Diplomarbeit, 2019
131 Seiten, Note: 2
1 Einleitung und Problemstellung
1.1 Einführung
1.2 Wissenschaftliche Relevanz und Forschungsstand
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau
2 Bitcoin
2.1 Anfänge
2.2 Funktionsweise und Eigenschaften
2.2.1 Dezentral
2.2.2 Mining
2.2.3 Blockchain
2.2.4 Pseudonym
2.3 Zahlungsmittel und Währung
2.4 (Inter)nationales Interesse am Bitcoin
2.4.1 Erstes Aufkommen in den Medien
2.4.2 Google, Wikipedia und Twitter
2.4.3 Der Bitcoin und Österreich
3 (Massen)Medien und Öffentlichkeit
3.1 Begriff des Mediums
3.2 Funktionen
3.3 Qualitätsanspruch
3.4 Zeitungen
3.4.1 Darstellungsformen
3.4.2 Zeitungsressorts
3.5 Nachrichtenselektion
3.5.1 Gatekeeper
3.5.2 Nachrichtenfaktoren
3.5.3 News Bias
3.6 Agenda Setting
3.7 Framing
3.7.1 Ursprünge und Definition
3.7.2 Arten von Frames und Frame-Elementen
3.7.3 Inhaltszentrierte Medienframes
3.7.4 Dynamik von Frames
4 Forschungsfragen
5 Methode
5.1 Inhaltsanalytische Identifikation von Medienframes
5.2 Untersuchungsmaterial und -zeitraum
5.3 Operationalisierung
6 Ergebnisse
6.1 Frame-Elemente und Medienframes
6.2 Themen- und Framingzyklus
6.3 Frames je journalistischer Darstellungsform
6.4 Frames je Zeitungsressort
7 Diskussion, Fazit und Ausblick
7.1 Diskussion der Ergebnisse
7.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Medienberichterstattung über den Bitcoin in Österreich inhaltsanalytisch zu untersuchen, um zu identifizieren, wie das Thema in österreichischen Tageszeitungen dargestellt wird und wie sich die entsprechenden Deutungsmuster (Frames) im zeitlichen Verlauf entwickeln.
1.1 Einführung
Mit dem Ziel, Zahlungen ohne zwischengeschaltete Finanzinstitutionen durchzuführen, wurde der Bitcoin als dezentrale Onlinewährung geschaffen (Nakamoto, 2008a, S. 1). Die erste echte Transaktion fand 2010 statt, als zwei Pizzen mit 10.000 Bitcoins bezahlt wurden (Wallace, 2011). Im selben Jahr wurden Bitcoins auch das erste Mal online gehandelt, damals zu einem Preis von knapp fünf US-Cent je Einheit (Yermack, 2015, S. 34f.). Seither erlebte die Kryptowährung (die verschlüsselte Währung, abgeleitet von der Kryptografie, Anm. d. Verf.) zahlreiche Höhen und Tiefen, mit Preisschwankungen zwischen 1.000 und 20.000 US-Dollar in nur einem Jahr. Mit jeder Talfahrt wurde der Bitcoin als Blase und für tot erklärt (Jilch, 2018a, S. 9), wobei gerne auf die Tulpenmanie im 16. Jahrhundert Bezug genommen wird, eine Spekulationsblase der niederländischen Wirtschaftsgeschichte. Damals stieg der Preis für Tulpenzwiebel durch das hohe Interesse sehr stark an, bis er abrupt abstürzte („Dem Bitcoin könnte es bald wie der Tulpe ergehen“, 2017).
