Diplomarbeit, 2008
110 Seiten, Note: 1,0
1 Einordnung und Zielsetzung der Arbeit
1.1 Problemstellung und Themenabgrenzung
1.2 Gegenstand und Ziel der Untersuchung
1.3 Methoden der Informationsgewinnung
2 Grundlagen
2.1 Personalentwicklung
2.2 Weiterbildung / Fortbildung
2.3 Lernen
3 Lerntheorien
3.1 Behavioristische (verhaltenstheoretische) Lerntheorien
3.2 Kognitive und soziale Lerntheorien
3.3 Konstruktivistische Lerntheorien
3.4 Gegenüberstellung der pädagogischen Konzepte
4 Präsenzlehre
4.1 Definition
4.2 Lernformen
4.2.1 Handlungsorientiertes Lernen
4.2.2 Individuelles und selbstbestimmtes Lernen
4.2.3 Kooperatives Lernen / Gruppenlernen
5 E-Learning
5.1 Definition
5.2 Historische Entwicklung des E-Learning
5.2.1 1950 – 1980: CAI (Computer Assisted Instruction)
5.2.2 1980 – 1990: CBT (Computer Based Training)
5.2.3 Ab 1990: WBT (Web Based Training)
5.3 E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung
5.4 Computerunterstützte Lernprogramme
5.4.1 Tutorielle Systeme
5.4.2 Intelligente tutorielle Systeme (ITS)
5.4.3 Hypertext und Hypermedia
5.4.4 Simulationssysteme
5.4.5 Übungsprogramme ("Drill-and-Practice")
5.5 Die Vor- und Nachteile des E-Learning
6 Vergleich: E-Learning und konventionelle Lernformen
6.1 Lernmodule als Präsenz und E-Learning Variante
6.2 Kostenvergleich
6.3 Didaktik
6.4 Effektivität
6.5 Problemfelder und Grenzen
7 Blended Learning
7.1 Definition
7.2 Vor- und Nachteile von Blended Learning Lösungen
7.3 Mögliche Komponenten
7.4 Methodik und Didaktik
7.5 Gestaltung von Blended Learning Angeboten
7.6 Anforderungen an die Lernenden
7.7 Spektrum Blended Learning
7.7.1 Lernen synchron / asynchron
7.7.2 Lernen individuell / kollaborativ
7.8 Blended Learning Beispiel der Siemens AG
7.8.1 Welche Faktoren führen bei der Blended Learning Maßnahme von Siemens zum Erfolg?
7.8.2 Aufbau und Hintergrund der Blended Learning Lösung
7.8.3 Untersuchung zu den Erfolgsfaktoren der Blended Learning Lösung
7.8.4 Statistische Daten über die Teilnehmer
7.8.5 Ziel der Untersuchung und Nutzungsabsichten
7.8.6 Ergebnisse der Umfrage
7.9 Erfolgsfaktoren der Blended Learning Lösung
7.9.1 Die Rolle des Trainers
7.9.2 Die Bedeutung des Workshops
7.9.3 Die Flexibilität des E-Learning
7.9.4 Kognitivismus als Grundlage der Erfolgsfaktoren
7.9.5 Optimierungsmöglichkeiten / Handlungsempfehlungen
8 Schlussbetrachtung
9 Ausblick
10 Fragenkatalog zur Umfrage
11 Glossar
12 Literaturverzeichnis
Diese Diplomarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren von Blended Learning-Maßnahmen in der betrieblichen Weiterbildung, konkret am Beispiel der Service-Techniker für Computed Tomography der Siemens AG. Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Kombination aus E-Learning und Präsenzphasen den Lernerfolg sichert, wie das Konzept mit etablierten Lerntheorien harmoniert und welche Optimierungspotenziale durch Web 2.0-Anwendungen bestehen.
8.8.3 Aufbau und Hintergrund der Blended Learning Lösung
Seit dem Jahr 2000 benutzt die Computed Tomography der Siemens AG ein umfassendes Blended Learning Programm, um ihre Servicetechniker weiterzubilden. In der Schulungsmaßnahme werden drei verschiedene Systeme behandelt – Somatom Emotion (inkl. Somatom Spirit), Somatom Sensation und Somatom Definition. Die Lernenden belegen den für sie relevanten Kurs zum System. Im Laufe der vergangenen acht Jahre haben weltweit rund 1500 Techniker die Weiterbildung zu einer der Baureihen erfolgreich absolviert. Die Blended Learning Lösung wurde in den acht Jahren ihres Bestehens mehrmals abgeändert, um die Lerneffizienz zu steigern.
