Bachelorarbeit, 2017
39 Seiten, Note: 2,6
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSBESTIMMUNG JUGEND
3. BEGRIFFSBESTIMMUNG DROGENABHÄNGIGKEIT UND MISSBRAUCH
4. ABHÄNGIGKEIT BEI JUGENDLICHEN
4.1. GRUPPENZWANG ALS URSACHE
4.2. THERAPIE UND BEHANDLUNG
4.3. RÜCKFALLRISIKO IN ABHÄNGIGKEIT
5. DROGENABHÄNGIGKEIT UND BEHANDLUNG IM GEFÄNGNIS
6. RÜCKFALLPROPHYLAXEGRUPPE IN DER JVA XY
6.1. DIE GRUPPE
6.2. ABLAUF
6.3. SUBJEKTIVES RÜCKFALLRISIKO IN BEZUG ZUM SOZIALEN UMFELD
7. FAZIT
Die Arbeit untersucht den Einfluss des sozialen Umfelds auf die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Drogenabhängigkeit bei Jugendlichen, insbesondere unter dem Aspekt des Gruppenzwangs und der Re-Sozialisierung in Haftumgebungen.
4.1. Gruppenzwangs als Ursache
Gruppenzwang erleben Jugendliche häufig. Um in einer Gruppe akzeptiert zu werden, haben sie so zu sein wie die anderen. Genauso „cool“, genauso erwachsen und genauso anerkannt. Machen sie nicht das, was die anderen auch machen, gehören sie nicht mehr zu der Gruppe dazu. Aus diesem Grund gaben bei einer Fallstudie 2009 von Greca et al. 12 Prozent der Jugendlichen an, der Gruppenzwang sei Auslöser für den Konsum von Drogen gewesen (vgl. Greca et al. 2009: 45).
Nach Rohlfs allerdings sind Menschen dafür nicht selbst verantwortlich. Es liegt in ihrer motivationalen Tendenz, nach Zugehörigkeit und Anerkennung zu suchen. Grund hierfür sind drei Grundbedürfnisse, die der Mensch von Geburt an verfolgt: Zum einen ist es das Bedürfnis nach Kompetenz, des Weiteren das Bedürfnis nach Autonomie und zuletzt das Bedürfnis nach Eingebundenheit und Zugehörigkeit (vgl. Rohlfs 2010: 64). Aus diesem Grund suchen Jugendliche vor allem bei Gleichaltrigen die Aufmerksamkeit, da diese ein Orientierungspunkt für sie sind (vgl. Buchholz 2000: 9). Damit ist die Beziehung zu ihnen von entscheidender Bedeutung für ihre (kulturelle) Lebensführung und die soziale Orientierung. Ebenso haben Freunde bedeutsamen Einfluss für den Erwerb von sozialen Kompetenzen, sie bieten unter anderem zum Beispiel Erfahrungs- und Experimentierchancen, „welche zur Entwicklung eigener Lebensstile, Normen, Werte und Ausdrucksweisen dienen“ (Harring et al. 2010: 9). Somit erlauben Freundesgruppen, oder auch „Peers“ genannt, autonome Handlungsspielräume, selbstbestimmte Organisation und die Gestaltung des eigenen Jugendlebens (vgl. Anhorn 2002: 63).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Drogenabhängigkeit bei Jugendlichen, die Relevanz des sozialen Umfelds und die Vorstellung der empirischen Fragestellung anhand von Interviews in einer JVA.
2. BEGRIFFSBESTIMMUNG JUGEND: Definition des Jugendalters unter Berücksichtigung soziologischer und biologischer Aspekte sowie der wachsenden Bedeutung der Peer-Group.
3. BEGRIFFSBESTIMMUNG DROGENABHÄNGIGKEIT UND MISSBRAUCH: Differenzierung zwischen Substanzmissbrauch und Abhängigkeit unter Einbeziehung klinischer Kriterien wie dem DSM IV.
4. ABHÄNGIGKEIT BEI JUGENDLICHEN: Analyse der Ursachen für Drogenkonsum im Jugendalter, wobei insbesondere Gruppendynamik, Therapieansätze und das Rückfallrisiko beleuchtet werden.
5. DROGENABHÄNGIGKEIT UND BEHANDLUNG IM GEFÄNGNIS: Erörterung der spezifischen Problematik drogenabhängiger Jugendlicher im Strafvollzug und der Notwendigkeit spezialisierter Betreuungsangebote.
6. RÜCKFALLPROPHYLAXEGRUPPE IN DER JVA XY: Detaillierte Beschreibung der praktischen Durchführung, der Ergebnisse einer Fallstudie mit Jugendlichen und ihrer Einschätzung zum Rückfallrisiko im sozialen Kontext.
7. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, die die zentrale Rolle des sozialen Umfelds und die Notwendigkeit stabiler Bindungen für eine erfolgreiche Re-Sozialisierung unterstreichen.
Jugendliche, Drogenabhängigkeit, Gruppenzwang, soziales Umfeld, Rückfallprophylaxe, Therapie, Strafvollzug, Adoleszenz, Re-Sozialisierung, Substanzmissbrauch, Peer-Group, Identitätsfindung, Resilienz, Prävention, Fallstudie.
Die Bachelor-Thesis untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen Sozialisierung, sozialem Umfeld und Drogenabhängigkeit bei Jugendlichen.
Die Themen umfassen die Definition von Jugend und Sucht, die Rolle von Peer-Gruppen, therapeutische Maßnahmen im Jugendstrafvollzug sowie Ansätze zur Rückfallprävention.
Ziel ist es zu klären, welche Rolle das soziale Umfeld für drogenabhängige Jugendliche spielt und ob Gruppenzwang tatsächlich als maßgebliche Ursache für Suchtverhalten fungiert.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen Fallstudie, bestehend aus Fragebogen-Interviews mit straffälligen Jugendlichen in einer Justizvollzugsanstalt.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Sucht, die Bedeutung von Gruppendynamiken, spezifische Behandlungsformen im Strafvollzug sowie die Auswertung der Rückfallprophylaxegruppe.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Drogenabhängigkeit, Gruppenzwang, soziales Umfeld, Jugendstrafvollzug, Rückfallrisiko und Re-Sozialisierung.
Die Behandlung im Strafvollzug ist stärker durch Rahmenbedingungen und begrenzte Ressourcen limitiert; das primäre Ziel bleibt jedoch die Re-Sozialisierung und die Vorbereitung auf ein drogenfreies Leben.
Die Resilienzförderung soll Jugendlichen helfen, kritische Situationen und Anforderungen wechselnder Lebensumstände eigenständig zu bewältigen, um Rückfälle zu minimieren.
Die Studie zeigt, dass viele Jugendliche ihr Rückfallrisiko bei einer Rückkehr in das alte soziale Umfeld tendenziell unterschätzen, obwohl sie sich der negativen Einflüsse bewusst sind.
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