Bachelorarbeit, 2019
73 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau
1.3 Zielsetzung
2 Begriffsbestimmung und theoretische Grundlagen
2.1 Geldpolitische Normalität
2.2 Unterschiede zwischen Europäischer Zentralbank und Federal Reserve
2.3 Argumente für den Ausstieg aus expansiver Geldpolitik
3 Status quo
3.1 Unkonventionelle Geldpolitik
3.2 Strukturelle Probleme im Euro-Wirtschaftsraum
4 Risikobereiche
4.1 Geldmarkt
4.2 Finanz- und Immobilienmarkt
4.3 Kreditmarkt
5 Rahmenbedingungen für den Ausstieg der EZB
5.1 Zeitpunkt
5.2 Reihenfolge
6 Fazit
6.1 Limitation
6.2 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die spezifischen Risiken und Nebenwirkungen einer Rückkehr der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer geldpolitischen Normalität, unter Einbeziehung der bisherigen Erfahrungswerte der US-amerikanischen Federal Reserve.
4.1 Geldmarkt
Der Rückzug aus der expansiven Geldpolitik kann Kreditinstitute bezüglich ihrer Liquiditätsversorgung in Schwierigkeiten bringen. Als Darlehensgeber von Investitionen haben Banken einen außerordentlichen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen von Volkswirtschaften. Aufgrund der vorhandenen Unsicherheit sowie dem damit verbundenen Misstrauen der Gegenparteien untereinander ist der Interbankenmarkt, als Folge der Finanzmarktturbulenzen, eingebrochen. Mit Einschreiten der Zentralbanken in den USA und Europa wurden neue Wege der Geldpolitik eingeschlagen.
Die Ankündigungen über den bevorstehenden Ausstieg der amerikanischen Zentralbank im Mai 2013 und der dadurch entstandene, exogene Liquiditätsschock zeigen, dass der Interbankenmarkt sehr empfindlich gegenüber Geldmarktschocks ist und Bedenken hinsichtlich des Kontrahenten- und Liquiditätsrisikos der Gegenparteien bestehen. Das Verständnis über das Verhalten der Marktteilnehmer ist wichtig, um mögliche Störungen bei der Liquiditätsallokation zu identifizieren, die sich nicht nur auf die kurzfristige Refinanzierung, sondern auch auf die Kreditvergabe und die Übertragung der Geldpolitik auswirken. Durch die komplette Zuteilung der Angebote und der damit verbundenen Befriedigung in Bezug auf Liquidität sind zudem bestimmte Kreditinstitute von der EZB oder Fed abhängig geworden. Die Ursache dafür liegt im sogenannten „persistent bidders“, in dem sich die Kredithäuser keine Liquidität auf dem privaten Geldmarkt beschaffen können.
Besonders Banken in den Krisenländern Irland, Portugal, Spanien, Italien und Griechenland sind in der Liquiditätsversorgung betroffen. Tabelle 3 zeigt die heterogene Dynamik nach Auftreten eines Interbankenschocks auf die Refinanzierungsquellen: Einlagen von Privathaushalten und Unternehmen, Liquiditätsaufnahme bei der EZB sowie Interbankenmarkt zwischen Instituten der Finanzbranche. Im Falle eines extern bewirkten Liquiditätsschocks müssen die Kreditinstitute ihren Refinanzierungsmix ändern und sich stärker auf andere Quellen wie Einlagen oder EZB-Refinanzierungen verlassen. Die unterschiedlichen Reaktionen der Einlagenbestände zwischen Peripherie- und Kernländern lässt vermuten, dass Investoren in stabilere Volkswirtschaften flüchten.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Geldpolitik und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ausstiegsversuche von Fed und EZB.
2 Begriffsbestimmung und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der geldpolitischen Normalität, vergleicht die institutionellen Unterschiede der Zentralbanken und erörtert die Gründe für einen Ausstieg aus expansiver Geldpolitik.
3 Status quo: Hier werden die derzeitigen unkonventionellen geldpolitischen Instrumente beschrieben und die strukturellen Probleme innerhalb des Euro-Wirtschaftsraums analysiert.
4 Risikobereiche: In diesem zentralen Teil werden die Risiken für den Geld-, Finanz-, Immobilien- und Kreditmarkt bei einer Rückkehr zur geldpolitischen Normalität detailliert untersucht.
5 Rahmenbedingungen für den Ausstieg der EZB: Dieses Kapitel eruiert die notwendigen Parameter für einen erfolgreichen Exit, insbesondere im Hinblick auf den optimalen Zeitpunkt und die Reihenfolge der Maßnahmen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beleuchtet die Limitationen der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen der EZB-Geldpolitik.
Geldpolitik, EZB, Federal Reserve, Normalisierung, Finanzkrise, Liquidität, Zinspolitik, Kreditmarkt, Staatsanleihen, Euro-Wirtschaftsraum, Exit-Strategie, Immobilienmarkt, Inflation, Zentralbankbilanzen, Geldmarkt.
Die Arbeit befasst sich mit den Risiken und Herausforderungen, die mit der Rückkehr der Europäischen Zentralbank zu einer geldpolitischen Normalität nach einer langen Phase expansiver Maßnahmen verbunden sind.
Die zentralen Themen umfassen die Auswirkungen auf den Geld-, Finanz-, Immobilien- und Kreditmarkt, die Analyse struktureller Probleme der Eurozone sowie den Vergleich mit den Erfahrungen der US-Notenbank.
Das Ziel ist es, Gefahren und Nebenwirkungen der geldpolitischen Normalisierung zu identifizieren, um der EZB fundierte Rahmenbedingungen und Handlungsanweisungen für einen reibungslosen Ausstiegsprozess zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Erfahrungswerten und Daten der US-Federal Reserve zur Ableitung von Erkenntnissen für den europäischen Raum.
Der Hauptteil analysiert den Status quo der Geldpolitik, untersucht die spezifischen Risiken in verschiedenen Marktsegmenten und erörtert die Rahmenbedingungen für einen Ausstieg hinsichtlich Zeitpunkt und Reihenfolge.
Geldpolitik, Normalisierung, EZB, Finanzstabilität, Risikobereiche, unkonventionelle Instrumente und Euro-Wirtschaftsraum stehen im Mittelpunkt der Arbeit.
Die Fed hat bereits früher Versuche unternommen, aus extrem lockerer Geldpolitik auszusteigen, wodurch ihre Erfahrungen als wertvolle, wenn auch nur teilweise übertragbare Fallbeispiele für die EZB dienen.
Die Arbeit erläutert, dass durch eine zu expansive Geldpolitik Unternehmen, die eigentlich zahlungsunfähig sind, durch günstige Finanzierung am Leben erhalten werden, was notwendige Bilanzbereinigungen behindert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine erfolgreiche Rückkehr zur geldpolitischen Normalität nicht allein durch die EZB erreicht werden kann, sondern eine simultane Finanz- und Reformpolitik der Euro-Mitgliedsstaaten erfordert.
Der Immobilienmarkt ist bei Zinswenden besonders anfällig für Volatilität, da sinkende Immobilienpreise zu hohen Abschreibungen bei Banken führen und die als Sicherheit dienenden Objekte an Wert verlieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

