Bachelorarbeit, 2019
67 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
2. Klassische Anlageberatung im Vergleich zur digitalen Vermögensverwaltung
2.1 Klassische Anlageberatung
2.1.1 Definition der klassischen Anlageberatung
2.1.2 Regulatorische Anforderungen an eine klassische Anlageberatung
2.1.3 Abgrenzungen zur klassischen Anlageberatung
2.2 Digitale Vermögensverwaltung
2.2.1 Definition der digitalen Vermögensverwaltung
2.2.2 Regulatorische Anforderungen an die digitale Vermögensverwaltung
2.2.3 Entstehung und Verbreitung der digitalen Vermögensverwaltung
2.3 Vergleich zwischen der klassischen Anlageberatung und der digitalen Vermögensverwaltung
2.3.1 Benennung von Vergleichskriterien
2.3.2 Vergleichsdurchführung
2.3.3 Zusammenfassung der Vergleichsergebnisse
3. Analyse der Anforderungen von Privatkunden an ihre Geldanlagen im Hinblick auf Anlagemöglichkeiten und gewünschte Beratungsleistungen
3.1 Befragung von Privatkunden über die Anforderungen an ihre Geldanlagen
3.1.1 Erklärung der in der Befragung angewendeten Forschungsmethode
3.1.2 Fragestellungen in der durchgeführten Befragung
3.1.3 Erkenntnisziele aus der durchgeführten Befragung
3.2 Durchführung der Befragung
3.2.1 Durchführungsmethodik der Befragung
3.2.2 Aufbau der Befragung
3.2.3 Hypothese für die Ergebnisse aus der Befragung
3.3 Ergebnisse der Befragung
3.3.1 Auswertung der Befragungsergebnisse im Allgemeinen
3.3.2 Analyse der Ergebnisse in Bezug auf die Erkenntnisziele
3.3.3 Abgleich der Ergebnisse mit der aufgestellten Hypothese
4. Bewertung der Zukunftsfähigkeit der klassischen Anlageberatung und der digitalen Vermögensverwaltung
4.1 Bewertung der Ergebnisse aus der Befragung im Hinblick auf die Datenqualität
4.1.1 Vorteile des Befragungsablaufs und der Methodik
4.1.2 Nachteile des Befragungsablaufs und der Methodik
4.1.3 Empfehlungen für die Durchführung weiterer Befragungen
4.2 Bewertung der Befragungsergebnisse im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der klassischen Anlageberatung und der digitalen Vermögensverwaltung
4.2.1 Bewertung der Kundenanforderungen an ihre Geldanlagen
4.2.2 Bewertung der derzeitigen Erfüllung der Kundenanforderungen von Banken in Bezug auf die Befragungsergebnisse
4.2.3 Erklärungen für die ermittelten Ergebnisse aus der Befragung
4.3 Bedeutung der Befragungsergebnisse für Banken im Privatkundengeschäft
4.3.1 Bewertung der derzeitigen Implementierung von Robo-Advisor in Banken
4.3.2 Bewertung der zukünftigen Nutzung der digitalen Vermögensverwaltung und der klassischen Anlageberatung im Privatkundengeschäft der Banken
4.3.3 Handlungsempfehlung für Genossenschaftsbanken im zukünftigen Umgang mit der digitalen Vermögensverwaltung
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Zukunftsfähigkeit der digitalen Vermögensverwaltung im Vergleich zur klassischen Anlageberatung im Mengengeschäft der Banken. Das Ziel ist es, durch eine empirische Befragung zu ermitteln, ob und wann Robo-Advisor die klassische Anlageberatung ersetzen können und welche Rolle dabei persönliche Ansprechpartner für die Kunden spielen.
2.2.1 Definition der digitalen Vermögensverwaltung
Für die digitale Vermögensverwaltung ist keine einheitliche Definition zu finden. Im Jahresbericht 2017 der BaFin ist folgende Aussage zu lesen, die die Begrifflichkeit der digitalen Vermögensverwaltung näher erläutert als: „Der automatisierte Vertrieb von Finanzinstrumenten und ähnliche digitale Angebote – auch Robo-Advice genannt – erfüllen in der Regel den Tatbestand der Anlageberatung oder der Finanzportfolioverwaltung und bedürfen daher einer Erlaubnis nach Bank- oder Gewerberecht.“27 Der Begriff Robo-Advice kann den Aussagen der BaFin zu Folge als Synonym für die digitale Vermögensverwaltung benutzt werden.
