Masterarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Besonderheiten von Startups
2.1 Merkmale von Startups
2.2 Bedeutung von Business Angels und Venture Capital Gesellschaften
2.3 Bedeutung der Unternehmenslebenszyklen bei der Bewertung
3 Darstellung und Vergleich ausgewählter Bewertungsverfahren
3.1 Auswahl der geeigneten Bewertungsverfahren
3.2 Discounted Cashflow Verfahren
3.2.1 Theoretische Grundlagen des FCF-Ansatzes
3.2.2 Bewertung von Startups mit dem FCF-Ansatz
3.3 Realoptionsansatz
3.3.1 Theoretische Grundlagen des Realoptionsansatzes
3.3.2 Bewertung von Realoptionen
3.3.3 Bewertung von Startups mit dem Realoptionsansatz
3.4 Auswertung der Ergebnisse der theoretischen Analyse
3.4.1 Auswertung der Ergebnisse für den FCF-Ansatz
3.4.2 Auswertung der Ergebnisse für den Realoptionsansatz
4 Fallstudie
4.1 Geschäftsmodell und Annahmen
4.2 Bewertung mit dem FCF-Ansatz
4.3 Bewertung von Vertragsklauseln mit dem Realoptionsansatz
4.3.1 Verkaufsoption
4.3.2 Kaufpreisanpassungsklausel
4.4 Auswertung der Ergebnisse der praktischen Analyse
4.4.1 Auswertung der Ergebnisse für den FCF-Ansatz
4.4.2 Auswertung der Ergebnisse für den Realoptionsansatzes
5 Fazit
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Herausforderungen der Unternehmensbewertung von Startups durch Business Angels und Venture Capital Gesellschaften. Ziel ist die Identifizierung eines fundierten und in der Praxis umsetzbaren Verfahrens, wobei insbesondere der Discounted Cashflow (FCF-Ansatz) und der Realoptionsansatz kritisch analysiert und anhand einer Fallstudie auf ihre praktische Anwendbarkeit sowie ihren Nutzen zur Bewertung von Vertragsklauseln geprüft werden.
3.3.1 Theoretische Grundlagen des Realoptionsansatzes
Eine Realoption stellt die Flexibilität eins Unternehmens bzw. der Entscheidungsträger dar, ihre zukünftigen Handlungen an sich verändernde Konstellationen des Unternehmensumfeldes anzupassen. Der Realoptionsansatz berücksichtigt somit, im Gegensatz zum grundsätzlichen Kalkül des FCF-Ansatzes, explizit die Dynamik eines aktiv agierenden und reagierenden Managements. Abgeleitet aus der Theorie von Finanzoptionen stellt dabei eine Realoption das Recht für ihren Besitzer dar, nicht jedoch die Pflicht, innerhalb eines Zeitabschnitts oder zu einem bestimmten Zeitpunkt eine reale Handlung auszuführen, zu einem vorab festgelegten Preis. Solche Optionen können vielfach bei Entscheidungen des Managements im Unternehmen auftreten, sind aber von allgemeinen Handlungsmöglichkeiten abzugrenzen. Damit eine Option werthaltig ist, müssen diese bestimmte Eigenschaften aufweisen. So muss eine gewisse Unsicherheit bzw. ein Risiko über die subjektive bzw. objektive Eintrittswahrscheinlichkeit eines zukünftigen Zustands bestehen. Die getroffenen Entscheidungen können nicht jederzeit wieder rückgängig gemacht werden und sind somit irreversibel. Zudem müssen Handlungsalternativen vorliegen, welche frei wählbar sind. Sind diese Eigenschaften gegeben, ist es zudem hilfreich, die Realoptionen in unterschiedliche Kategorien zu unterteilen. Dies unterstützt bei der Identifizierung und Bewertung der Optionen. In der Literatur existieren hierzu unterschiedliche Kategorisierungen, wobei nachfolgend zwischen Wachstums-, Warte-, Abbruch- und Verbundoptionen unterschieden wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt das Potenzial und die hohen Unsicherheiten von Startups und stellt die Forschungsfrage nach einem geeigneten Bewertungsverfahren.
2 Besonderheiten von Startups: Das Kapitel analysiert die spezifischen Merkmale von Startups sowie die Bedeutung und Arbeitsweise von Business Angels und Venture Capital Gesellschaften in verschiedenen Lebenszyklusphasen.
3 Darstellung und Vergleich ausgewählter Bewertungsverfahren: Es erfolgt eine theoretische Untersuchung und ein Vergleich gängiger Bewertungsverfahren, wobei der Fokus auf dem DCF-Verfahren (FCF-Ansatz) und dem Realoptionsansatz liegt.
4 Fallstudie: Die gewonnenen Erkenntnisse werden auf ein konkretes Geschäftsmodell übertragen, um die praktische Anwendbarkeit der Verfahren und die Bewertung von Vertragsklauseln zu testen.
5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, neben dem FCF-Ansatz verstärkt den Realoptionsansatz zur Bewertung von Vertragsklauseln einzusetzen.
Startup, Unternehmensbewertung, Business Angels, Venture Capital, Discounted Cashflow, FCF-Ansatz, Realoptionsansatz, Beteiligungsvertrag, Vertragsklauseln, Finanzoptionen, Unternehmenslebenszyklus, Kapitalkosten, Risikomanagement, Monte-Carlo-Simulation, Szenariotechnik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Unternehmensbewertung bei jungen, innovativen Unternehmen (Startups) aus der Perspektive von professionellen Investoren wie Business Angels und Venture Capital Gesellschaften.
Die Arbeit behandelt die Besonderheiten von Startups, die Eignung klassischer Bewertungsmethoden wie dem DCF-Verfahren, sowie den Einsatz des Realoptionsansatzes zur Bewertung komplexer Vertragsklauseln.
Das Ziel ist die Identifizierung eines fundierten und in der Praxis umsetzbaren Bewertungsverfahrens, um Startups trotz hoher Unsicherheit und mangelnder Vergangenheitsdaten verlässlich zu bewerten.
Neben einer intensiven Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung nutzt der Autor eine Fallstudie, in der ein technologiebasiertes Geschäftsmodell mittels FCF-Ansatz und Realoptionsansatz quantitativ simuliert und analysiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Bewertungsansätze, gefolgt von der praktischen Anwendung, inklusive der Modellierung von Szenarien und der ökonomischen Bewertung spezifischer Vertragsklauseln.
Zu den zentralen Begriffen gehören Startup-Bewertung, Business Angels, Venture Capital, FCF-Ansatz, Realoptionsansatz sowie die spezifische Modellierung durch Szenariotechnik und Monte-Carlo-Simulation.
Die Problematik liegt in der hohen Unsicherheit der Cashflow-Prognose, der schwierigen Bestimmung risikoadäquater Kapitalkosten und dem Fehlen aussagekräftiger Vergangenheitsdaten in der jungen Gründungsphase.
Der Ansatz erlaubt die ökonomische Bewertung von Vertragsklauseln wie Verkaufsoptionen oder Kaufpreisanpassungen, was die Transparenz in Beteiligungsverhandlungen erhöht und zur Risikobegrenzung des Investors beiträgt.
Die Wahl der Methode führt zu unterschiedlichen Unternehmenswerten, da der FCF-Ansatz stark von der Wahl des Diskontierungssatzes abhängt, während der Realoptionsansatz die vertragliche Flexibilität und Handlungsspielräume explizit einpreist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

