Magisterarbeit, 2008
118 Seiten, Note: 1,7
0.Einleitung
I. Einführung in die Glücksforschung
1. Emotionen in der Psychologie und Soziologie
1.1Definition und Bestandteile von Emotionen
1.2 Aktualität von Glück – Antike bis heute
2. Glück in der Sozialindikatorenforschung – ein Überblick
2.1 Objektivisten versus Subjektivisten
2.2 Maslows Bedürfnishierarchie
3. Glück, (Lebens-) Zufriedenheit und subjektives Wohlbefinden
4. Übersicht über die theoretische Ansätze zur Analyse des subjektiven Wohlbefindens (SWB)
4.1 Ansätze zur Systematik der Begriffe (Mayring) und Theorien (Becker)
4.2 Bottom-up / Top-down (state / trait)
4.3 Culture Theory( Diener & Lucas)
4.4 Die Livability Theorie (Veenhoven)
4.5 Soziale Vergleichstheorie (Festinger)
5. Determinanten auf das Glück
5.1 Einkommen und Arbeitslosigkeit
5.2 Gesundheit
5.3 Soziale Beziehungen
5.4 Weitere Einflussfaktoren
6. Schlussfolgerungen
II. Einführung in die Migrationsforschung
7. Untersuchungseinheit russlanddeutsche Aussiedler
7.1 Russlanddeutsche (Spät-) Aussiedler – Begriffe und gesetzliche Abgrenzung
7.2 Kurzer Exkurs : Geschichte der russlanddeutschen Aussiedler
8. Aussiedlerforschung
9. Glück und Migration
10.Schlussfolgerungen
11.Einstieg in Methoden: Sekundärdatenanalyse
III. Datenanalyse und Auswertung anhand des European Social Survey (ESS)
12. European Social Survey (ESS)
13. Das Forschungsdesign
13.1 Operationalisierung der Begriffe
13.2 Messung der Variablen und Gütekriterien
14. Das Auswahlverfahren und Stichprobenziehung
15. Datenanalyse
15.1 Übersicht über die Stichprobe des ESS 2006 /07
15.2 Überprüfung der Hypothesen
15.3 Vergleich der Stichprobe des ESS 2002 /03
16. Auswertung und Diskussion
IV. Schlussbetrachtungen und Ausblick
Diese Magisterarbeit untersucht das subjektive Wohlbefinden russlanddeutscher Spätaussiedler in Deutschland anhand von Daten des European Social Survey. Ziel ist es, die sozioökonomischen Bedingungen aus Sicht der Aussiedler zu bewerten und den Einfluss von Determinanten wie Einkommen, Arbeitslosigkeit, Gesundheit und sozialen Beziehungen auf deren Lebenszufriedenheit zu analysieren, wobei die Arbeit primär explorativen Charakter aufweist.
1. Emotionen in der Psychologie und Soziologie
In diesem Abschnitt gilt es, Aussagen über die Relevanz von Emotionen nicht nur im Bereich der Psychologie, sondern besonders im Bereich der Soziologie zu erörtern. Die Prägnanz des Emotions-Begriffs rührt an dieser Stelle daher, dass Glück eine Emotion ist, die man empfinden kann (Glücksempfinden). Glück ist wie Neid oder Ärger als Emotion zu begreifen (Vgl. Flam 2002; Vester 1991).
Emotionen spielen nun nicht nur in der Psychologie, genauer der Emotionspsychologie (Vgl. Otto et al. 2000), sondern zunehmend auch in der Soziologie eine Rolle (Vgl. Schützeichel 2006, S.7). Die Emotionspsychologie hat ihre Wurzeln in der Philosophie, die sich bereits vor mehr als 2000 Jahren mit Emotionen beschäftigt hat (Vgl. Schmidt-Atzert 1996, S.13ff.). Für das Konzept der Emotionen haben sich dabei drei Komponenten entwickelt. Der Ausdruck fand Eingang durch die Mimikbeschreibungen des Arztes Piderit, das Erleben durch die Untersuchungen von W. Wundt (1903). Diese von ihm erarbeiteten Hauptdimensionen ermöglichen eine Erklärung des emotionalen Erlebens. Körperliche Veränderungen treten bei starken Emotionen auf.
0.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Glücksforschung und Aussiedlerforschung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem subjektiven Wohlbefinden russlanddeutscher Spätaussiedler.
I. Einführung in die Glücksforschung: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen und soziologischen Grundlagen von Emotionen, Glück und subjektivem Wohlbefinden sowie deren Erfassung in der Sozialindikatorenforschung.
II. Einführung in die Migrationsforschung: Hier werden der Begriff des Spätaussiedlers, die rechtlichen Rahmenbedingungen und der aktuelle Forschungsstand zur Integration dieser Gruppe dargestellt.
III. Datenanalyse und Auswertung anhand des European Social Survey (ESS): Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign, die Operationalisierung der Variablen und präsentiert die empirische Sekundärdatenanalyse sowie Diskussion der Ergebnisse.
IV. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen zusammen und diskutiert Implikationen sowie Ansätze für zukünftige Forschung zur Situation der Russlanddeutschen.
Glücksforschung, subjektives Wohlbefinden, Russlanddeutsche, Spätaussiedler, Migration, Integration, European Social Survey, Lebenszufriedenheit, Sozialindikatoren, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, soziale Beziehungen, Sekundärdatenanalyse, sozioökonomische Bedingungen, Bedürfnisbefriedigung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Glücksempfinden und der Lebenszufriedenheit von russlanddeutschen Spätaussiedlern in Deutschland im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung.
Zentral sind die Glücksforschung, die soziologische Migrationsforschung sowie die empirische Analyse von Einflussfaktoren auf das Wohlbefinden.
Das Ziel ist es, das subjektive Wohlbefinden und die Bewertung sozioökonomischer Bedingungen durch Russlanddeutsche zu messen und mittels Hypothesen zu überprüfen.
Die Autorin führt eine quantitative Sekundärdatenanalyse der Daten des "European Social Survey" (ESS) durch.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Fundierungen von Glück, die Geschichte der Aussiedler, die Operationalisierung der Begriffe und die statistische Auswertung der ESS-Daten.
Russlanddeutsche, Glücksforschung, subjektives Wohlbefinden, Migration, Integration und Lebenszufriedenheit.
Die Messung des Glücksempfindens erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand einer Gesellschaft und ermöglicht eine bessere Integrationsarbeit sowie ein tieferes Verständnis für die Lebenssituation von Migranten.
Ja, die Arbeit deutet darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer und damit verbundene Sprachkenntnisse und soziale Integration einen Einfluss auf die Angleichung an das Lebensniveau der Aufnahmegesellschaft haben.
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