Masterarbeit, 2020
99 Seiten, Note: 1,15
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Einleitung
1 Grundlegende Begriffsbestimmungen
1.1 Phonetik und Phonologie
1.2 Vokale
1.3 Standardaussprache des Deutschen
1.4 Dialekte und Akzente in Nord- und Südchina
1.4.1 Chinesische Dialekte und ihre geografische Verteilung
1.4.2 Inländische Akzente der Nord- und SüdchinesInnen
2 Kontrast der E-Laute im Deutschen und in den Dialekten in Nord- und Südchina
2.1 E-Laute im Deutschen
2.2 E-Laute in den Dialekten in Nordchina
2.3 E-Laute in den Dialekten in Südchina
3 Forschungsstand zu Problemen chinesischer Deutschlernender bei E-Lauten
4 Empirische Untersuchung
4.1 Fragestellung und Zielsetzung
4.2 Forschungsdesign
4.2.1 Forschungsmethode und -planung
4.2.2 Kriterien für die Auswahl der Untersuchungsteilnehmenden
4.2.3 Fragebogen für ProbandInnen
4.2.4 Tonaufnahmematerial
4.2.5 Bewertungsbogen
4.3 Beschreibung der Untersuchungsteilnehmenden
4.3.1 ProbandInnen
4.3.1.1 Persönliche Angaben
4.3.1.2 Deutschlernerfahrung
4.3.1.3 Einstellungen zu Aussprachelernerlebnissen in China
4.3.2 BeurteilerInnen
4.4 Durchführung der Untersuchung
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der ProbandInnengruppe aus Nordchina
5.1.1 Probandin N1
5.1.2 Probandin N2
5.1.3 Proband N3
5.1.4 Probandin N4
5.1.5 Proband N5
5.1.6 Probandin N6
5.1.7 Probandin N7
5.2 Ergebnisse der ProbandInnengruppe aus Südchina
5.2.1 Probandin S1
5.2.2 Proband S2
5.2.3 Probandin S3
5.2.4 Probandin S4
5.2.5 Proband S5
5.2.6 Proband S6
5.2.7 Probandin S7
5.3 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6 Rückschlüsse auf die Aussprachevermittlung bezüglich der E-Laute
Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Ausspracheabweichungen chinesischer Deutschlernender im Bereich der Vokale, wobei ein besonderer Fokus auf den E-Lauten liegt. Es wird analysiert, inwiefern regionale Unterschiede (Nord- versus Südchina) die Erwerbsgeschwindigkeit und die spezifische Art der Aussprachefehler beeinflussen, um daraus zielgerichtete didaktische Empfehlungen für den Unterricht „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) in China abzuleiten.
1.1 Phonetik und Phonologie
Die Untersuchung der Ausspracheprobleme von Fremdsprachenlernenden setzt vor allem die Definition der Schlüsselbegriffe „Phonetik und Phonologie“ voraus. Die beiden Termini werden von Bußmann (2002) folgenderweise definiert:
Phonetik. Empirische, naturwissenschaftlich orientierte Disziplin, die die lautlichen Ereignisse und Prozesse der sprachlichen Kommunikation unter folgenden Aspekten untersucht: (a) artikulatorisch-genetische Sprachproduktion (Artikulatorische Phonetik); (b) Struktur der akustischen Abläufe (Akustische Phonetik); (c) neurologisch-psychologische Vorgänge der Sprachperzeption (Auditive Phonetik).
Phonologie. Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit den Phonemen, ihren Eigenschaften, Relationen und Systemen unter synchronischen und diachronischen Aspekten beschäftigt. (Bußmann 2002: 512f)
In einfachen Worten handelt es sich hier um eine deutliche Unterscheidung zwischen den beiden Begrifflichkeiten: Phonetik beschäftigt sich mit „den hör- und messbaren Eigenschaften gesprochener Sprachlaute“ (Hunold 2009: 39) und kann nach Trubetzkoy (1939) als „Sprachlautlehre“ bezeichnet werden. Um Sprachlaute (auch Phone) und Buchstaben zu unterscheiden, entwickelte die International Phonetic Association das Internationale Phonetische Alphabet als universales Lautschriftsystem aller menschlichen Sprachen. Die IPA-Lautschriften werden in eckigen Klammern „[ ]“ dargestellt. Im Vergleich zur Phonetik kann Phonologie als „Sprachgebildelautlehre“ betrachtet werden, die die Erstellung des Lautsystems einer Sprache auf Basis der vorhandenen minimalen bedeutungsunterscheidenden Einheiten analysiert (vgl. Glück 2000: 491).
Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Forschungsarbeit durch eigene Beobachtungen über die unterschiedliche Erwerbsgeschwindigkeit bei nord- und südchinesischen Deutschlernenden im Bereich der E-Laute.
1 Grundlegende Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen phonetischen und phonologischen Begriffe sowie die theoretische Grundlage zur Standardaussprache und den regionalen Dialektgruppen in China.
2 Kontrast der E-Laute im Deutschen und in den Dialekten in Nord- und Südchina: Es werden die lautlichen Systeme gegenübergestellt, um theoretische Grundlagen für mögliche Interferenzen aus der Erstsprache auf den L2-Erwerb zu schaffen.
3 Forschungsstand zu Problemen chinesischer Deutschlernender bei E-Lauten: Eine Literaturübersicht zeigt, dass Ausspracheprobleme bei E-Lauten zwar bekannt sind, aber die gezielte Kontrastierung zwischen nord- und südchinesischen Lernenden bisher eine Forschungslücke darstellt.
4 Empirische Untersuchung: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, von der Auswahl der Probanden und Beurteiler bis hin zur detaillierten Beschreibung der eingesetzten Materialien und des Untersuchungsverlaufs.
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden pro Proband/in detailliert ausgewertet und die individuellen Fehlerquellen bei der Produktion von E-Lauten analysiert.
6 Rückschlüsse auf die Aussprachevermittlung bezüglich der E-Laute: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden konkrete didaktische Übungsvorschläge für Lehrkräfte entwickelt, um die identifizierten Problembereiche im Unterricht gezielt anzugehen.
Fazit und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, die Hypothesen bewertet und die Grenzen sowie der weitere Forschungsbedarf der Masterarbeit aufgezeigt.
Ausspracheabweichungen, E-Laute, Chinesische Deutschlernende, Nordchina, Südchina, Kontrastive Linguistik, Zweitspracherwerb, Vokalqualität, Phonetik, Phonologie, Aussprachevermittlung, DaF-Unterricht, Interferenz, Segmentalia, Artikulationsmerkmale.
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten chinesischer Deutschlernender bei der korrekten Aussprache der deutschen E-Laute unter Berücksichtigung regionaler Herkunftsunterschiede.
Zentrale Themen sind die phonetische Kontrastanalyse, der Einfluss chinesischer Dialekte auf den Fremdsprachenerwerb sowie die Entwicklung effektiver didaktischer Ansätze für den DaF-Unterricht.
Das Ziel ist die Identifizierung spezifischer Ausspracheabweichungen nord- und südchinesischer Deutschlernender bei E-Lauten, um darauf basierend methodische Empfehlungen für die Aussprachevermittlung zu geben.
Es wurde eine empirische Studie durchgeführt, bei der 14 Probanden (je 7 aus Nord- und Südchina) verschiedene Wörter und einen Text vorlasen, die anschließend von acht deutschen Muttersprachlern mittels eines Bewertungsbogens beurteilt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen Forschungsüberblick, die detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns sowie die Auswertung der Ergebnisse inklusive spezifischer Fehleranalysen für jeden einzelnen Probanden.
Zu den prägenden Begriffen zählen Ausspracheabweichungen, E-Laute, Kontrastive Linguistik, Interferenz, Nord- und Südchina, Aussprachevermittlung und DaF-Unterricht.
Ja, die Arbeit weist nach, dass sich die jeweilige Herkunft auf die Art der Aussprachefehler bei E-Lauten auswirkt und dass diese Fehler von muttersprachlichen Hörern unterschiedlich stark wahrgenommen werden.
Viele Probanden kritisierten, dass das Thema Aussprache in den verwendeten Lehrwerken unterrepräsentiert ist und oft nur in den ersten Lektionen behandelt wird.
Unter anderem werden motorische Methoden wie die „Vokal-Treppe“, der Einsatz von Hilfsmitteln wie Ball und Tuch sowie digitale Werkzeuge wie „Sounds of Speech“ empfohlen.
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