Erst kürzlich wurden in Österreich (APA-Online-Manager Library, 2019a) Artikel mit Schlagzeilen wie „Schon 1.000 Krypto-Währungen tot“ (Österreich, 2019, S. 20) bzw. „Bitcoin: Vom Mega-Hype in die Hölle“ (Jilch, 2018b, S. 20) aufgemacht. Entsprechend einer Website, auf der Medienberichte gesammelt werden, in denen der Bitcoin totgesagt wird, ist die Mutter aller Kryptowährungen bereits 364-mal gestorben. Der erste „Todesfall“ wurde am 15. Dezember 2010 gemeldet und trug den Titel „Why Bitcoin can’t be a currency“ und der letzte stammt vom 25. Juni 2019 und lautete „None more foolish than what’s being said to rationalize the Bitcoin bubble“ (Bitcoin Obituaries, o.J.). Auf einer ähnlichen Website lassen sich zu jeder „Todesanzeige“, die in Form eines Grabsteins abgebildet ist, sogar Blumen niederlegen. Der Preis pro Blume, die auch eine Beileidsbekundung beinhaltet, beträgt 0,01 Millibitcoins oder auch 1.000 Satoshis, was zum Zeitpunkt des Schreibens umgerechnet in etwa 0,11 US-Dollar sind (Bitcoin Graveyard, o. J.). Ein Satoshi ist die kleinste Einheit eines Bitcoins, ähnlich einem Cent, und wurde nach dem Erfinder Satoshi Nakamoto benannt, dessen Identität trotz zahlreicher Bemühungen bislang ungeklärt ist (Lam & Lee, 2015, S. 11).
1 Einleitung und Problemstellung: Hinführung zum Thema Bitcoin und Erläuterung des Forschungsinteresses sowie der Relevanz für die Kommunikationswissenschaft.
2 Bitcoin: Umfassende technische und inhaltliche Einführung in das Thema Bitcoin, inklusive Funktionsweise, Mining, Blockchain-Technologie und ökonomischer Einordnung.
3 (Massen)Medien und Öffentlichkeit: Theoretische Fundierung zum Mediensystem, journalistischen Funktionen, Nachrichtenselektion und insbesondere der Framing-Theorie.
4 Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Forschungsfrage sowie der acht untergeordneten Subforschungsfragen für die empirische Analyse.
5 Methode: Beschreibung des methodischen Vorgehens der Inhaltsanalyse, der Operationalisierung und der Auswahl des Untersuchungsmaterials.
6 Ergebnisse: Darstellung der erhobenen Daten, Identifikation der sieben Medienframes und Analyse des Themen- bzw. Framingzyklus.
7 Diskussion, Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen, Interpretation der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Bitcoin, Kryptowährung, Framing, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Journalismus, Nachrichtenfaktoren, Themenzyklus, Blockchain, digitale Währung, Österreich, Tageszeitungen, Gatekeeper, Wirtschaft, Konflikt.
Die Arbeit untersucht, wie die Kryptowährung Bitcoin in österreichischen Tageszeitungen medial dargestellt („geframed“) wird.
Die zentralen Felder sind die technologische Funktionsweise des Bitcoins, die mediale Berichterstattung sowie die theoretische Verortung im Framing-Ansatz der Kommunikationswissenschaft.
Das Ziel ist die Identifikation von Deutungsmustern (Frames) in der Berichterstattung und deren zeitliche Entwicklung sowie die Analyse der Dynamik dieser Frames.
Es wird eine empirische Inhaltsanalyse angewandt, bei der 297 Zeitungsartikel mittels eines entwickelten Codebuchs induktiv-quantitativ untersucht wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Bitcoin und Mediensysteme sowie die methodische Durchführung und detaillierte Ergebnispräsentation der Inhaltsanalyse.
Bitcoin, Framing, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Journalismus und Blockchain sind für das Verständnis der Arbeit essentiell.
Die identifizierten Frames sind: „Vorsicht vor DiebInnen und BetrügerInnen“, „Seriöse Wertanlage und Quelle für Steuereinnahmen“, „Zahlungsmittel für kriminelle Aktivitäten“, „Von Kriminelle für Kriminelle“, „Technologie: Segen und ein wenig Fluch“, „Positiv behaftetes Zahlungsmittel“ und „Warnung vor Risiken“.
Die Analyse zeigt, dass der Themenlebenszyklus der Berichterstattung ähnlich wie der Kursverlauf des Bitcoins verläuft, wobei starke Kursanstiege meist zu einem Anstieg der medialen Aufmerksamkeit führen.
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