Fachbuch, 2021
80 Seiten
1 Einleitung
2 Hintergrund
2.1 Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit
2.2 Psychische Störungen
3 Methodisches Vorgehen
4 Psychische Störungen in der Peripartalzeit
4.1 Schwangerschaftsassoziierte (psychische) Störungen
4.2 Angst- und Zwangsstörungen
4.3 Depression
4.4 Schizophrenie
4.5 Abhängigkeitserkrankungen
4.6 Postpartale psychische Erkrankungen
5 Therapiemaßnahmen
5.1 Psychotherapie
5.2 Klient-zentrierte Kunsttherapie als kreative Psychotherapie
6 Diskussion
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychiatrische Versorgung von Frauen in der Peripartalzeit und bewertet, inwieweit die Kunsttherapie als komplementärer, niederschwelliger und kreativer Ansatz die klassische psychotherapeutische und medikamentöse Behandlung sinnvoll ergänzen kann.
4.2 Angst- und Zwangsstörungen
Angsterkrankungen haben in Deutschland ein sehr hohes Vorkommen inne, bei Frauen sind diese mit 15 Prozent besonders häufig vertreten (Rohde & Dorn, 2007, S. 298). Die Angst ist die natürliche Reaktion auf Bedrohung, diese kann von außen oder aber von innen, durch die reine Imagination einer Gefahr, entstehen. Die Angst, welche ihren Ursprung in inneren Vorgängen hat, ist zumeist mit (frühen) Erfahrungen verbunden. Durch die physiologischen Prozesse der Stressverarbeitung hat die Angst sowohl auf Körper als auch auf Psyche Einfluss. So reagiert der Mensch, je nach Ausmaß der Situation sowie des personalen Ressourcenrepertoires, entweder mit kognitiver Problemlösungsaktivität, Vermeidung, Konfrontation und in grenzwertigen Situation auch mit psychomotorischen Störungen wie der Katatonie.
Der Übergang einer natürlichen Angstreaktion des Menschen zu einer Angststörung wird dann erreicht, wenn die individuellen Ressourcen der persönlich empfundenen Angst nicht mehr standhalten können, weitergehend kommt es zu Einschränkungen im Leben genannter Person aufgrund des nicht zu bewältigenden Ausmaßes der Angst. Die Angst ist nicht nur Hauptsymptom der Angsterkrankungen, sondern tritt auch bei vielen weiteren psychischen sowie physischen Erkrankungen als sekundäres Phänomen in Erscheinung (Bolle, 2005, S. 207-208).
Bei den Angsterkrankungen wird zwischen drei verschiedenen klinischen Formen unterschieden, darunter die Phobien, die Panikstörung sowie die generalisierte Angsterkrankung. Phobische Ängste äußern sich in der Meidung bestimmter Situationen, Orte oder Dinge. Klinisch bedeutsam wird diese Angst dann, wenn sie zu Einschränkungen in Alltag und Leben führt. Die der Störung zugrundeliegende Ursache kann nicht immer exakt ausgemacht werden, mögliche Auslöser der Krankheit können ein negatives Erlebnis aus der Vergangenheit oder eine während der Kindheit z. B. durch ein Elternteil weitergegebene Angst sein. Problematisch wird eine Phobie im Rahmen der Peripartalzeit dann, wenn die spezifische Angst sich auf die Gesundheit der betroffenen Frau oder ihres Ungeborenen auswirkt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Public Health-Relevanz psychischer Störungen in der Schwangerschaft und führt die Forschungsfrage zur Bedeutung der Kunsttherapie ein.
2 Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen und hormonellen Besonderheiten von Schwangerschaft und Stillzeit sowie grundlegende Aspekte psychischer Störungen.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird die literaturbasierte Vorgehensweise der Arbeit beschrieben, inklusive der verwendeten Datenbanken zur Literaturrecherche.
4 Psychische Störungen in der Peripartalzeit: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse spezifischer Krankheitsbilder wie Depressionen, Schizophrenie und Abhängigkeitserkrankungen in der Peripartalzeit.
5 Therapiemaßnahmen: Das Kapitel vergleicht klassische psychiatrische und psychotherapeutische Ansätze mit der Kunsttherapie und erläutert deren spezifische Anwendung in stationären Settings.
6 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Datenlage und bewertet die Wirksamkeit der Kunsttherapie auf Basis aktueller Studien und Praxisberichte.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit multimodaler Behandlungspläne unter Einbeziehung kunsttherapeutischer Methoden.
Peripartalzeit, Schwangerschaft, psychische Störungen, Kunsttherapie, Psychotherapie, Psychopharmakotherapie, Risikoschwangerschaft, Depression, Angststörungen, Schizophrenie, Suchterkrankungen, multimodale Behandlung, öffentliche Gesundheit, Mutter-Kind-Bindung.
Die Arbeit befasst sich mit der psychiatrischen Versorgung von Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt und untersucht, wie Kunsttherapie als kreative, nonverbale Methode zur Behandlung psychischer Störungen beitragen kann.
Zentrale Themen sind die hormonellen und biologischen Veränderungen während der Peripartalzeit, die Prävalenz verschiedener psychischer Erkrankungen bei Schwangeren sowie die Evidenzbasierung aktueller Therapiekonzepte.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, welche psychiatrischen Versorgungsformen in der Peripartalzeit sinnvoll sind und ob ein kunsttherapeutischer Ansatz hierbei einen signifikanten Mehrwert bieten kann.
Es handelt sich um eine literaturbasierte wissenschaftliche Arbeit, die auf einer systematischen Auswertung von Fachdatenbanken und Leitlinien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Exploration psychischer Störungsbilder, eine Darstellung klassischer Therapiestrategien und eine vertiefte Analyse der Kunsttherapie, inklusive spezieller Fallvignetten aus dem Klinikalltag.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Peripartalzeit, Risikoschwangerschaft, multimodale Behandlung und kunsttherapeutische Intervention definiert.
Sie dient als spezialisierter Ansatz, um Frauen mit Risikoschwangerschaften einen niederschwelligen Zugang zur emotionalen Verarbeitung ihrer Situation zu ermöglichen, insbesondere wenn diese bettlägerig sind.
Das Beispiel verdeutlicht, dass Kunstwerke als Projektionsfläche für innere Konflikte dienen können, bei denen Therapeuten das Bild als Brücke nutzen, um mit der Patientin über ihre Wahrnehmung ins Gespräch zu kommen und Heilungsprozesse anzustoßen.
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