Bachelorarbeit, 2020
100 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Bestimmung der Performance
2.1.1 Rendite
2.1.2 Risiko
2.1.3 Rendite und Risiko im Kontext der Finanzmärkte
2.2 Kritische Hinterfragung der Informationseffizienz an Finanzmärkten
2.3 Das Capital Asset Pricing Model
2.4 Vom CAPM zum Factor Investing
3 Factor Investing
3.1 Die Faktoren
3.2 Die Auswahl der Faktoren
3.2.1 Momentum
3.2.2 Low Volatility
3.2.3 Value
3.3 Implementierung der Faktorstrategien
3.3.1 Style Faktoren im Kontext des Konjunkturzyklus
3.3.2 Die Long-Only und Long-Short Debatte
3.4 Die Performance der Faktoren in der Vergangenheit
4 Die Umsetzung der Faktor Strategien am Euro Stoxx 50
4.1 Die Architektur von Indexprodukten
4.1.1 Portfolio Neuzusammenstellung und Neugewichtung
4.1.2 Die Anzahl der Einzelwerte
4.1.3 Die Gewichtung der Einzelwerte
4.2 Daten und Methodik
4.3 Einzelfaktorstrategien
4.3.1 Momentum Strategie
4.3.2 Low Volatility Strategie
4.3.3 Value Strategie
4.4 Multifaktorstrategien
4.4.1 Top-Down Ansatz
4.4.2 Bottom-Up Ansatz
5 Die Analyse der umgesetzten Strategien
5.1 Alphafaktor und Information Ratio
5.2 Die Benchmark
5.3 Faktor Regression und Jensen-Alpha
5.4 Sharpe-Ratio
5.5 Performanceanalyse
5.5.1 Benchmark
5.5.2 Einzelfaktorstrategien
5.5.2.1 Momentum
5.5.2.2 Low Volatility
5.5.2.3 Value
5.5.3 Multifaktorstrategien
5.5.3.1 Top-Down Ansatz
5.5.3.2 Bottom-Up Ansatz
5.6 Gesamtergebnis und kritische Würdigung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Performance verschiedener Faktorstrategien (Momentum, Low Volatility, Value sowie deren Kombination in Multifaktorstrategien) am Euro Stoxx 50. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob diese Strategien eine risikoadjustierte Überrendite gegenüber einer Vergleichsbenchmark erzielen können, wobei sowohl theoretische Literatur als auch eine praktische Umsetzung im Anlageuniversum des Euro Stoxx 50 betrachtet werden.
3.2.1 Momentum
Der Faktor Momentum bezieht sich auf die vergangenen Renditen von Aktien. Nach diesem werden Aktien mit positiven Kurstrends auch in Zukunft eine positive Kursbewegung haben. Aktien mit einer unterdurchschnittlichen Rendite werden hingegen auch in der Zukunft zu den Verlierern zählen. Die Überlegungen zum Faktor Momentum gibt es schon sehr lange, jedoch kam es erst spät zu empirischen Untersuchungen. Heute ist der Faktor Momentum ein anerkannter und weit verbreiteter Faktor. Das Bestehen des Momentum Faktors wurde in vielen Studien nachgewiesen.
Jegadeesh und Titman (1993) weisen den Effekt als eine der Ersten nach. Grundlage ihrer Untersuchung über den Zeitraum vom Jahr 1965 bis zum Jahr 1989 sind die an der NYSE gelisteten Aktien. Die Aktien werden dabei aufgrund der historischen Rendite über einen bestimmten Zeitraum ausgewählt. Danach werden die auf diese Art segmentierten Aktien eine vorgegebene Zeit lang gehalten. Sie stellen fest, dass sie mit der Strategie eine Überrendite gegenüber dem Vergleichsindex erzielen können. Glaser und Weber (2002) veröffentlichten ihre detaillierten Untersuchungen zum Momentum Effekt am deutschen Aktienmarkt und weisen ihn dort nach.
