Bachelorarbeit, 2020
27 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Der Mensch als Maschine
2.1 Decartes und de la Mettrie – eine philosophische Betrachtung
2.2 Die Figur des Cyborgs zwischen Technologie und Mensch
2.2.1 Der Cyborg- eine Eingrenzung
2.2.2 Der gendertheoretische Aspekt des Cyborgs nach Donna Haraway
3. Technik und Sexualität
3.1. Was ist Sexualität?
3.1.1 Der naturalistische Aspekt
3.1.2.Der historische Aspekt
3.2. Sexualität im digitalen Zeitalter
3.2.1 Pornografie als Teil der Sexualität
3.2.2 Die Pornografie als Beschreibung der modernen Sexualität
3.2.3 Online Persona- Sexualität und das eigene Selbst im Internet
3.3 Die permanente Nähe zu digitalen Geräten
3.4 Zusatz: Kann man mit einem Roboter Liebe machen?
4. Analyse „All is Full of Love“, Chris Cunningham 1997
4.1. Musik und Text
4.2 Der digitale Raum und der verkörperte Mensch darin
4.3 Die Dichotomie von Körper und Geist
4.4. Sexualität, Technik, Nähe
4.5.Isolation im Maschinenraum
4.7. Gesamtinterpretation der Analyse
5. Conclusio
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Sexualität und Technologie, indem sie den Menschen als ein dichotomes, maschinenhaftes Wesen betrachtet. Durch eine medientheoretische Analyse des Musikvideos „All is full of love“ von Chris Cunningham wird hinterfragt, wie digitale Räume die menschliche Identität und körperliche Nähe beeinflussen.
2.1 Decartes und de la Mettrie – eine philosophische Betrachtung
Bevor man sich mit der Weiterentwicklung des Menschen beschäftigen kann so ist es zunächst sinnvoll sich zu Fragen aus was der Mensch in eigentlichem Sinne besteht. Decartes sieht die Tiere als unbeseelt und rein mechanisch an, die Abstinenz einer Seele. Sie sie sind nur komplexe Maschinen, die nur aufgrund von Reflexen funktionieren würden. Diese Ansicht hat auch einen erheblichen Einfluss auf das Verständnis wie ein Körper gesehen werden kann, selbst wenn es sich um den eines Tieres handelt. Decartes geht auch darauf ein das man nie genau wisse was in einem Menschen vorgeht. Dazu Dercartes: „Doch was sehe ich außer Hüten und Kleider unter denen Automaten verborgen sein könnten?“ Das Gegenüber weiß nicht wirklich ob ihm ein „intelligenter“ Mensch gegenübersteht, wenn man ihn nur von außen betrachtet könnte es sich auch nur um einen komplexen Roboter handeln. Auch wenn natürlich selbst nach heutigen Maßstäben so eine Möglichkeit nicht besteht.
La Mettrie geht in seinem Buch „Der Mensch als Maschine“ ebenfalls auf den Umstand ein, dass es beim Menschen eine Reihe von mechanischen Abläufen gibt die einer Maschine gleichen, besonders der Aspekt des Reflexes ist in diesem Zusammenhang interessant. De la Mettrie beschreibt sie auch als Triebfedern des Menschen, die ohne Zutun der Person funktionieren.
„Ist es nicht ein mechanischer Vorgang, wenn sich der menschliche Körper eines unerwarteten Abgrunds erschrocken zusammenzieht; wenn sich die Augenlieder, wie man behauptet hat sich bei einem drohenden Schlag senken; wenn die Pupille sich im hellen Tageslicht verengt, um die Netzhaut zu schonen und Nachts erweitert um die Gegenstände im Dunkeln zu sehen?“
De La Mettrie greift hier die Idee auf das der Mensch nicht nur Herr seiner selbst ist, sondern aus einer Vielzahl von kleinteiligen Prozessen besteht die Teils selbstgesteuert, teils aber aus einem Reflex heraus passieren. Der Reflex an sich ist also für Mettrie, auch wenn er es in seinem Buch als Triebfedern betitelt, ein Beweis dafür das der Mensch etwas Maschinelles an sich hat. Der Körper hat Mechanismen, die ihn schützen, wie zum Beispiel die Poren der Haut, die sich bei Kälte zusammenziehen, um den Körper zu schützen ohne dass der Geist wirklich etwas dafür leisten muss.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die philosophische Fragestellung ein, ob der Mensch als Maschine betrachtet werden kann, und stellt das Musikvideo „All is full of love“ als zentrales Analyseobjekt vor.
2. Der Mensch als Maschine: Es wird die philosophische Basis gelegt, angefangen bei Descartes und La Mettrie bis hin zur modernen Cyborg-Theorie nach Donna Haraway.
3. Technik und Sexualität: Dieses Kapitel beleuchtet die historische und aktuelle Konstruktion von Sexualität, deren Wandel im digitalen Zeitalter sowie die Auswirkungen von Pornografie und Online-Dating auf das Selbstbild.
4. Analyse „All is Full of Love“, Chris Cunningham 1997: Eine detaillierte medienwissenschaftliche Untersuchung der Musik, der digitalen Ästhetik, der Motive von Isolation und der Darstellung körperlicher Nähe im Video.
5. Conclusio: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Mensch zunehmend als „digitaler Cyborg“ agiert, dessen Bedürfnisse nach Nähe in einer technisierten, isolierenden Umgebung fortbestehen.
Mensch-Maschine, Cyborg, Sexualität, digitale Identität, Donna Haraway, Julien Offray de La Mettrie, Chris Cunningham, All is full of love, Technik, Pornografie, Online-Persona, Datenpuppe, Isolation, Digitalität, Medientheorie.
Die Bachelorarbeit untersucht die medientheoretische und philosophische Verbindung zwischen der Maschinenhaftigkeit des Menschen, moderner Technik und der Auslebung von Sexualität.
Die zentralen Themen umfassen die Philosophie des Menschseins als mechanisches System, die Identität des Cyborgs, die gesellschaftliche Konstruktion von Sexualität und die Medialisierung des Körpers durch digitale Technologien.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Sexualität in einer zunehmend technisierten Lebensrealität existiert und ob der Mensch durch die Vermischung von Technik und Identität zu einem „digitalen Cyborg“ wird.
Die Arbeit nutzt eine philosophisch-medientheoretische Analyse, die mit einer hermeneutischen Interpretation des Musikvideos von Chris Cunningham kombiniert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Mensch-Maschine-Verhältnisses, eine historische Einordnung der Sexualität sowie eine praktische Analyse des Musikvideos hinsichtlich seiner Motive wie Isolation und künstliche Nähe.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Cyborg“, „Dichotomie von Körper und Geist“, „Datenpuppe“, „Ökonomisierung der Sexualität“ und „technologische Isolation“ charakterisiert.
Der Begriff nach Manfred Fraßler beschreibt, wie Nutzer im Internet eine digitale Identität erschaffen, um in der digitalen Welt zu agieren, was eine Entkoppelung vom physischen Selbst erfordert.
Das Video verdeutlicht, dass Technik zwar Kommunikation ermöglicht, die Figuren jedoch in einem isolierten „Maschinenraum“ gefangen bleiben, was die Ambivalenz zwischen technischer Vernetzung und realer Vereinsamung symbolisiert.
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