Masterarbeit, 2008
62 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Terminologische und inhaltliche Grundlagen
2.1 Definition und Ziele von Personalentwicklung
2.2 Kriterien einer alterssensiblen Personalentwicklung
2.3 Demografie und demografischer Wandel
3. Demografischer Wandel in Deutschland
3.1. Faktoren der bundesweiten Bevölkerungsentwicklung
3.1.1 Geburtenrate
3.1.2 Lebenserwartung
3.1.3 Außenwanderungen
3.2 Auswirkungen auf Arbeit und Wirtschaft
3.2.1 Konsequenzen für den Arbeitsmarkt
3.2.2 Konsequenzen für die Gesellschaft
3.2.3 Soziale Verantwortung der Unternehmen
3.3 Aktueller Gesetzesrahmen gegen Diskriminierung
4. Betrachtung von Alter und Leistung
4.1 Die Begrifflichkeit des Alters im beruflichen Kontext
4.2 Leistungsfähigkeit im Alter
4.2.1 Physische Leistungsfähigkeit
4.2.2 Kognitive Leistungsfähigkeit
4.2.3 Erfahrungswissen
4.3 Die Situation älterer Arbeitnehmer in Unternehmen und Gesellschaft
5. Strategien einer alterssensiblen Personalentwicklung
5.1 Situationsanalyse im Unternehmen
5.2 Strategien und Instrumente zum Erhalt der beruflichen Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
5.2.1 Führung und Unternehmenskultur
5.2.1.1 Die Bedeutung einer wertschätzenden Unternehmenskultur
5.2.1.2 Kriterien einer alterssensiblen Führung
5.2.2 Flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Laufbahn
5.2.2.1 Flexible Arbeitszeitgestaltung
5.2.2.2 Flexible Laufbahngestaltung
5.2.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsorganisation
5.2.3.1 Konzept und Ziel eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
5.2.3.2 Aspekte einer alterssensiblen Arbeitsorganisation
5.2.4 Betriebliche Bildung und Wissensmanagement
5.2.4.1 Kriterien einer alterssensiblen betrieblichen Bildung
5.2.4.2 Wissens- und Erfahrungstransfer
5.2.5 Bedeutung der intergenerativen Zusammenarbeit
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, welche Strategien und Instrumente die betriebliche Personalentwicklung nutzen kann, um die Leistungspotenziale älterer Arbeitnehmer im Kontext des demografischen Wandels langfristig zu erhalten und in Unternehmensprozesse zu integrieren.
3.1.2 Lebenserwartung
Eine längere Lebenserwartung ist für den Einzelnen sicherlich ein Gewinn. Jedoch sind damit auf gesellschaftlicher Ebene erhebliche Herausforderungen verbunden. Die öffentliche Debatte ist geprägt von der Diskussion über die Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme. Eine steigende Lebenserwartung führt zu einer wachsenden Zahl an Leistungsempfängern im Bereich der Rente, Gesundheit und Pflege. Das bereits dargestellte Geburtendefizit verschärft die Diskussion, da immer weniger Erwerbstätige Sozialbeiträge leisten werden.
Daher ist die Komponente der Lebenserwartung ein wichtiger Einflussfaktor auf die demografische Entwicklung. Für den Zeitraum 2002/2004 liegt die durchschnittliche Lebenserwartung damals geborener Jungen bei 75,9 und für Mädchen bei 81,5 Jahren. Für das Jahr 2050 prognostiziert das Statistische Bundesamt bereits eine Lebenserwartung von 83,5 Jahren für Männer bzw. 88 Jahren für Frauen. Gründe für den Anstieg der Lebenserwartung sind der medizinische Fortschritt, die verbesserten Arbeits- und Wohnbedingungen, materieller Wohlstand, hygienische Lebensbedingungen sowie ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein. Allerdings wird sich der Anstieg der Lebenserwartung danach verlangsamen. In einigen Jahren sind die Verbesserungspotenziale fast ausgeschöpft und es werden keine gravierenden Veränderungen mehr erwartet. Das Sterberisiko in den niedrigen Altersstufen ist bereits jetzt sehr gering.
Unter Berücksichtigung der dargestellten Geburtenentwicklung wird sich die Altersstruktur grundlegend ändern. Die Zahl der unter 20- Jährigen schrumpft von heute 16,5 Millionen bis 2050 auf 10,4 bis 11,4 Millionen. Die Zahl der 65- Jährigen und Älteren wird dagegen von heute 15,9 Millionen auf 22,9 bis 23,5 Millionen steigen. Die Bevölkerung Deutschlands wird damit von Menschen geprägt sein, die sich heute bereits aus der aktiven beruflichen Phase zurückgezogen haben. Mit dieser Veränderung müssen sich Unternehmen und Gesellschaft gezielt auseinander setzen.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des demografischen Wandels und die Zielsetzung der Arbeit, Strategien für eine alterssensible Personalentwicklung zu entwickeln.
2. Terminologische und inhaltliche Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Personalentwicklung und Demografie und legt Kriterien für die alterssensible Ausrichtung betrieblicher Maßnahmen fest.
3. Demografischer Wandel in Deutschland: Analysiert die Faktoren der Bevölkerungsentwicklung (Geburtenrate, Lebenserwartung, Wanderung) und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
4. Betrachtung von Alter und Leistung: Untersucht das Verständnis von Altern im Beruf, räumt mit dem Defizitmodell auf und beleuchtet die Bedeutung von Erfahrungswissen.
5. Strategien einer alterssensiblen Personalentwicklung: Detailliert konkrete Handlungsfelder wie Führung, Unternehmenskultur, Gesundheitsmanagement und Wissensmanagement zur Förderung älterer Arbeitnehmer.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Notwendigkeit präventiver und reaktiver Strategien und betont die Verantwortung der Unternehmen bei der Gestaltung einer alterssensiblen Personalpolitik.
Demografischer Wandel, Personalentwicklung, alterssensible Führung, Arbeitsmarkt, Leistungsfähigkeit, Erfahrungswissen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Wissensmanagement, Employability, Lebensphasenorientierung, intergenerative Zusammenarbeit, demografische Entwicklung, Altersstruktur, Qualifizierung, Kompetenzerhalt.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, die der demografische Wandel für Unternehmen mit sich bringt, und entwickelt Strategien, um die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer langfristig zu sichern.
Im Zentrum stehen die personalpolitische Anpassung an eine alternde Belegschaft, der Wissenserhalt durch intergenerative Prozesse sowie die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.
Die Arbeit fragt nach den Strategien und Instrumenten, die betriebliche Personalentwicklung initiieren kann, um Leistungspotenziale älterer Arbeitnehmer optimal in Unternehmensprozesse zu integrieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes sowie bestehender gerontologischer und personalwirtschaftlicher Forschungsergebnisse Konzepte ableitet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der demografischen Situation, eine Erörterung des Leistungsbegriffs im Alter und eine detaillierte Ausarbeitung von personalpolitischen Strategien und Instrumenten.
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Demografie, alterssensible Personalentwicklung, Employability und intergenerativer Wissenstransfer charakterisiert.
Erfahrungswissen gilt als eine hochentwickelte Form des Handlungswissens, die bei abnehmender physischer Leistungsfähigkeit eine kompensierende und wertschöpfende Rolle für Unternehmen einnimmt.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zwingt Unternehmen dazu, diskriminierende Strukturen abzubauen und personalpolitische Entscheidungen bei der Besetzung von Stellen objektiv und gerichtsverwertbar zu dokumentieren.
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