Diplomarbeit, 2008
101 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT
1.2 GLIEDERUNG DER ARBEIT UND METHODISCHES VORGEHEN
2. METHODISCHE GRUNDLAGEN DER EVALUIERUNG FÖRDERPOLITISCHER MAßNAHMEN
2.1 DEFINITION DES BEGRIFFS EVALUIERUNG
2.2 FUNKTIONEN UND VERFAHREN DER EVALUIERUNG
2.2.1 Funktionen der Evaluierung
2.2.2 Verfahren der Evaluierung
2.3 HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON EVALUIERUNGEN
2.4 ZWISCHENFAZIT FÜR DIE ARBEIT
3. THEORETISCHE HINTERGRÜNDE DES CLUSTERKONZEPTS
3.1 ZUM CLUSTERVERSTÄNDNIS: GEMEINSAMKEITEN, UNTERSCHIEDE UND MÖGLICHKEITEN EINER CHARAKTERISIERUNG VON CLUSTERN
3.2 DER PORTER’SCHE DIAMANT ALS KONZEPT EINES FUNKTIONIERENDEN CLUSTERS
3.3 MÖGLICHE RISIKEN VON CLUSTERN UND KONZEPTIONELLE DEFIZITE DES CLUSTERKONZEPTS
4. REGIONALE CLUSTERPOLITIK: HEUTIGE GESTALTUNGSANSÄTZE UND DIE HERAUSFORDERUNGEN IHRER EVALUIERUNG
4.1 CLUSTER ALS „INSTRUMENT“ DER REGIONALEN WIRTSCHAFTSPOLITIK – GEGENWÄRTIGE UMSETZUNG CLUSTERPOLITISCHER GESTALTUNGSANSÄTZE
4.1.1 Motive und Instrumente regionaler Clusterpolitik
4.1.2 Zur Legitimation von regionaler Clusterpolitik
4.2 DIE HERAUSFORDERUNGEN DER EVALUIERUNG VON REGIONALER CLUSTERPOLITIK
4.2.1 Besondere Eigenschaften der regionalen Clusterpolitik und die Implikationen für eine Evaluierung
4.2.2 Methodische Komplexität der Evaluierung von regionaler Clusterpolitik
4.2.3 Politische Rationalität, Clusterpolitik und ihre Evaluierung: Überlegungen anhand politikökonomischer und bürokratietheoretischer Fragestellungen
4.3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND DER EVALUIERUNGSFORSCHUNG – AUSGEWÄHLTE BEISPIELE VON EVALUIERUNGSPRAKTIKEN DER REGIONALEN CLUSTERPOLITIK
4.3.1 Die Evaluierung von regionaler Clusterpolitik nach RAINES
4.3.2 „Ex-post Cluster Evaluation Framework“ – SCOTTISH ENTERPRISE
4.3.3 „System Failure Framework“ nach KLEIN WOOLTHUIS/LANKHUIZEN/GILSING
4.3.4 Partizipative Evaluierung von regionaler Clusterpolitik nach ANGELES DIEZ
4.3.5 Vergleich der vorgestellten Evaluierungsverfahren regionaler Clusterpolitik
5. DIE EVALUIERUNG VON REGIONALER CLUSTERPOLITIK AUS SICHT DER PRAXIS: ERGEBNISSE AUS EXPERTENINTERVIEWS UND ANALYSE DER EVALUIERUNGSSTUDIEN VON HANNOVERIMPULS UND DEM DORTMUND-PROJECT
5.1 ERGEBNISSE DER EXPERTENINTERVIEWS
5.2 ANALYSE DER EVALUIERUNGSSTUDIEN VON HANNOVERIMPULS UND DEM DORTMUND-PROJECT
5.2.1 Untersuchungsraster zur Beurteilung der Evaluierungsstudien
5.2.2 Das Beispiel hannoverimpuls – „Evaluierungs- und Perspektivbericht über die Arbeit der hannoverimpuls GmbH“
5.2.3 Das Beispiel dortmund-project – „Review dortmund-project: Evaluierung und Weiterentwicklung der Umsetzung“
6. KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZUR EVALUIERUNG VON REGIONALER CLUSTERPOLITIK
6.1 POTENZIALE ZUR WEITERENTWICKLUNG
6.2 VORSCHLAG FÜR EIN DUALES EVALUIERUNGSKONZEPT AUF DER BASIS SYSTEMISCHER MULTIDIMENSIONALER ANALYSE
6.2.1 System Failure Framework als Ansatz der strategischen Wirkungsforschung
6.2.2 Quantitative und qualitative Clusteranalyse als Ansatz der unterstützenden Wirkungsforschung
6.3 ZU EINEM INTELLIGENTEN ANSATZ REGIONALER CLUSTERPOLITIK UND IHRER EVALUIERUNG
7. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK
Diese Arbeit befasst sich mit der Evaluierung regionaler Clusterpolitik. Ziel ist es, sowohl die theoretischen als auch die praktischen Herausforderungen für die Evaluierung solcher Politikansätze zu identifizieren und die Umsetzung anhand von Fallstudien zu untersuchen. Abschließend werden konzeptionelle Vorschläge für eine verbesserte Evaluierung regionaler Clusterpolitik entwickelt.
