Masterarbeit, 2018
99 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Forschungsstand zur interkulturellen Jugendbegegnung
3. Aktualität und Relevanz des Themas
4. Internationale Jugendbegegnung als institutionelles Handlungsfeld
4.1 Definition einer funktional-pragmatischen Institution
4.2 Kommunikation in Institutionen
4.3 Einordnung des Eurocamps als Institution
4.4 Interkulturelle Kommunikation in Institutionen
5. Methodische Verfahrensweisen
5.1 Funktional-pragmatische Diskursanalyse als Methodik
5.2 Arbeitsablauf der Diskursanalyse
6. Empirische Datenerhebung
6.1 Zugang zum Feld
6.2 Beschreibung des Feldes
6.3 Beschreibung der Teilnehmergruppe
6.4 Diskursaufzeichnungen zur Datenerhebung
6.5 Beobachtungen, Tagebücher und informelle Gespräche
7. Korpusanalyse
7.1 Sprachwechsel und Sprachmischungen
7.2 Gesprächspartizipation
7.3 Konfliktvermeidung
7.4 Kommunikationserfolge
7.5 Erkenntnisse aus Beobachtungen und Tagebüchern
7.6 Zusammenfassung der Korpusanalyse
8. Evaluation des Eurocamps
8.1 Motivationsschreiben als Teil des Bewerbungsprozesses
8.2 Interkulturelle Training, Simulationen und Aktivitäten
8.2.1 Simulationsspiel Bafa Bafa
8.2.2 Aktivitäten zum Kennenlernen und zur Kommunikationsförderung
9. Resümee
Die vorliegende Masterarbeit evaluiert das "Eurocamp 2017" als institutionelles Handlungsfeld und untersucht die interkulturelle Kommunikation der teilnehmenden Jugendlichen. Das primäre Ziel der Arbeit ist die Identifizierung von Potenzialen und Grenzen dieser Jugendbegegnungsmaßnahme sowie die Erarbeitung konkreter Verbesserungsvorschläge für zukünftige Projekte.
Transkript 1 Themenindiziertes Code-Switching
[7]
.. 11 [19:28.8] 12 [19:31.1]
PM [v] yes i have like • • from all over the world. JR [v] ((unverständlich)) like? really? • • • have
[8]
.. 13 [19:38.8]14 [19:40.4]
PM [v] i have a • ten VB [v] (lacht) JR [v] you got uhhm • • • ((unverständlich)) • • • real • • dollars?
[9]
.. 15 [19:47.0] 16 [19:48.0]
PM [v] thousand dollar • note • like not the real ten thousand dollars but ... ähhm • VB [v] ((lacht)) ((lacht)) JR [v] ((lacht)) if your rich
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der interkulturellen Kommunikation bei internationalen Jugendbegegnungen und Vorstellung der Forschungsfragen sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Forschungsstand zur interkulturellen Jugendbegegnung: Skizzierung bestehender Studien aus verschiedenen Disziplinen und Einordnung der Relevanz für die vorliegende Untersuchung.
3. Aktualität und Relevanz des Themas: Begründung der Bedeutung interkultureller Bildung und Erfahrungen für Identitätsbildung und Berufsleben junger Menschen.
4. Internationale Jugendbegegnung als institutionelles Handlungsfeld: Theoretische Einbettung des Eurocamps als Institution im Sinne der Funktionalen Pragmatik und Analyse der komplexen Organisationsstruktur.
5. Methodische Verfahrensweisen: Darstellung der Funktionalen Pragmatik und Erläuterung des methodischen Vorgehens für die geplante Diskursanalyse.
6. Empirische Datenerhebung: Beschreibung der Feldzugänge, der Teilnehmergruppe sowie der eingesetzten Methoden der Datengewinnung, inklusive Beobachtungen und Tagebüchern.
7. Korpusanalyse: Detaillierte Analyse sprachlicher Phänomene, Partizipationsmuster, Konfliktvermeidungsstrategien und Kommunikationserfolge der Jugendlichen.
8. Evaluation des Eurocamps: Zusammenführung der Analyseergebnisse zur Bewertung des Eurocamps und Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen für zukünftige Begegnungen.
9. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse sowie ein Ausblick auf das Potenzial dieses Forschungsgebiets für die Zukunft.
Interkulturelle Kommunikation, Eurocamp, Funktionale Pragmatik, Diskursanalyse, Institutionelles Handlungsfeld, Code-Switching, Lingua Franca, Jugendbegegnung, Konfliktvermeidung, Sprachdefizite, Interkulturelles Training, Gruppenarbeit, Wissensbestände, Sprachmischungen, Partizipation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kommunikationsanalytischen Evaluation des "Eurocamps 2017", einer internationalen Jugendbegegnung zwischen verschiedenen Partnerstädten, um Potenziale und Schwachstellen in der interkulturellen Zusammenarbeit aufzudecken.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Institutionen, die Analyse interkultureller Diskursformen zwischen Jugendlichen, der Einfluss von Sprachkenntnissen auf die Partizipation sowie Strategien zur Konfliktvermeidung.
Ziel ist es, das sprachliche Handeln der Jugendlichen empirisch zu evaluieren, um daraus fundierte Verbesserungsvorschläge für die inhaltliche und organisatorische Gestaltung zukünftiger Eurocamps abzuleiten.
Die Autorin verwendet primär die "Angewandte Diskursanalyse" im Rahmen der "Funktionalen Pragmatik" nach Ehlich und Rehbein, ergänzt durch ethnographische Methoden wie Beobachtungen und Tagebuchanalysen.
Im Hauptteil werden reale Gesprächssituationen (Transkripte) aus Gruppenarbeitsphasen des Camps detailliert analysiert, um spezifische sprachliche Muster und soziale Prozesse bei den Jugendlichen sichtbar zu machen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interkulturelle Kommunikation, Diskursanalyse, Institutionelles Handlungsfeld, Code-Switching, Lingua Franca und Jugendbegegnung charakterisieren.
Englisch dient als vorgeschriebene Lingua Franca. Die Arbeit zeigt jedoch, dass die unterschiedlichen Niveaus der Teilnehmer zu Verständigungsproblemen führen, die von den Jugendlichen teils durch Code-Switching oder andere Strategien kompensiert werden.
Die Autorin bezieht sich auf Hofstedes Kulturdimension "Unsicherheitsvermeidung", um zu erklären, warum viele Jugendliche (insbesondere aus Ländern mit hohem Index) Konflikte in Diskussionen eher vermeiden und stattdessen zu schnellen, einvernehmlichen Zustimmungen tendieren.
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