Nebenprodukte, Zeitschriftenmarke, Markentransfer, Verlagsmanagement, Markenstrategie, Brand Extension, Diversifikation, Erlösmodell, Leserbindung, Markenimage, Markenidentität, Kooperationspartner, Markenlizenzierung, Marktstatus, Medienwirtschaft
Die Arbeit untersucht die Etablierung und Bedeutung von nicht-medialen Nebenprodukten – also Gütern außerhalb des klassischen Medienspektrums – als neue Geschäftsfelder für Publikumszeitschriften in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Markentransfers, die strategische Konzeption und Realisierung von Nebenprodukten sowie eine Marktanalyse der Aktivitäten deutscher Publikumsverlage.
Ziel ist es, den Markt für nicht-mediale Nebenprodukte zu durchleuchten, Erfolgsfaktoren für einen gelungenen Markentransfer auf medienfremde Produkte zu identifizieren und die damit verbundenen Chancen und Risiken für die Zeitschriftenmarken aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse zum Markentransfer sowie einer eigenen Marktrecherche und Expertenbefragungen mit Vertretern aus führenden deutschen Medienhäusern.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition, der praktischen Konzeption und Umsetzung (Ideenfindung, Partnerwahl, Distribution, Kommunikation), den spezifischen Chancen und Risiken sowie einer detaillierten Erhebung des Marktstatus nach verschiedenen Zeitschriften-Gattungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Markentransfer, Markenidentität, Verlagsstrategie, Diversifikation, Markenlizenzierung und die Transformation von Medienmarken zu Plattformmarken kennzeichnen.
Mediale Nebenprodukte umfassen klassische Verlagszusatzgeschäfte wie Buch- oder DVD-Editionen mit Periodizität, während nicht-mediale Nebenprodukte Güter sind, die durch Übertragung der Zeitschriftenmarke auf medienfremde Produkte (z.B. Mode, Lebensmittel, Dienstleistungen) entstehen und primär auf die Erlösgenerierung abzielen.
Verlage führen eine Abwägung der wirtschaftlichen Risiken durch. Im Falle potenzieller Konflikte erfolgt eine Abstimmung mit der Anzeigenabteilung, um betroffene Kunden gegebenenfalls im Vorfeld zu informieren und die Auswahlkriterien für die Partnerschaft zu erläutern.
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