Diplomarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise der Arbeit
2. Kundenmanagement
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition Kunde
2.1.2 Definition und Abgrenzung Kundenmanagement
2.2 Ziele
2.2.1 Kundenzufriedenheit
2.2.2 Kundenbindung
2.2.3 Kundengewinnung
2.3 Ausgewählte Strategien
2.3.1 Gebundenheitsstrategie
2.3.2 Verbundenheitsstrategie
2.4 Ausgewählte Methoden
2.4.1 Kundensegmentierung
2.4.1.1 Definition
2.4.1.2 Kriterien
2.4.1.3 Nutzen
2.4.2 Kundenwert
2.4.2.1 Definition
2.4.2.2 Nutzen
2.4.2.3 Ausgewählte Vorgehensweisen
2.4.3 Datenbasiertes Marketing
2.5 Kritische Würdigung
3. Cross-Selling
3.1 Grundlagen
3.1.1 Definition und Abgrenzung
3.1.2 Definition Up-Selling
3.2 Voraussetzungen
3.2.1 Kunde
3.2.2 Anbieter
3.3 Ziele
3.3.1 Kundenbindung und -durchdringung
3.3.2 Umsatz- und Ergebnissteigerung
3.3.3 Marktdurchdringung
3.4 Ausgewählte Vorgehensweisen
3.4.1 Multi-Utility Ansatz
3.4.2 Bundling
3.5 Kritische Würdigung
4. Entsorgungsgesellschaft XY mbH
4.1 Charakterisierung
4.2 Leistungsprogramm
4.3 Status quo Kundenmanagement
4.3.1 Kundensegmentierung
4.3.2 Kundenwert
4.3.3 Cross-Selling
4.4 Handlungsempfehlung
5. Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist die fundierte Analyse und Darstellung des Kundenmanagements sowie die Untersuchung von Cross-Selling Strategien, um deren Anwendungspotenziale bei der Entsorgungsgesellschaft XY mbH zu evaluieren und entsprechende Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
3.4.2 Bundling
Unter dem Begriff des ,Bundling’, der aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt ,Bündelung’ heißt, versteht man das Zusammenführen mehrerer Dienstleistungen und / oder Produkte, die auch getrennt vermarktungsfähig sind, zu einem Angebot, welches nach der Zusammenführung auch als ,Bundle’ oder ,Bündel’ bezeichnet wird. Der Preis dieses Bündels ist dann in der Regel günstiger, als der aufsummierte Einzelpreis, mit dem die Komponenten ansonsten offeriert werden würden. Dabei sind auch komplette und komplexe Arten von Systemlösungen wie z.B. das Angebot, für den Kunden eine betriebsbereite Industrieanlage zu erstellen, als mögliches Bündel denkbar.
Es sind weitere verschiedene Ausprägungen von Bündeln möglich. So gibt es die Option, ergänzende Leistungen anzubieten, die zusätzlich zu dem Bündel erworben werden können oder der Kunde hat die Möglichkeit, bestimmte Teile, also Leistungen des Bündels, kostenfrei gegen andere auszutauschen. Außerdem wird zwischen ,Pure bundles’ und ,Mixed bundles’ unterschieden. ,Pure bundles’ zeichnen sich dadurch aus, dass die Leistungen, aus denen sich das Bündel zusammen setzt, nicht einzeln erworben werden können, bzw. das gesamte Bündel dem Kunden in Rechnung gestellt wird, auch wenn einzelne Leistungen vom Kunden nicht in Anspruch genommen werden. Kann der Kunde dagegen frei entscheiden, welche Komponenten des Bündels er für sich beansprucht und damit auch einzelne Teile streichen, spricht man von einem ,Mixed bundle’. Außerdem wird nach der Art der Preisgestaltung das ,Mixed leader bundling’ unterschieden, bei dem auf zusätzliche Leistungen zu der zuerst erworbenen Leistung ein Preisnachlass gewährt wird, während beim ,Mixed joint bundling’ der Kauf weiterer Leistungen bzw. Produkte nicht mit Rabatten versehen ist. Sollten sich die Anforderungen der Nachfrager ändern oder sich im Zuge anderer Änderungen bestimmte Bündel unattraktiv werden, so kann man die einzelnen Leistungen wieder voneinander lösen und bezeichnet diese Vorgehensweise als ,Unbundling’.
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt und leitet daraus die Notwendigkeit einer konsequenten Kundenorientierung ab.
2. Kundenmanagement: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Begriffs, definiert Ziele wie Kundenzufriedenheit und Bindung und stellt Methoden wie Kundensegmentierung und Kundenwertanalyse vor.
3. Cross-Selling: Analysiert Cross-Selling und Up-Selling als Instrumente zur Umsatz- und Ergebnissteigerung, einschließlich der Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für Anbieter und Kunden.
4. Entsorgungsgesellschaft XY mbH: Untersucht die praktische Umsetzung von Kundenmanagement und Cross-Selling beim Fallbeispiel EGXY und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab.
5. Ausblick: Resümiert die Relevanz des Kundenmanagements in einem sich wandelnden Marktumfeld und betont den anhaltenden Bedarf für eine konsequente Kundenfokussierung.
Kundenmanagement, Cross-Selling, Kundenbindung, Kundensegmentierung, Kundenwert, Up-Selling, Bundling, Käufermarkt, Multi-Utility, Marktdurchdringung, Datenbasiertes Marketing, Kundenbetreuung, Vertriebsstrategie, Entsorgungswirtschaft, CRM.
Die Arbeit befasst sich mit den modernen Ansätzen des Kundenmanagements und analysiert speziell die Strategie des Cross-Selling, um den Unternehmenserfolg bei bestehenden Kunden zu steigern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ziele des Kundenmanagements, Segmentierungsmethoden, die Bestimmung des Kundenwerts sowie Strategien wie Bundling und Multi-Utility zur Implementierung von Cross-Selling.
Ziel ist es, die theoretischen Erkenntnisse zum Kundenmanagement und Cross-Selling auf die praktische Situation eines Entsorgungsunternehmens zu übertragen und durch eine kritische Analyse Verbesserungsmöglichkeiten für den Vertrieb aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von internen Dokumenten sowie Experteninterviews mit Führungskräften der Entsorgungsgesellschaft XY mbH, um den Status quo und Entwicklungspotenziale zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Kundenmanagement und Cross-Selling sowie eine praktische Fallstudie, die den IST-Zustand und Optimierungspotenziale der EGXY detailliert beschreibt.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Kundenmanagement, Cross-Selling, Kundenbindung, Kundensegmentierung und Kundenwert definieren.
Der Multi-Utility-Ansatz dient als Beispiel für eine Vorgehensweise, bei der Unternehmen dem Kunden "alles aus einer Hand" bieten, was bei Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen besonders zur Bündelung von Dienstleistungen genutzt wird.
Die Arbeit kritisiert, dass die ABC-Analyse bei der EGXY eine rein eindimensionale, retrospektive Betrachtung auf Basis des Umsatzes darstellt und keine qualitativen oder prospektiven Faktoren wie das Kundenpotenzial oder das Image berücksichtigt.
Die Arbeit bemängelt, dass die Nachkalkulation aktuell von den Kundenbetreuern selbst durchgeführt wird, was zu Subjektivität führen kann, und empfiehlt eine professionellere Strukturierung durch die Controlling-Abteilung.
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