Bevor die Weiterbildung systemspezifisch stattfindet, muss jeder Servicetechniker einen Grundlagenkurs, den so genannten „CT Basics“ in Form eines CBT oder WBT belegen. Das Vorstudienmaterial behandelt die Bedeutung, Anwendung, Geschichte und konkurrierende Bildgebungsverfahren der CT. Nach jedem Kapitel des E-Learning Moduls folgen drei bis fünf Fragen, die das neu erlernte Wissen überprüfen.
Der anschließende Kurs bezieht sich konkret auf eine der drei Baureihen (Emotion / Sensation / Definition) und kann wiederum als CBT oder WBT genutzt werden. Er gilt als Zugangsvoraussetzung für die 2-wöchige Präsenzveranstaltung (Classroom-Training), die zum adäquaten System gehört. Der Workshop bearbeitet die Themen Montage, Wartung, Bedienung und allgemeine Verständigung des Systems (Scanner, Workstation, Server).
Anfangs war der Systemkurs nicht unterteilt in ein E-Learning Modul und eine Präsenzveranstaltung, sondern bestand aus einem langen Präsenzseminar, in dem Theorie und Praxis zur Baureihe behandelt wurden. Die Möglichkeiten elektronischen Lernens führten Ende der 90er Jahre zu einer Aufteilung der Inhalte.
1 Einordnung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Relevanz lebenslangen Lernens sowie Vorstellung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen: Definition und Einordnung von Begriffen wie Personalentwicklung, Weiterbildung und Lernen im unternehmerischen Kontext.
3 Lerntheorien: Detaillierte Betrachtung behavioristischer, kognitiver und konstruktivistischer Theorien als Basis für moderne Lernkonzepte.
4 Präsenzlehre: Untersuchung klassischer Unterrichtsformen wie Workshops und deren Eignung für handlungsorientiertes und kooperatives Lernen.
5 E-Learning: Analyse der historischen Entwicklung, Definitionen und verschiedenen Formen computerunterstützter Lernprogramme.
6 Vergleich: E-Learning und konventionelle Lernformen: Gegenüberstellung von technologischen und didaktischen Aspekten der beiden Lernwelten.
7 Blended Learning: Zentrale Analyse des gemischten Lernens, seiner Komponenten, Erfolgsfaktoren und konkrete Fallbetrachtung bei der Siemens AG.
8 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit von Blended Learning und Fazit der Untersuchung.
9 Ausblick: Diskussion zukünftiger Entwicklungstrends im Bereich des Lernens, insbesondere unter Berücksichtigung von mobilen Anwendungen und Web 2.0.
Blended Learning, Betriebliche Weiterbildung, Siemens AG, E-Learning, Präsenzlehre, Lerntheorien, Wissensmanagement, Kognitivismus, Web 2.0, Weiterbildungskonzept, Servicetechniker, Kompetenzentwicklung, Erfolgsfaktoren, Didaktik, Online-Lernen
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Erfolgsfaktoren in Blended Learning-Weiterbildungskonzepten für Servicetechniker, illustriert am konkreten Beispiel der Siemens AG.
Die zentralen Themen umfassen die lerntheoretischen Grundlagen, den Vergleich zwischen E-Learning und Präsenzlehre sowie die praktische Implementierung von Blended Learning in einem global agierenden Unternehmen.
Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die den Teilnehmern der Weiterbildung bei Siemens den bestmöglichen Lernerfolg sichern und das Programm effizienter gestalten.
Die Autorin nutzt eine quantitative, E-Mail-basierte Befragung von weltweit tätigen Servicetechnikern, um deren Akzeptanz und Lernerfahrungen empirisch zu erfassen.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Definition und methodischen Gestaltung von Blended Learning, der Analyse der Siemens-spezifischen Lösung und der Auswertung der erhobenen Umfragedaten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Blended Learning, betriebliche Weiterbildung, Kognitivismus, Wissensmanagement und Web 2.0 charakterisiert.
Während der Workshop als geschützte Umgebung für praktisches Handeln am CT-Scanner und Erfahrungsaustausch dient, übernimmt das E-Learning (WBT/CBT) die theoretische Wissensvermittlung und bietet Flexibilität in der zeitlichen und räumlichen Gestaltung.
Web 2.0-Anwendungen wie Wikis, Blogs und Newsgroups werden als notwendige Optimierung vorgeschlagen, um den Wunsch der Lernenden nach mehr Aktualität, Interaktion und kollektivem Wissensaustausch zu erfüllen.
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