Diplomarbeit, 2008
89 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung und Motivation zur Arbeit
1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit
2 Problemstellung und mögliche Erklärungsansätze
2.1 Der Begriff und die Ideologie des Rechtsextremismus
2.2 Studie zu rechtsextremen Einstellungen
2.3 Erklärungsansätze zur Entstehung von Rechtsextremismus
2.4 Zusammenhang zwischen Rechtsextremismus und Männlichkeit im Hinblick auf die Sozialisation
2.4.1 Sozialisationstheorie
2.4.2 Theorie des Sozialen Lernens
2.4.3 Sozialisationsinstanzen
2.4.4 Männliche Sozialisation
2.4.5 Begriff der Autonomie
2.5 Identitätskonstruktion in pluralistischen Gesellschaften – Wie kommt es in diesem Zusammenhang zu einer Ideologie der Ungleichwertigkeit?
3 Warum und wie gegen Rechtsextremismus vorgehen?
3.1 Warum dagegen vorgehen? – Demokratische Gesellschaftsordnung
3.2 Außerschulische Jugendbildung als Sozialisationsinstanz
3.3 Rechtliche Grundlage
3.4 Kritikpunkte an Prävention
3.4.1 Pädagogik der Anerkennung
3.4.2 Anti-Bias-Ansatz
3.4.3 Jungenarbeit
3.5 Konzeptentwicklung
3.5.1 Inhaltsanalyse
3.5.2 Didaktische Reduktion
3.5.3 Ziele
3.5.4 Methoden
4 Konkretes Konzept zur Prävention
4.1 Problemdarstellung
4.2 Organisatorischer Rahmen
4.3 Zielgruppe
4.4 Inhaltsanalyse
4.5 Didaktische Reduktion
4.6 Ziele
4.7 Methoden
4.7.1 Erlebnispädagogik
4.7.2 Methoden des sozialen Lernens
4.7.3 Feedback
4.8 Gesamtkonzept
5 Schlussfolgerung
6 Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen männlicher Sozialisation und der Entfaltung rechtsextremer Einstellungsmuster, um daraus ein präventives Konzept für die außerschulische politische Bildungsarbeit zu entwickeln, das geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigt und Möglichkeiten zur Dekonstruktion traditioneller Männlichkeitsbilder bietet.
2.4.4 Männliche Sozialisation
In diesem Abschnitt wird ein kurzer Exkurs auf die im Zusammenhang mit der Problemstellung relevanten Punkte in der männlichen Sozialisation unternommen. Im Sinne der Untersuchung des Problems der männlichen Sozialisation als Faktor für rechtsorientierte Einstellungen und dessen Lösung wird sich auf die bereits beschriebene Argumentationslinie der Entstehung einer Ideologie der Ungleichwertigkeit konzentriert.
Trotz des zunehmenden Aufbruchs der Geschlechterrollen, werden Jungen häufig traditionell sozialisiert. Jungen bekommen in ihrer Sozialisation vermittelt, sie müssen nach außen hin orientiert agieren und Rationalität beweisen.45
Im Gegensatz zu Mädchen dürfen Jungen keine Gefühle zeigen, sie erleben negative Reaktionen ihrer Umwelt, wenn sie Gefühle zeigen.46 Da Gefühle ja wiederum aus dem Inneren kommen, dürfen sie von den nach außen orientierten Jungen nicht zugelassen werden. Ein viel zitierter Spruch bei der Erziehung von Jungen ist: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“. Mit diesem Spruch wird dem Jungen vermittelt, es ist positiv, nicht zu weinen und zwingend notwendig die eigenen Gefühle nicht zuzulassen.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Arbeit sowie die Fragestellung und den geplanten Aufbau der Untersuchung.
2 Problemstellung und mögliche Erklärungsansätze: Analysiert den Rechtsextremismus als mehrdimensionales Phänomen und beleuchtet die Rolle der männlichen Sozialisation bei der Entstehung von Ungleichwertigkeitsvorstellungen.
3 Warum und wie gegen Rechtsextremismus vorgehen?: Diskutiert die Notwendigkeit von Prävention auf Basis demokratischer Werte und evaluiert Ansätze wie Jungenarbeit und Pädagogik der Anerkennung.
4 Konkretes Konzept zur Prävention: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse in ein praktisches Seminarkonzept für die außerschulische Jugendbildung.
5 Schlussfolgerung: Führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung von Reflexionsprozessen in der pädagogischen Arbeit.
6 Zusammenfassung: Fasst die zentralen Thesen und Ergebnisse der Diplomarbeit stichpunktartig zusammen.
Rechtsextremismus, Männliche Sozialisation, Politische Bildung, Jungenarbeit, Prävention, Ideologie der Ungleichwertigkeit, Autonomie, Hegemoniale Männlichkeit, Diskriminierung, Anti-Bias-Ansatz, Pädagogik der Anerkennung, Identitätskonstruktion, Sozialisationstheorie, Jugendliche, Wertesystem
Die Arbeit analysiert, inwieweit die männliche Sozialisation als begünstigender Faktor für die Entstehung von rechtsextremen und rechtsorientierten Einstellungen bei Jugendlichen fungiert und wie darauf basierend präventive Ansätze in der politischen Bildungsarbeit gestaltet werden können.
Die zentralen Themen umfassen die Ideologie des Rechtsextremismus, die Analyse männlicher Sozialisationsprozesse, die Konstruktion von Männlichkeitsbildern, die Rolle von Sozialisationsinstanzen sowie kritische Reflexionen über bestehende Präventionsansätze.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines schlüssigen pädagogischen Konzepts für die außerschulische Jugendarbeit, das männliche Jugendliche dabei unterstützt, alternative Rollenmodelle zu entwickeln und die eigene Autonomie zu stärken, um gegen rechtsextreme Ideologien immuner zu werden.
Es werden eine Literaturanalyse zu bestehenden Theorien sowie die Vorstellung und Auswertung einer empirischen Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland als theoretisches Fundament genutzt, um darauf aufbauend ein pädagogisches Konzept zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Problembeschreibung, eine Auseinandersetzung mit Sozialisationstheorien und Männlichkeitsmodellen sowie die detaillierte Ausarbeitung eines Präventionskonzepts mit den Schwerpunkten Jungenarbeit, Anti-Bias-Ansatz und Pädagogik der Anerkennung.
Wesentliche Begriffe sind Männliche Sozialisation, Rechtsextremismus, hegemoniale Männlichkeit, Ungleichwertigkeitsvorstellungen, Autonomie, Pädagogik der Anerkennung, Jungenarbeit und Konzeptentwicklung.
Die Jungenarbeit ist zentral, da sie einen geschützten Raum bietet, um tradierte Männlichkeitsbilder und den damit verbundenen Leistungs- und Selbstdarstellungsdruck zu reflektieren, was eine Grundvoraussetzung für die Überwindung von rechtsextremen Denkmustern ist.
Das Konzept sieht ein fünftägiges Wochenseminar vor, das Methoden wie Erlebnispädagogik, Feedback-Übungen, Expertenbefragungen und diskursive Kleingruppenarbeit kombiniert, um den Jugendlichen Möglichkeiten zur Selbstreflexion und Identitätsarbeit zu eröffnen.
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