Masterarbeit, 2020
103 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit
2 Grundlagen der Rechnungslegung und Lizenzierung im deutschen Profifußball
2.1 Verbandsaufbau und Rechtsformen im deutschen Profifußball
2.1.1 Verbandsaufbau- und organisation
2.1.2 Rechtsformen im deutschen Profifußball
2.2 Vorgaben an die Rechnungslegung zur Erlangung einer Vereinslizenz
2.2.1 Gesetzliche Vorgaben
2.2.2 Verbandsrechtliche Vorgaben
2.3 Vorgaben zur Erteilung einer Spielerlizenz
2.3.1 Einteilung von Fußballspielern
2.3.2 Vorschriften zur Erteilung einer Spielerlizenz
3 Grundlagen zur bilanziellen Behandlung von Spielerlizenzen
3.1 Bilanzierung der Spielerlizenzen als immaterielles Vermögen
3.1.1 Spielerlizenzen als immaterielles Vermögen
3.1.2 Abgrenzung von Spielerlizenzen als entgeltlich erworbenes oder selbsterstelltes immaterielles Vermögen
3.2 Immaterielle Vermögensgegenstände gemäß HGB
3.2.1 Begriffsdefinition und Ansatzkriterien
3.2.2 Erst- und Folgebewertung
3.3 Immaterielle Vermögenswerte gemäß IFRS
3.3.1 Begriffsdefinition und Ansatzkriterien
3.3.2 Erst- und Folgebewertung
4 Impairment von Spielerlizenzen
4.1 Indikatoren für ein Impairment von Spielerlizenzen
4.1.1 Leistungsabfall eines Spielers oder des gesamten Teams
4.1.2 Schwere Verletzung eines Spielers
4.1.3 Wechselabsicht oder Aufgabe der professionellen Tätigkeit eines Spielers
4.2 Vorgehensweise bei einem Impairment von Spielerlizenzen
4.2.1 Impairment von Spielerlizenzen gemäß HGB
4.2.2 Impairment von Spielerlizenzen gemäß IFRS
4.2.3 Vergleich Impairment gemäß HGB und IFRS
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Spielerlizenzen im Profifußball bei einem Wertminderungsbedarf (Impairment). Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen und Unterschiede zwischen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufzuzeigen und für Vereine in Deutschland anwendbare Handlungsleitfäden abzuleiten.
4.1.1 Leistungsabfall eines Spielers oder des gesamten Teams
Nachdem unter Punkt drei die bilanzielle Behandlung von Vermögensgegenständen nach HGB und den Vermögenswerten nach IFRS beschrieben wurde, gilt es nun die Indikatoren für eine Wertminderung von Spielerlizenzen im Speziellen zu erarbeiten. Nach dem HGB muss, wie in Punkt 3.2.2 beschrieben, für eine Wertminderung bzw. eine außerordentliche Abschreibung eine dauerhafte Wertminderung vorliegen. Wie lange diese Wertminderung jedoch andauert, ist dabei mit Rücksicht auf die GoB dem Ermessensspielraum des Vereins überlassen. Es muss jedoch mindestens das Kriterium der dauerhaften Wertminderung erfüllt sein, d.h. 50% und mehr der restlichen Nutzungsdauer müssen von der Wertminderung betroffen sein. Bei den IFRS hingegen hat der Verein anhand externer und interner Informationsquellen zu entscheiden, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Dies kann z.B. bei einer schlechteren Ertragskraft der Spielerlizenz als erwartet oder beim Absinken des Marktwertes einer Spielerlizenz der Fall sein.
