Examensarbeit, 2019
214 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.2. Persönlicher Zugang zur Thematik
2. Skizzierung der Situationslage
2.1. Allgemein
2.2. Ein tieferer Einblick
2.2.1. Statistische Aufstellung
2.2.2. Ursachen und Gründe zur Flucht: eine Situationsbeschreibung der Umstände in den ausgewählten Ländern der Arabischen Republik Syrien, Afghanistan und dem Irak
2.2.2.1. Die Arabische Republik Syrien
2.2.2.2. Afghanistan
2.2.2.3. Der Irak
2.2.2.4. Gängige Fluchtrouten
2.3. Ablauf, Umfang und Facetten des Asylverfahrens in Deutschland
2.3.1. Ankunft in der Bundesrepublik
2.3.2. Erstverteilung und Unterkunft in den Aufnahmeeinrichtungen
2.3.2.1. Der Königsteiner Schlüssel
2.3.3. Der Asylantrag
2.3.3.1. Persönliche Antragstellung auf Asyl
2.3.3.1.1. Definition Erst-, Zweit-, Folge und Mehrfachantrag
2.3.3.1.2. EURODAC und das „Dublin-Verfahren“
2.3.3.2. Persönliche Anhörung
2.3.3.3. Resultate des Asylverfahrens
2.3.3.3.1. Formen der Schutz- und Bleibeberechtigung
2.3.3.3.1.1. Anerkennung als Asylant
2.3.3.3.1.2. Anerkennung des Status als Flüchtling mit internationalem Schutzanspruch
2.3.3.3.1.2.1. Genfer Flüchtlingskonventionen und UNHCR
2.3.3.3.1.3. Subsidiäre Schutzberechtigung
2.3.3.3.1.4. Nationales Abschiebeverbot
2.3.3.3.1.5. Besonderheiten in der Behandlung von unbegleiteten Minderjährigen
2.3.3.3.1.6. Familienasyl- und Nachzug
2.3.3.3.1.7. Ausschlusskriterien
2.3.3.3.1.8. Widerruf und Rücknahmen
2.3.3.3.2. Ablehnungen
2.3.3.3.3. Formelle Entscheidungen des Bundesamtes
3. Zur besonderen Lebens- und Bildungssituation von Geflüchteten
3.1. Die spezifische Lebenssituation
3.1.1. Nach der Ankunft: die erste Zeit in der Bundesrepublik
3.1.1.1. Individuelles Empfinden
3.1.1.2. (Interethnisches) Konfliktpotential
3.1.1.3. Besonderheiten in der Lebenssituation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge
3.1.2. Der Integrationsprozess
3.1.3. Die Rolle der Religion
3.1.4. Gefahren und Prävention
3.2. Zur Bildungssituation
3.2.1. Bildungssituation für Erwachsene
3.2.2. Bildungssituation für Schulpflichtige
4. Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache
4.1. Begriffsbestimmung und Definition
4.2. Wie kommt die Sprache zum Menschen: Theorien zum Spracherwerb
4.3. Deutsch als Zweitsprache in der Vermittlung und Aneignung
4.3.1. Die (heterogene) Gruppe der DaZ-Lernenden
4.3.1.2. Lernvariablen im Bezug auf den Aneignungsprozess von Deutsch als Zweitsprache
4.3.1.2.1. Individuelle Lernstile und Neigungen
4.3.1.2.2. Zur Bedeutung von zuvor erworbenen sprachlichen Kenntnissen
4.3.2. Die Rolle des Lehrenden
4.3.2.1. Zweit- und Fremdsprachliche Vermittlungsmethoden
4.3.2.2. Aufgaben und Material
4.3.2.3. Diagnostik und Leistungsfeststellung: Test- und Prüfungsformate
4.3.3. Inhaltsaspekte des Vermittlungsbereiches
4.3.3.1. Phonetik/Phonologie
4.3.3.2. Grammatik
4.3.3.3. Orthographie
4.3.3.4. Lexik
4.3.4. Entwicklung der Lernersprache
4.3.5. Kontrastivität: Deutsch und Arabisch im Sprachenvergleich mit phonologisch/phonetischem Schwerpunkt
5. Falldarstellung: Situation am Stift S. – eine Praxisdokumentation mit Erfahrungen aus der Bildungs- und Lernarbeit mit geflüchteten Jugendlichen
5.1. Praxisdokumentation in Originalfassung
6. Auswertung: Reflexion, Erkenntnisse und Fazit
Diese wissenschaftliche Ausarbeitung befasst sich mit der Integration und Bildungssituation von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der didaktischen Vermittlung der deutschen Sprache als Zweitsprache im praktischen Kontext liegt.