Die Ursache des Faktors Momentum wird im Herdenverhalten des Menschen gesehen. Durch dieses Verhalten wird geklärt, warum Personen instinktiv einem Trend folgen. Momentum, das durch Herdenverhalten generiert wird, kann am Beispiel der Verbreitung positiver Unternehmensnachrichten betrachtet werden. Ausgangslage hierfür bildet die Verarbeitung der Informationen der verschiedenen Individuen. Momentum kann nun generiert werden, wenn auf die positiven Nachrichten verspätet überreagiert wird und der Kurs als direkte Folge daraus kontinuierlich ansteigt. Auch kann Momentum durch eine Unterreaktion generiert werden. Denn bei einer Unterreaktion kann, wenn diese bemerkt wird, der Kurs zu einem späteren Zeitpunkt ansteigen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel in der Investmentfondsbranche und stellt das Konzept des Factor Investing als Antwort auf die Unzufriedenheit mit aktiv gemanagten Produkten vor.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Performancemessung sowie das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als theoretischen Ausgangspunkt für das Factor Investing.
3 Factor Investing: Hier werden die einzelnen Faktoren (Momentum, Low Volatility, Value) detailliert definiert, ihre wissenschaftliche Legitimation diskutiert und die Implementierungsmöglichkeiten erörtert.
4 Die Umsetzung der Faktor Strategien am Euro Stoxx 50: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Anwendung der Strategien auf den Euro Stoxx 50, inklusive Portfolio-Neuzusammenstellung und Gewichtungsmethoden.
5 Die Analyse der umgesetzten Strategien: Der Abschnitt führt eine quantitative Performanceanalyse durch, inklusive statistischer Auswertungen mittels Regression und Jensen-Alpha.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz des Factor Investing, weist jedoch auf die Komplexität und die Notwendigkeit konsequenter Strategieumsetzung hin.
Factor Investing, Rendite, Risiko, Performance, Momentum, Low Volatility, Value, Euro Stoxx 50, Portfoliomanagement, Markteffizienz, CAPM, Alphafaktor, Information Ratio, Sharpe-Ratio, Rebalancing
Die Arbeit analysiert die Anwendung und die Performance von Faktorstrategien (Style Faktoren) beim Investieren in Aktien des Euro Stoxx 50.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Performancemessung, die Erläuterung der Faktoren Momentum, Low Volatility und Value sowie deren praktische Umsetzung und statistische Analyse.
Das Ziel ist die Überprüfung, ob Portfolios, die auf spezifischen Faktorstrategien basieren, eine bessere risikoadjustierte Performance liefern können als eine marktkapitalisierungsgewichtete Benchmark.
Es werden historische Renditedaten analysiert, Portfolios nach Faktor-Scores zusammengestellt und diese mittels statistischer Kennzahlen wie dem Alphafaktor, der Sharpe-Ratio und der CAPM-Regression bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der Faktorstrategien, die methodische Umsetzung am Euro Stoxx 50 sowie die anschließende empirische Leistungsanalyse.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Factor Investing, Performanceanalyse, Aktienfaktoren, Portfoliokonstruktion und risikoadjustierte Rendite charakterisieren.
Beim Top-Down Ansatz wird das Kapital auf separate Einzel-Faktorportfolios aufgeteilt, während beim Bottom-Up Ansatz Aktien basierend auf ihrer simultanen Faktorausprägung selektiert werden.
Der Equal Weight Index dient als aussagekräftigere Benchmark, da er die Konzentration auf wenige große Unternehmen reduziert und somit die Performance der Faktoren besser isolierbar macht.
Die Low Volatility Strategie zielt darauf ab, durch die Bevorzugung risikoarmer Aktien eine attraktive risikoadjustierte Rendite zu erzielen, was im Widerspruch zur klassischen Theorie steht, die hohes Risiko zwingend mit hoher Rendite assoziiert.
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