Biancone and Solazzi (2012) sind der Meinung, dass ein möglicher Indikator für ein Impairment eine starke Verbindung zur Leistung eines Fußballteams bzw. eines einzelnen Spielers darstellt. Ein Leistungsabfall oder das Nichterreichen der erwarteten Leistung kann dazu führen, dass der Marktwert eines Spielers oder des gesamten Teams sinkt. Das Nichterreichen einer erwarteten Leistung eines einzelnen Spielers ist jedoch nur schwer zu ermitteln. Es müsste für jeden Spieler und für jede Rolle bzw. Position auf dem Platz eine spezifische, zu erwartende Performance ermittelt werden können, um die erwartete Leistung mit der tatsächlichen zu vergleichen. Dies würde jedoch einen zu großen Aufwand für die Vereine bedeuten.
1 Einleitung: Einführung in die ökonomische Bedeutung des Profifußballs und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der bilanziellen Behandlung von Spielerlizenzen bei Wertminderungen.
2 Grundlagen der Rechnungslegung und Lizenzierung im deutschen Profifußball: Darlegung des Verbandsaufbaus, der Rechtsformen der Vereine sowie der gesetzlichen und verbandsrechtlichen Anforderungen für die Lizenzerteilung.
3 Grundlagen zur bilanziellen Behandlung von Spielerlizenzen: Analyse der Bilanzierung von Spielerlizenzen als immaterielle Werte nach HGB und IFRS, inklusive Erst- und Folgebewertung.
4 Impairment von Spielerlizenzen: Untersuchung von Indikatoren für Wertminderungen und detaillierte Darstellung der Vorgehensweise bei einem Impairment-Test unter Vergleich von HGB und IFRS anhand praxisnaher Fallbeispiele.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Resümee über die Unterschiede der beiden Rechnungslegungssysteme bei der Bewertung von Spielerlizenzen.
Impairment, Spielerlizenzen, Profifußball, HGB, IFRS, Wertminderung, Marktwert, Rechnungslegung, Aktivierung, immaterielles Vermögen, CGU, Leistungsabfall, Verletzung, Transfer, Lizenzierung.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Profifußballvereine Spielerlizenzen in ihrer Bilanz behandeln müssen, wenn deren Wert aufgrund von Ereignissen wie Verletzungen oder Leistungsabfällen sinkt.
Die zentralen Schwerpunkte sind die gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften, die bilanzielle Aktivierung von Spielerlizenzen, die Bestimmung von Wertminderungsindikatoren sowie der Vergleich zwischen HGB und IFRS.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Profifußballvereine hinsichtlich eines Impairments (Wertminderung) von Spielerlizenzen nach deutschem Handelsrecht und internationalen IFRS-Standards bilanziell verfahren müssen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Darstellung der rechtlichen und verbandsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie einer vergleichenden Analyse von Fallbeispielen, um die Anwendung der Rechnungslegungsregeln praxisnah zu veranschaulichen.
Der Hauptteil widmet sich der Identifikation von Impairment-Indikatoren wie Leistungsabfall, Verletzungen oder Wechselabsichten und erläutert die konkrete Vorgehensweise bei Impairment-Tests nach den jeweiligen Bilanzierungsstandards.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Impairment, Spielerlizenzen, HGB, IFRS, Wertminderung, Marktwert und Cash Generating Units (CGU) kennzeichnen.
Die 50+1-Regel beeinflusst die Organisationsstruktur der Vereine, was wiederum Auswirkungen auf die Rechtsform und damit auf die jeweils anzuwendenden Rechnungslegungspflichten hat.
Da Einnahmen wie Sponsoring oder TV-Gelder meist der gesamten Mannschaft zuzuordnen sind, ist es nach IFRS-Logik schwer, einem einzelnen Spieler eigenständige, unabhängige Cashflows zuzuweisen, was die Wertminderung auf Einzelspielerebene erschwert.
Beide Systeme führen bei einer karrierebedrohenden Verletzung, die eine weitere Erwerbstätigkeit ausschließt, zu einer vollständigen Abschreibung; die Arbeit verdeutlicht jedoch die methodischen Unterschiede bei der Prüfung der Werthaltigkeit im laufenden Spielbetrieb.
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