1.2 Persönlicher Zugang zur Thematik
Als Bewohnerin der Bundesrepublik und insbesondere als zukünftige Lehrkraft für Grundschullehramt bin ich unmittelbar mit der Thematik konfrontiert. Einerseits kann ich die Veränderungen seit 2015 beobachten, deutlich erkennen und bin insofern involviert, als dass mir ein harmonisches und integratives Miteinander in der Gesellschaft äußerst am Herzen liegt. Zugleich macht es mich betroffen und betrübt zu wissen, aus welchen Gründen und unter welchen Umständen die Flüchtlinge unser Land erreicht haben.
Es berührt mich, welche Schicksale sie zum Teil erlebt haben müssen; die Tatsache, dass viele von ihnen, insbesondere die unbegleiteten 15- bis 17-jährigen Geflüchteten, ihre Familien, aber auch ihren Freundes- und Bekanntenkreis sowie ihr komplettes soziales Umfeld und ihr bekanntes Terrain, also ihre Heimat, verlassen mussten. Gleichzeitig schockiert und entsetzt es mich zu wissen, dass es einem großen Teil der Bevölkerung in den Herkunftsländern nicht möglich ist, das Land und damit die darin vorherrschenden Umstände, die häufig geprägt sind von Angst, Hunger, Unterdrückung, Krieg und Gewalt (vgl. 2.2.2) zu verlassen, sondern diesen meist schutzlos ausgeliefert sind.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Fluchtbewegungen seit 2015 und die daraus resultierende Notwendigkeit der Integration, insbesondere durch das Erlernen der deutschen Sprache bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten.
2. Skizzierung der Situationslage: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten, Fluchtursachen in ausgewählten Ländern sowie das komplexe deutsche Asylverfahren mit all seinen bürokratischen Anforderungen.
3. Zur besonderen Lebens- und Bildungssituation von Geflüchteten: Der Fokus liegt hier auf der Lebenswelt der Geflüchteten, den Herausforderungen des Integrationsprozesses, der Rolle der Religion sowie den schulischen Bildungsmodellen für Neuzugewanderte.
4. Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache: Dieser Teil widmet sich den theoretischen Grundlagen der Sprachvermittlung, verschiedenen Erwerbstheorien sowie didaktisch-methodischen Ansätzen für DaZ-Lernende im Unterricht.
5. Falldarstellung: Situation am Stift S. – eine Praxisdokumentation mit Erfahrungen aus der Bildungs- und Lernarbeit mit geflüchteten Jugendlichen: Hier wird der eigene Praxisansatz der Autorin in einer Aufnahmeeinrichtung dokumentiert und reflektiert, inklusive konkreter Unterrichtsbeispiele und persönlicher Erkenntnisse.
6. Auswertung: Reflexion, Erkenntnisse und Fazit: Das abschließende Kapitel synthetisiert die gewonnenen Einsichten aus Theorie und Praxis und diskutiert Gelingensbedingungen sowie Herausforderungen für eine erfolgreiche Integration und Sprachvermittlung.
Flüchtlinge, unbegleitete Minderjährige, Asylverfahren, Integration, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachvermittlung, Bildungssituation, Praxisdokumentation, Sprachaneignung, Erstaufnahmeeinrichtung, Fluchtursachen, Sprachförderung, interkulturelle Kommunikation, Integrationsprozess
Die Arbeit untersucht die Integration und sprachliche Bildung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Deutschland, verknüpft mit theoretischen Grundlagen und praktischen Erfahrungen aus der Bildungsarbeit.
Zentrale Felder sind die rechtlichen und sozialen Aspekte des Asylverfahrens, die spezifischen Lebensumstände von geflüchteten Jugendlichen sowie didaktische Methoden zur Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache.
Das primäre Ziel ist es, die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge theoretisch zu durchdringen und durch eine eigene Praxisdokumentation konkrete Ansätze für gelingenden Unterricht und Integration aufzuzeigen.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literatur- und Theorieanalyse mit einer praxisorientierten Dokumentation (Praxisbericht) der eigenen Lehrtätigkeit in einer Notunterkunft.
Im Hauptteil werden neben den rechtlichen Aspekten (Asylverfahren) vor allem die Lebensbedingungen in Deutschland, Theorien zum Spracherwerb und konkrete methodische Ansätze (z.B. Kommunikativer Ansatz, interkulturelle Aspekte) erörtert.
Wichtige Begriffe sind Integration, unbegleitete minderjährige Geflüchtete, Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Sprachvermittlung und Praxisdokumentation.
Die Autorin sieht Sprache als zentrales Integrationswerkzeug und Grundvoraussetzung für eine langfristige gesellschaftliche Teilhabe und Niederlassung in Deutschland.
Zu den Herausforderungen gehören der unterschiedliche Leistungsstand (von Analphabetismus bis fortgeschritten), die emotionale Belastung der Jugendlichen durch Fluchterfahrungen sowie die Schwierigkeit, eine professionelle Distanz zu wahren.
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