4.2.1 Besondere Eigenschaften der regionalen Clusterpolitik und die Implikationen für eine Evaluierung
Regionale Clusterpolitik beschreibt politische Maßnahmen zur Förderung von Clusterentwicklung durch die Kombination strategischer Ansätze verschiedener Förderpolitiken mit dem Ziel, wettbewerbsfähige regionalwirtschaftliche Strukturen zu entwickeln. Aufgrund der Vielschichtigkeit bereits implementierter und möglicher Ansätze in der Praxis ist eine eindeutige Definition schwierig oder nicht möglich: die regionale Clusterpolitik erweist sich als Synthese verschiedener Förderphilosophien und -instrumente (vgl. Kapitel 4.1). Daraus resultieren besondere Herausforderungen für ihre Evaluierung: „This almagan implies that it is more difficult to evaluate the success and failure of cluster policy, since it is a «package deal»“ (KIM/YOO 2007: 334).
Ein vielschichtiges Problem im Rahmen der Evaluierung von regionaler Clusterpolitik stellen die Zielsetzungen dar. Häufig sind die verfolgten Ziele strategischer Natur, qualitativ und prozessverbunden. Es besteht ein Mix aus tangiblen und intangiblen Zielen, wie z.B. Lerneffekten, Schaffung und Akkumulation von Wissen (Kompetenzaufbau), Steigerung der Kooperations- und Interaktionsintensität sowie der Organisationskapazitäten (ANGELES DIEZ 2002: 287). Die Quantifizierung von Zielwerten im Vorfeld - als eine wesentliche Voraussetzung für spätere Zielerreichungskontrollen (vgl. Kapitel 2.2) - ist angesichts dieser Parameterwahl sehr schwierig: „[...] the more the programme focuses on changing attitudes and behaviours, which is an underlying goal in many cluster programmes, the more difficult the programme becomes to evaluate“ (OECD 2007: 127). Klassische Methoden der (ex post) Evaluierung, wie etwa Kosten-Nutzen- oder Kosten-Effizienz-Analysen im Rahmen von Projektbewertungen sind aus diesen Gründen nicht durchführbar bzw. zielführend, so dass v.a. auf qualitative Methoden der Evaluierung zurückgegriffen werden muss (ANGELES DIEZ 2001: 912; FROMHOLD-EISEBITH/EISEBITH 2008: 4).
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. METHODISCHE GRUNDLAGEN DER EVALUIERUNG FÖRDERPOLITISCHER MAßNAHMEN: Erläuterung der Definitionen, Funktionen und Verfahren von Evaluierungen sowie deren Herausforderungen.
3. THEORETISCHE HINTERGRÜNDE DES CLUSTERKONZEPTS: Erarbeitung der theoretischen Grundlagen von Clustern, insbesondere des Porter'schen Diamanten, sowie Diskussion von Risiken.
4. REGIONALE CLUSTERPOLITIK: HEUTIGE GESTALTUNGSANSÄTZE UND DIE HERAUSFORDERUNGEN IHRER EVALUIERUNG: Analyse von Gestaltungsansätzen, Legitimation und spezifischen Herausforderungen bei der Evaluierung regionaler Clusterpolitik.
5. DIE EVALUIERUNG VON REGIONALER CLUSTERPOLITIK AUS SICHT DER PRAXIS: ERGEBNISSE AUS EXPERTENINTERVIEWS UND ANALYSE DER EVALUIERUNGSSTUDIEN VON HANNOVERIMPULS UND DEM DORTMUND-PROJECT: Auswertung von Experteninterviews und kritische Analyse der Evaluierungsstudien von hannoverimpuls und dem dortmund-project.
6. KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZUR EVALUIERUNG VON REGIONALER CLUSTERPOLITIK: Diskussion von Entwicklungspotenzialen und Vorstellung eines dualen Evaluierungskonzepts.
7. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Regionale Clusterpolitik, Evaluierung, Clusterkonzept, Wirkungsforschung, Fördermaßnahmen, Porter'scher Diamant, System Failure Framework, Netzwerkanalyse, Wirtschaftsförderung, Innovationskraft, Standortpolitik, Benchmarking, Evaluierungspraxis, Regionalentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie regionale Clusterpolitik evaluiert werden kann und mit welchen Herausforderungen die Evaluierung in diesem speziellen Politikfeld verbunden ist.
Zentrale Themen sind die methodischen Grundlagen der Evaluierung, das Clusterkonzept (insbesondere nach Porter), die Herausforderungen der Evaluierung von Clusterpolitik sowie die praktische Umsetzung und Optimierung dieser Ansätze.
Das Ziel ist die Identifizierung der theoretischen und praktischen Herausforderungen bei der Evaluierung regionaler Clusterpolitik sowie die Entwicklung konzeptioneller Vorschläge für eine zielgerichtete Evaluierung.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, Auswertung von Experteninterviews und eine kritische Analyse zweier konkreter Evaluierungsstudien (hannoverimpuls und dortmund-project).
Der Hauptteil behandelt die methodischen Grundlagen der Evaluierung, die theoretischen Hintergründe von Clustern, die Herausforderungen der regionalen Clusterpolitik und deren Evaluierung sowie eine empirische Analyse praktischer Beispiele.
Regionale Clusterpolitik, Evaluierung, Clusterkonzept, Wirkungsforschung und Standortpolitik sind zentrale Begriffe, die den Kern der Arbeit beschreiben.
Die Komplexität ergibt sich aus der Vielzahl von Akteuren, den häufig qualitativen Zielen, den langen Zeiträumen der Clusterentwicklung und der Schwierigkeit, Erfolge direkt auf spezifische Fördermaßnahmen zurückzuführen.
Der Vorschlag kombiniert eine projektorientierte Bottom-up-Analyse (System Failure Framework) mit einer systemischen Top-down-Analyse der Clusterstrukturen, um sowohl spezifische Maßnahmen als auch die allgemeine Clusterentwicklung zu bewerten.
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