Das Konzept von einem Robo-Advisor ist nachvollziehbar. Der Anlageberater wird durch den Computer ersetzt. Der Kunde klickt sich durch die Fragen, die sonst in ähnlicher Form durch den Anlageberater gestellt werden. Hiermit werden grundsätzliche Anlagepräferenzen aufgenommen und das persönliche Risikoprofil ermittelt.28 Der Kunde hat keinen physischen Roboter vor sich sitzen, sondern kann den Dienst selbst und von jedem beliebigen Ort über das Internet nutzen. Der Robo-Advisor selbst ist eine algorithmenbasierte Software, die die Vermögensverwaltung übernimmt. Die Anlageempfehlungen werden komplett computergestützt angeboten, sodass nichts von menschlicher Intuition oder menschlicher Entscheidung abhängt. Aus den Anlagewünschen des Kunden werden Anlage- und Portfoliostrategien konfiguriert.29
Der Kunde wählt seine Anlagestrategie aus und während des Anlagezeitraums entscheidet der Algorithmus über die Verwaltung des Vermögens. Der Kunde hat mit dem Vertragsabschluss dem Robo-Advice-Anbieter eine Dispositionsvollmacht erteilt, die zur Verwaltung des Vermögens im Rahmen der festgelegten Anlagerichtlinien berechtigt.30 Daraus folgt, dass der Kunde keine Einflussmöglichkeiten auf Anlageentscheidungen hat und auf die automatisierten Prozesse des Robo-Advisors angewiesen ist. Der Kunde kann lediglich Verkäufe oder Käufe aus oder in seinem Depot vornehmen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel im Finanzsektor durch Digitalisierung, Regulatorik und Niedrigzinsphase und definiert das Forschungsproblem sowie die Methodik der Arbeit.
2. Klassische Anlageberatung im Vergleich zur digitalen Vermögensverwaltung: Theoretische Abgrenzung der beiden Anlageformen unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen, Kostenstrukturen und Beratungsprozesse.
3. Analyse der Anforderungen von Privatkunden an ihre Geldanlagen im Hinblick auf Anlagemöglichkeiten und gewünschte Beratungsleistungen: Darstellung der quantitativen Forschungslogik, des Aufbaus der Befragung und Auswertung der erhobenen Kundendaten hinsichtlich Präferenzen und Anlegerverhalten.
4. Bewertung der Zukunftsfähigkeit der klassischen Anlageberatung und der digitalen Vermögensverwaltung: Kritische Analyse der Befragungsergebnisse, Diskussion der Wettbewerbssituation zwischen Banken und Robo-Advisors sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen für Genossenschaftsbanken.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse, wonach die klassische Beratung derzeit noch nicht durch Robo-Advisors ersetzbar ist, aber hybride Lösungen eine notwendige Zukunftsstrategie für Banken darstellen.
Digitale Vermögensverwaltung, Robo-Advisor, Anlageberatung, Banken, Privatkundengeschäft, Geldanlage, MiFID II, Kundenanforderungen, Finanzportfolioverwaltung, Anlagevermittlung, Online-Befragung, Genossenschaftsbanken, Digitalisierung, Anlegerschutz, Wertpapiergeschäft.
Die Arbeit untersucht den Wandel im Privatkundengeschäft von Banken durch die digitale Vermögensverwaltung und analysiert, ob diese die klassische Anlageberatung zukünftig ersetzen kann.
Zentral sind der theoretische Vergleich von Robo-Advisors und klassischer Anlageberatung, die Analyse von regulatorischen Rahmenbedingungen sowie eine quantitative Kundenbefragung zu Anlagepräferenzen.
Die Forschungsfrage lautet: Kann die digitale Vermögensverwaltung (in Form von Robo-Advisors) die klassische Anlageberatung und damit den Anlageberater im Privatkundengeschäft von Banken ersetzen?
Es wird ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, der eine standardisierte Online-Befragung von Privatkunden umfasst, um Stimmungsbilder und Anforderungen an Geldanlagen empirisch zu erfassen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Anlageformen, die Durchführung und Auswertung der Kundenbefragung sowie eine detaillierte Bewertung der Zukunftsfähigkeit beider Ansätze aus Sicht von Banken.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Digitale Vermögensverwaltung, Robo-Advisor, Anlageberatung, Privatkundengeschäft, Regulatorik und Kundenbindung beschreiben.
Genossenschaftsbanken sind traditionell durch Regionalität und persönlichen Kontakt geprägt; die Arbeit zeigt auf, wie diese Institute den digitalen Wandel meistern können, ohne ihre Kernkompetenz der Kundenähe zu verlieren.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein vollständiger Ersatz der Berater derzeit nicht absehbar ist, da viele Kunden den persönlichen Kontakt weiterhin als essenziell für die Sicherheit ihrer Entscheidungen empfinden.
Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Sicherheit und der Wunsch nach einem persönlichen Ansprechpartner bei vielen Kunden trotz zunehmender Digitalisierung und Kostensensibilität weiterhin an erster Stelle stehen.
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