Bachelorarbeit, 2008
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Reiseverkehrsstrom von Deutschland nach Frankreich
2.1. Grundsätzliche Definitionen im Reiseverkehr
2.2. Frankreich als Reiseziel
2.3. Die Urlaubsreisen der Deutschen
3. Das touristische Medium „Reiseveranstalterkatalog“
3.1. Gattungsspezifische Einordnung des Mediums „Reiseveranstalterkatalog“ und Forschungsstand
3.2. Bedeutung der Reiseveranstalterkataloge
3.2.1. Aus Sicht des Veranstalters
3.2.2. Aus Sicht des Urlaubers
3.3. Auswahl der zu untersuchenden Kataloge
4. Frankreichbilder im Tourismus
4.1. Bilder – Stereotype – Images
4.1.1. Bilder
4.1.2. Stereotype
4.1.3. Images
4.2. Frankreichbilder in Deutschland
4.3. Frankreichbilder deutscher Touristen
5. Analyse der Reiseveranstalterkataloge
5.1. Die Makroanalyse: Titelblatt und Aufbau
5.2. Die Mikroanalyse
5.2.1. Abbildungen im Corpus
5.2.2. Sprache im Corpus
5.3. Analyse von Frankreichurlaubern
6. Ausblick
Die Arbeit untersucht, welche Frankreichbilder durch deutsche Reiseveranstalterkataloge vermittelt werden und wie diese mit den Erwartungen und Urlaubertypen deutscher Reisender korrespondieren. Dabei wird analysiert, wie durch die Kombination von visuellen und sprachlichen Elementen idealisierte Vorstellungen konstruiert werden, die den Wunsch nach Erholung und Ursprünglichkeit bedienen.
4.1.2. Stereotype
Um die Fülle an Informationen bei der Wahrnehmung eines Sachverhaltes besser verarbeiten zu können, werden diese oft nur in reduzierter Form wahrgenommen. Bei dieser Wahrnehmung handelt es sich um den Prozess des Einordnens in bekannte Wahrnehmungsmuster, wobei das Wahrgenommene vereinfacht werden muss, um es überhaupt aufnehmen zu können. Durch diese reduzierte Komplexität können auch wichtige Eigenschaften des Wahrgenommenen verloren gehen. Entscheidend ist jedoch, dass Wahrnehmung nie richtig oder falsch sein kann; sie gibt vielmehr Auskunft über den Wahrnehmenden selbst und weniger über das Wahrgenommene. Somit ist sie rein subjektiv. Diese reduzierte Form einer Information wird als Stereotyp bezeichnet.
Der Begriff Stereotyp hat seinen Ursprung im Druckwesen. Die Eigenschaften der Letter, die für den Druck verwendet werden, lassen sich jedoch auch entsprechend auf kulturelle Stereotype übertragen: sie waren ursprünglich beweglich und veränderbar, werden dann aber fest und starr und eignen sich somit zur massenhaften Vervielfältigung. In den Kulturwissenschaften stellen sie somit verkürzte und reduzierte Bilder über die eigene sowie über fremde kulturelle Gruppen, die sich durch Konstanz und Universalität auszeichnen, dar.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das spannungsreiche Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland und führt in die kulturwissenschaftliche Tourismus-Forschung ein, um die bisher unterschätzte Rolle der Reisekataloge bei der Bildvermittlung zu begründen.
2. Der Reiseverkehrsstrom von Deutschland nach Frankreich: Dieses Kapitel definiert tourismusspezifische Fachbegriffe und analysiert die Bedeutung Frankreichs als Reiseziel sowie das Reiseverhalten der Deutschen.
3. Das touristische Medium „Reiseveranstalterkatalog“: Hier wird der Reiseveranstalterkatalog als Werbemedium literatur- und tourismuswissenschaftlich eingeordnet und die Bedeutung der Kataloge für Anbieter und Kunden diskutiert.
4. Frankreichbilder im Tourismus: Das Kapitel definiert grundlegende Termini wie Bild, Stereotyp und Image und analysiert existierende Frankreichbilder sowie deren Wahrnehmung durch deutsche Touristen.
5. Analyse der Reiseveranstalterkataloge: Dieser Hauptteil unterzieht die Kataloge einer detaillierten Makro- und Mikroanalyse hinsichtlich Aufbau, Titelbildern, Illustrationen und Sprache, ergänzt durch eine Analyse der Zielgruppentypen.
6. Ausblick: Der Ausblick fasst zusammen, dass die Kataloge ein einseitig positives, idealisiertes Frankreichbild vermitteln, und regt weitere Untersuchungen zu länderspezifischen Stereotypen an.
Frankreichbilder, Reiseveranstalterkataloge, Tourismusforschung, Stereotype, Imagebildung, Kulturwissenschaften, Fremdwahrnehmung, Reiseverhalten, Urlaubsdestinationen, Werbung, Medienanalyse, Urlaubertypologie, Frankreich-Tourismus.
Die Arbeit analysiert die Darstellung von Frankreich in deutschen Reiseveranstalterkatalogen und untersucht, welche Frankreichbilder dort vermittelt werden.
Zentrale Themen sind die kulturwissenschaftliche Tourismusforschung, die Analyse von Bildsprache und Texten in Katalogen sowie die Untersuchung von Klischees und kulturellen Stereotypen.
Ziel ist es zu ergründen, ob und wie diese Kataloge durch eine idealisierte Darstellung Frankreichs gezielt Konsum anregen und welche Urlaubertypen sie dabei ansprechen.
Die Autorin kombiniert eine deskriptive Kataloganalyse mit kulturwissenschaftlichen Ansätzen, darunter Ansätze der Imagologie, Semiotik und der Auswertung von Reiseanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Makroanalyse der Katalogstrukturen und eine detaillierte Mikroanalyse von Bildern, Kartenmaterial und den verwendeten sprachlichen Metaphern.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Frankreichbilder, Stereotype, Reiseveranstalterkataloge, Fremdwahrnehmung und touristische Werbeformeln.
Diese Unterscheidung hilft zu verstehen, wie Deutschland und Frankreich sich gegenseitig wahrnehmen und wie diese Identitätszuschreibungen den Tourismus beeinflussen.
Studiosus fokussiert sich stärker auf den "Erlebnisurlauber" und stellt vermehrt Menschen und Kultur in den Mittelpunkt, anstatt nur reine Küsten- und Urlaubsassoziationen zu bedienen.
Es fungiert als universelle Werbeformel, um beim Kunden sofort Assoziationen von Entspannung und Erholung zu wecken, auch wenn dies der Realität französischer Regionen nicht immer vollständig entspricht.
Die Autorin stellt fest, dass sich das Bild Frankreichs in Deutschland positiv gewandelt hat, jedoch klassische Stereotype wie "kulturelle Lebensart" und die historische Bedeutung weiterhin tief in den Kataloginhalten verwurzelt bleiben.
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